Fahrgestellnummer

Lackierung, Schweissen, Hohlraumversiegelung, Scheiben...

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hneuland
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Re: Fahrgestellnummer

#46

Beitrag von hneuland »

Fuzzy hat geschrieben: 07.03.2024, 09:59 Ja gut, das ist halt offensichtlich jetzt so wie es ist und wir müssen damit leben.
tach miteinander,
man kann das so sehen... Andererseits macht die Entwicklung in GB zu dieser Zeit auch ein Stück Faszination für deren Autos aus. Und man kann für die eigene Wirtschaftsentwicklung draus lernen.
Ist ein interessantes Thema, danke für alle Beiträge (auch wenn mein aktueller nicht mehr hineinpasst).
Liebe Grüße Horst
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Fuzzy
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Re: Fahrgestellnummer

#47

Beitrag von Fuzzy »

hneuland hat geschrieben: 07.03.2024, 10:15
Fuzzy hat geschrieben: 07.03.2024, 09:59 Ja gut, das ist halt offensichtlich jetzt so wie es ist und wir müssen damit leben.
tach miteinander,
man kann das so sehen... Andererseits macht die Entwicklung in GB zu dieser Zeit auch ein Stück Faszination für deren Autos aus.
Liebe Grüße Horst
Keine Frage, vor allem wenn man in die 50er schaut, was hatte D-Land da gegen 90 - 100PS zu bieten?
In den 60ern war der TR bzgl. Leistung mit mit den Zuffenhausern immer noch fast auf Augenhöhe.
Ende der 60er eine Einzeldrosselklappeneinspritzanlage und für diese Zeit 143PS, das war schon eine Ansage.
Das veraltete Fahrwerk und den eigentlich grundsätzlich veralteten Motor musst man halt ausblenden.
Und man sieht halt, dass die Änderung und Entwicklung viiiiiiiel zu langsam war.

Aber stimmt schon, das ist schon ein Teil der Faszination. Ich würde nie einen TR gegen einen Fiat Spider oder Alfa Spider eintauschen. Zumindest keinen 6-Zylinder. :-)

Aber zurück zum Thema, das ändert nichts an der hemdsärmeligen Schludrigkeit bei den Fahrgestellnummern.
Naja, vielleicht kann der eine oder andere Neuling hier etwas mitnehmen.
Ich für meinen Teil muss halt erkennen, dass das es so ist wie es ist >>>keine Regelmäßigkeit, kein einheitliches Vorgehen, hemdsärmelig, amateurhaft
Vielleicht passt das einfach auch gut ins Gesamtbild. >>>Eine TR war nie perfekt und muss es auch nicht sein und das ist ein Teil der Faszination.

Würde mich trotzdem freuen wenn sich noch mehr CKD-Fahrer hier melden würden :wave:
Gruß,
Jörg
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Re: Fahrgestellnummer

#48

Beitrag von Freiburger »

Fuzzy hat geschrieben: 07.03.2024, 12:59 Aber stimmt schon, das ist schon ein Teil der Faszination. Ich würde nie einen TR gegen einen Fiat Spider oder Alfa Spider eintauschen. Zumindest keinen 6-Zylinder. :-)
Naja, die Faszination von Alfa Romeo ist ganz anders gelagert: Von der Manufaktur zum Großserienproduzenten von hochwertigen sportlichen Autos, die technisch um Welten anspruchsvoller waren als das, was in den 60ern und frühen 70ern von der Insel kam. 143 PS aus einem 2,5 Liter Grauguß-Murl? Viergang-Getriebe mit OD? Trommeln hinten?
Alfa Romeo bot mit den 2-Liter-Modellen (wahlweise als Limo, Spider oder Coupé!): 131 PS aus einem 2 Liter-Leichtmetallmotor vom feinsten (2 Doppelvergaser übrigens), ein Fünfgang-Getriebe serienmäßig, vier Scheibenbremsen und - beim Spider - ein erstklassiges Verdeck. Allerdings auch eine miserable Sitzposition für Fahrer über 170cm. :?
10 Jahre später hatten sie in Mailand die gleichen Probs wie auf der Insel: kein Geld mehr; das ambitionierte Sud-Projekt gescheitert, weil vom Staatseigentümer mit zuvielen Auflagen versehen, die Transaxle-Modelle zu aufwendig und wartungsintensiv konstruiert, Verarbeitungsmängel und Streiks, das Limousinenprojekt Alfa Sei grandios gescheitert. Letzteres lieferte immerhin einen konkurrenzfähigen Motor: V6-Leichtmetall, 2,5 Liter Hubraum, 158 PS. Aber da war es schon zu spät: Fiat übernahm den Staatsbetrieb 1986 - und führte Alfa Romeo mit italienischem Styling und eigenständig ausgestatteten Fiat-Motoren zu neuem Erfolg. Wenn man schaut, was die heute produzieren - ein Trauerspiel.
Wie gesagt: Die Faszination liegt bei Alfa eher im technischen Know How (und der Markengeschichte und den Rennsporterfolgen natürlich).

Der Reiz von Triumph, MG, Healey und letztlich auch Morgan liegt wie Du richtig schreibst darin, daß man ein Auto Bj. 1976 kauft, das wie Bj. 1966 aussieht (und sich wie Bj. 1956 fährt)...
Happy Motoring!

Christian

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Re: Fahrgestellnummer

#49

Beitrag von runup »

:genau: stimmt, in den 70ger jahrelang 1750 GTV Bertone gefahren :top:
und der rest stimmt... genau.
mfg
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Fuzzy
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Re: Fahrgestellnummer

#50

Beitrag von Fuzzy »

Zugegeben, der Alfa Doppelnocker ist ein richtig schöner Motor. Aber schöner Motor hin, schöner Motor her, außer einem Bertone Coupe reizen mich diese Autos 0,0.
Da ist der TR einfach aus anderem Holz geschnitzt und das ist auch gut so.
Und wenn man den Prüfstandslauf von Peter Kampmanns modifiziertem 6er bei der Halle 77 anschaut oder die verschieden Leistungsdaten von Jochem, dann ist es schon faszinierend was in dem Gussklumpen steckt ohne dass daraus eine Prinzessin wird, die läuft wie ein Sack Nüsse.
Im Video ist ein 944 zu sehen. Der Motor ist viiiiiel moderner, aber die Leistungsdaten im Vergleich zum 6er lächerlich.

Uuuuuuund wieder zurück zum Thema.
Die Infos die hier zusammen gekommen sind, ergeben bei den CKD-TRs ein eher konfuses Bild.
Wenn sich weitere CKD-Fahrer melden, kann sich das ja vielleicht noch ändern. Wenn nicht, dann bleibt das halt konfus.
Gruß,
Jörg
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Re: Fahrgestellnummer

#51

Beitrag von Freiburger »

Interessant wäre es, in den Produktionsunterlagen im Archiv in Gaydon zu prüfen, ob und wie die CKDs dort verzeichnet sind; auch, ob das ganze VIN-Serien sind oder wahllos rausgezogene Nummern.
Happy Motoring!

Christian

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Re: Fahrgestellnummer

#52

Beitrag von TR6-72 »


Grüße aus Westfalen
Dieter
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Re: Fahrgestellnummer

#53

Beitrag von Fuzzy »

Freiburger hat geschrieben: 08.03.2024, 09:55 Interessant wäre es, in den Produktionsunterlagen im Archiv in Gaydon zu prüfen, ob und wie die CKDs dort verzeichnet sind; auch, ob das ganze VIN-Serien sind oder wahllos rausgezogene Nummern.
Ja, sowas wäre schon recht interessant.
Gruß,
Jörg
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Re: Fahrgestellnummer

#54

Beitrag von Fuzzy »

TR6-72 hat geschrieben: 08.03.2024, 10:54 Ein älterer Thread dazu
viewtopic.php?t=14928&hilit=ckd+seriennummer
Ja, da hab ich auch schon was geschrieben.

Aber zum Thema "P" am Ende der Fgst.NR / VIN, das hat meines Erachtens nichts mit dem Overdrive zu tun.
Das P wurde wurde wohl schon bei den 4A CKDs mitgegeben. Und da gab es auch noch das "O" für Overdrive. Also CT xxxx LPO
So wie es aussieht wurde das "P" bei allen CP CKDs weiter verwendet. Aber das "O" ist entfallen. Warum auch immer. Ab CP also immer
1CP xxxx LP. Ob mit OD oder ohne.
Die Literatur sagt, dass das OD erst später innerhalb der CR-Modellreihe zur Serienausstattung gehörte.
Gruß,
Jörg
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Re: Fahrgestellnummer

#55

Beitrag von BWeiss »

Hallo zusammen,

vielleicht abschließend noch folgendes zum Thema:

ab 10.07.1973 galt für die Zulassung der Fahrzeuge die ABE Nr. 8830, Inhaber die Fa. A.Brüggemann, Düsseldorf.
Dort steht bezüglich der FIN, wie in #21 schon gesagt, "Querträger vorne rechts, oben".

Vor dem 10.07.1973 galt für die Zulassung der Fahrzeuge der VdTÜV-Musterbericht Nr. 153 vom 11.09.1969, Inhaber die Fa. W.Hagen, Krefeld.
Dort steht bezüglich der FIN "Längsträger vorne rechts" .

Beide Dokumente sind digitalisiert und können uU bei den Prüfstellen eingesehen werden, wobei die Herstellerangabe in der ABE British-Leyland
und im Musterbericht Standart-Triumph lautet.

Gruß BWeiss
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Re: Fahrgestellnummer

#56

Beitrag von Fuzzy »

Nochmal,
klasse Info 😉

Aber ich habe hier 2 CR TR6, Modelljahr 73, einer Baujahr 72, einer 73.
Müssten beide EZ nach dem 10.07.73 sein.
Ergebnis: Kein einheitliches Bild bzgl. Position der eingeschlagenen VIN
Keine Ahnung warum?
Entweder wurde es wachsweich beschrieben und/oder gehandhabt und/oder kontrolliert.
Gruß,
Jörg
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Fuzzy
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Re: Fahrgestellnummer

#57

Beitrag von Fuzzy »

Freiburger hat geschrieben: 08.03.2024, 09:55 Interessant wäre es, in den Produktionsunterlagen im Archiv in Gaydon zu prüfen, ob und wie die CKDs dort verzeichnet sind; auch, ob das ganze VIN-Serien sind oder wahllos rausgezogene Nummern.
Ja, mehr Infos zu den CKDs würde mich auch interessieren.
Die Infos in den Büchern sind auf jeden Fall nicht ganz korrekt.
Zumindest gibt es deutlich mehr CKDs und somit sind die Nummern nicht vollständig. Wenn mich nicht alles täuscht wurden Großteil des europäischen Markts mit CKDs bedient.
Außerdem wäre interessant wohin genau die CKDs ausgeliefert wurden und wie viel wohin?
- Deutschland
- Frankreich
- Niederlande
- Belgien
- Italien
- ....
Und warum es wohl auch Ausnahmen gab?
Ich meine die Schweizer Autos kamen direkt aus England.
Vielleicht hat das mit den damaligen Zollbestimmungen zu tun.

Es gab wohl auch spezieller Auslieferungen:
- Europäische Ausführung, aber nicht genau bestimmt für
>>> US Diplomatischer Dienst
>>> US Militärangehörige
Diese Fahrzeuge sind wohl zum Teil in die USA gegangen und zum Teil hier in Europa verzollt und verkauft worden. Spätestens ab dem TR5 dürfte die Einführung in die USA, zumindest in manchen Bundesstaaten wegen den Abgasbestimmungen schwierig gewesen sein. D.h. ab dem 5er wurden wohl deutlich mehr dieser Fahrzeuge wieder in Europa als Gebrauchtwagen verkauft.

Auch wenn dann auf der Geburtsurkunde Infos zur Originalfarbe, Ausstattung, ..... fehlen, sind diese Infos meistens im Archiv vorhanden.
Gruß,
Jörg
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Re: Fahrgestellnummer

#58

Beitrag von noname »

Hallo Joerg,

Toller Beitrag und schoen das dieses Thema aufgegriffen wurde.

Als gluecklicher CKD Besitzer will ich gerne meinen Senf dazu beitragen. Allerdings habe ich bis vor ein paar Monaten gar nicht gewusst das ich einen Belgischen Triumph habe, und dazu noch einen wahrscheinlich ziemlich speziellen...

An der Spanischen Mittelmeerkueste wohnend treibe ich meinen TR6 mit Wonne durch Kuestenregionen und die nahe gelegenen Berge. Vor einiger Zeit hatte ich mit dem Nationalen TR-Club Kontakt und die wiederum haben zu dem CKD Thema einen ziemlich umfassenden Bericht verfasst den ich euch gerne weiterleiten moechte.
Online uebersetzt da der Originale Text auf Spanisch geschrieben wurde, die Bilder dazu wurde leider nicht mit kopiert, kann man sich aber unter dem nachstehenden Link anschauen.

So long mit einem Gruss von der Kueste,
Frank

https://www.trclub-spain.com/historicos/los-tr-ckd/


Anfang HISTORISCHDIE TR CKD

Von Álvaro Toledo

Im Laufe der Zeit stellte Triumph Einheiten in Form von Bausätzen her, die als CKDs ("Completely Knock Down") bezeichnet wurden und zur Montage an Werke in Übersee geschickt wurden. Je nach Montageland wurde jeder Fabrik eine bestimmte Nummer zugewiesen, die als Präfix auf dem Typenschild ihrer Seriennummer erscheint: 1 für Belgien, 2 für Australien, 3 für Neuseeland, 4 für Südafrika, 5 für Malta, 6 für Indien, 7 für Irland, 8 für die Philippinen, 9 für Peru, 10 für Portugal und 11 für Israel.

Wir werden uns hier nur mit dem Werk Mechelen in Belgien befassen, das das wichtigste Montagewerk von Standard-Triumph im Ausland war.

1960 stellten die Mitgliedstaaten der EWG die Erhebung von Zöllen auf den Handel zwischen ihnen ein. Das Vereinigte Königreich beantragte 1961 den Beitritt zur EWG, tat dies aber erst 1973. In dieser Zeit mussten britische Unternehmen Strategien entwickeln, die es ihnen ermöglichten, Zölle auf ihre Produkte zu vermeiden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die belgische Tochtergesellschaft des Unternehmens, Standard Triumph S.A., die seit 1958 tätig war und für die Vermarktung aller Produkte der Marke im Benelux-Raum (Belgien-Niederlande-Luxemburg) verantwortlich war, kaufte ein 56.656 m2 großes Grundstück in Mechelen und investierte 250.000 Pfund in den Bau eines Werks, das am 4. Oktober 1960 eröffnet wurde. Die strategische Lage von Mechelen, nur 30 Kilometer von Brüssel entfernt und direkt mit der Bahn nach Antwerpen verbunden, war aus logistischer Sicht ideal.

Die Art und Weise, wie mit den CKDs gearbeitet wurde, war wie folgt: Die mechanischen Komponenten wurden zusammen mit den Karosserien von Canley aus auf Paletten zu 12 Einheiten geliefert. Die Karosserien, die nur grundiert und ohne Karosserienummernschilder waren, wurden lackiert und mit Mechelen verklebt. Es wurden nur einheimische Arbeitskräfte eingesetzt, so dass Fahrzeuge, die nach diesem Verfahren vollständig fertiggestellt wurden, als in Belgien hergestellt galten und in die EG-Länder verschifft werden konnten, ohne Zölle zu zahlen.

Die Produktion im Werk konzentrierte sich zunächst auf die verschiedenen Varianten des Triumph Herald und TR3, die in Belgien sehr beliebt waren, und wurde später auf die übrigen Modelle ausgeweitet.

Im Fall des TR5 CKD haben wir genauere Daten: Von den 2.947 hergestellten Einheiten waren 1.248 "Completely Knock Down". Es gibt keine Beweise dafür, dass TR5 CKD ursprünglich in Spanien versandt wurde, obwohl mehrere später in unserem Land angekommen sind.

Die Seriennummern oder Provisionsnummern von TR5-CKDs unterscheiden sich dadurch, dass sie das Präfix "1" vor dem Paar der üblichen Präfixe (CP) und ein Suffix "P" nach dem üblichen Suffix L in der Form 1CPXXXXLP haben.

Im Falle des TR6PI wurden 3.600 Einheiten in Form von CKDs hergestellt (23 % der Gesamtproduktion von TR6PI). Wie beim TR5 wurden sie alle in Mechelen montiert.

Die Seriennummern der TR6 CKDs unterscheiden sich durch das Präfix "1" (in den Einheiten von 1970 haben wir festgestellt, dass es durch ein "I" ersetzt wurde), das dem üblichen Präfixpaar vorangestellt ist, und durch ein Suffix "P" nach dem üblichen Suffix "L". Bei Fahrzeugen der CP-Serie sieht es aus wie 1CPXXXXLP. Das "P" verschwand ab 1972 aus den Kommissionsnummern der CR-Serie und blieb bei der Form: 1CRXXXL.





Eine Reihe von Motoren und Getrieben, die neu von Canley nach Mechelen gekommen sind (Foto mit freundlicher Genehmigung von Bengt Nylen, TR Club Schweden)



Darüber hinaus können alle TR5- und 6PI-CKENDs identifiziert werden, indem die Kommissionsnummer an einer bestimmten Stelle des Fahrgestells ausgestanzt wird, um den Vorschriften einiger Bestimmungsländer zu entsprechen. Farbcodes wurden nicht wie bei Canley üblich auf die Nummernschilder gestempelt.

Die Aufzeichnungen dieser Fahrzeuge sind recht unvollständig, wenn es um ihre Spezifikationen geht. Wenn Sie die Originalrechnung nicht haben, ist es sehr schwierig, sicher zu sein, ob das Auto ursprünglich mit Overdrive ausgestattet war (bei diesen Einheiten fehlt das Suffix "O" in der Kommissionsnummer). Auch in den Archiven des BMIHT (British Motor Industry Heritage Trust) gibt es keine Informationen über das Herstellungsdatum, nur das Datum der Abreise aus England ist in Form von "Kits" erhalten.







Original-Kaufrechnung für einen TR6PI CKD (Bild oben), der 1971 bei einem British Leyland-Händler in Straßburg verkauft wurde. Es zeigt an, dass es sich um ein Aggregat mit Overdrive handelt, das in Valencia-Blau (inoffizielle Farbe für den TR6) lackiert ist. Anscheinend war es möglich, auf Anfrage ein fertiges Auto in jeder Farbe aus dem Triumph-Katalog zu erwerben, sofern es verfügbar war. (Fotos mit freundlicher Genehmigung von Derek Graham, TR Register UK)



Es gibt ein Dokument in Form einer Liste mit dem Titel "The Belgium Custom Ledgers", in dem die Kommissionsnummern, Motornummern und Bestimmungsorte der 3.600 in Mechelen montierten TR6PI aufgeführt sind. Dank dieses Dokuments kennen wir den Bestimmungsort und die Motornummer jedes der in Mechelen hergestellten TR6PIs. Ebenso wissen wir, dass das Hauptziel dieser CNE Deutschland, Italien, Belgien und Holland war. Überraschenderweise stellten wir fest, dass mindestens 15 Exemplare in die Vereinigten Staaten exportiert wurden (trotz der dortigen Vermarktungsbeschränkungen) und als kuriose Tatsache können wir feststellen, dass ausnahmsweise einzelne Einheiten in Angola, Kongo und Marokko ankamen. Es wurden keine TR6 CKDs in die Commonwealth-Länder exportiert.

Was Spanien anbelangt, so haben wir trotz der Tatsache, daß Spanien damals nicht der EWG angehörte, Beweise dafür, daß 7 Einheiten von TR6 CKDs ursprünglich in unserem Land versandt wurden; sind:

1CP-25004-LP (tercer TR6 PI por commission number)
1CP-25118-LP
1CP-50049-LP
1CP-50053-LP
1CP-52049-LP
1CP-75609-LP
1CR-316-L


Werk Mechelen (Foto mit freundlicher Genehmigung von Bengt Nylen, TR Club Schweden)
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Re: Fahrgestellnummer

#59

Beitrag von TR6-72 »

Hallo Frank,

sehr aufschlussreich. Super.

Es heißt
"Es gibt ein Dokument in Form einer Liste mit dem Titel "The Belgium Custom Ledgers", in dem die Kommissionsnummern, Motornummern und Bestimmungsorte der 3.600 in Mechelen montierten TR6PI aufgeführt sind. Dank dieses Dokuments kennen wir den Bestimmungsort und die Motornummer jedes der in Mechelen hergestellten TR6PIs."

Hast du Zugriff auf diese Liste bzw. kannst du den Kontakt herstellen?

Grüße aus Westfalen
Dieter
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Re: Fahrgestellnummer

#60

Beitrag von Fuzzy »

TR6-72 hat geschrieben: 23.03.2024, 22:28
Hast du Zugriff auf diese Liste bzw. kannst du den Kontakt herstellen?
Interessante Frage, das würde mich auch interessieren
noname hat geschrieben: 23.03.2024, 21:15 Hallo Joerg,

Toller Beitrag und schoen das dieses Thema aufgegriffen wurde.

Als gluecklicher CKD Besitzer will ich gerne meinen Senf dazu beitragen. Allerdings habe ich bis vor ein paar Monaten gar nicht gewusst das ich einen Belgischen Triumph habe, und dazu noch einen wahrscheinlich ziemlich speziellen...

An der Spanischen Mittelmeerkueste wohnend treibe ich meinen TR6 mit Wonne durch Kuestenregionen und die nahe gelegenen Berge. Vor einiger Zeit hatte ich mit dem Nationalen TR-Club Kontakt und die wiederum haben zu dem CKD Thema einen ziemlich umfassenden Bericht verfasst den ich euch gerne weiterleiten moechte.
Online uebersetzt da der Originale Text auf Spanisch geschrieben wurde, die Bilder dazu wurde leider nicht mit kopiert, kann man sich aber unter dem nachstehenden Link anschauen.

So long mit einem Gruss von der Kueste,
Frank

https://www.trclub-spain.com/historicos/los-tr-ckd/
Danke, aber das kann ich nur genau so zurück geben.
Klasse Beitrag, tiptop 👍😎
Gruß,
Jörg
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