Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

SU, SZ oder Tuningvergaser, Kraftstoffversorgung, Luftfilter, Bedüsung, Saugrohr, Gasgestänge...

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Liberolix
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Re: Startverhalten - nur nach längerer Standzeit schlecht

#76

Beitrag von Liberolix »

Gyula hat geschrieben: 14.03.2026, 23:02 ...........
......welchen Zusammenhang siehst zwischen Nadel und schlechtem Startverhalten nach langer Standzeit?
........
naja, wenn Du so fragst - was kann sich da schon verändert haben?
Nein, die Nadeln natürlich nicht...... hatte gedacht, Du hast generell zu wenig Sprit beim Startvorgang vermutet.
Bedeutet demnach dein Startverhalten ist ansonsten super, auch wenn er richtig abgekühlt ist - so nach 1-2 Tagen Stillstand?

Dann gibt es nur noch den einen Grund: Sprit ist verdunstet oder ausgelaufen.
Dadurch SchwKammerLevel abgesunken und BPumpe muss erstmal die Kammern wieder auffüllen (lange orgeln).

Aus diesem Grunde puste ich bei derartigen Problemen erstmal in die HauptDüsen.
Wenn ich vorher den BenzinStand nicht sehe, aber dadurch Bewegung kommt, ist er grob OK - zumindest nicht zu niedrig. Das ist auch nach langer Standzeit ein kurzer Check, ob irgendwo was flöten geht. Wenn sich aber nichts bewegt - nachpumpen und nochmal pusten - ansonsten floatlevel korrigieren.

Hannes

P.S.
bei den Nadelprofilen stell ich lieber die freiwerdende Kreisfläche in der Düse dar - die ist ja stellvertretend für die ansteigende Spritmenge.

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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#77

Beitrag von Gyula »

Hi!

Hannes, ich denke, du hast nicht den ganzen Tread gelesen, aber gut…
Die Kammern sind gemäß Schwimmerstand voll, da ich auf der mechanischen Benzinpumpe einen Handhebel habe, womit du die Kammern füllen kannst.
Dass du die Fläche bei den Nadeln heranziehst ist ok. Ich habe immer den Durchmesser genommen, So kann ich diesen beim Schleife direkt ohne Umrechnen zur Beurteilung.

Aber ich suche weiter….

Gyula
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Startverhalten gut - aber nach längerer Standzeit mies -

#78

Beitrag von Liberolix »

Gyula hat geschrieben: 02.11.2025, 18:48 .......
.........sehr lange gebraucht bis Treibstoff durch die Düsen nach oben gelangte. ..............
......
moin Gyula,

hatte den thread schon mal gelesen, aber nicht mehr alles komplett parat....
Jetzt hab ich aber für Dich alles nochmal durchgesehen - irgendwie hattest Du es doch schon..... mM


Vermute Dein Spritpegel sinkt mit der Zeit ab und in der Düse steht das Niveau täglich etwas tiefer (s.o. PusteTest). Irgendwann steht er so tief, dass der Venturieffekt nicht mehr ausreicht um genug Sprit "mitzureißen". Der Anlasser orgelt dann erstmal ins Leere nur um die Kammern aufzufüllen ("Bremsenreiniger bringt sofort Erfolg" spricht dafür). Warum allerdings per Hand nachpumpen bei Dir nichts gebracht hat ? (Funktion BPumpe prüfen+undicht?) Der Handhebel an der BP ist normalerweise hilfreich und reicht vollkommen aus. Man spürt beim Pumpen den GegenDruck - aber nur solange noch Luft in den Leitungen ist. Wenn Kammer+Leitung voll sind, spürt man keinen Widerstand mehr und pumpt fühlbar ins Leere. Wer also nach langer Standzeit ein paar Hübe Druck spürt, weiß das entsprechend Sprit verloren ging und das eine Undichtigkeit vorliegt.

"Startverhalten normal gut - aber nach langer Standzeit mies" kennen auch andere HS-Vergaser-Fahrer (typisches Phänomen bei Undichtigkeit).
Oft liegt es an minimalem Spritaustritt z.B. unten an Schwimmerkammer oder Düsenstock. Der bleibt oft unbemerkt, weil kein Tropfen in Sicht und es wird eben nur leicht feucht - verdunstet auch wieder. Es riecht nur ein bisschen - eigentlich "kaum" und man denkt sich "ist normal und nicht der Rede wert". Empfehle das mal genauer unter die Lupe zu nehmen (zum Test mit Frischhaltefolie umwickeln).

Hannes

P.S. zu Nadelprofilen:
zum Bearbeiten+Kontrollieren kann ich deine Darstellung mit Durchmesser gut nachvollziehen.
Habs da lieber metrisch - später dazu mehr....

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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#79

Beitrag von Gyula »

Hi

Hannes, danke für den Gedankenaustausch!
Pumpenfunktion perfekt beschrieben….
Ich habe gestern folgendes gemacht:
Alles Benzin aus den Schwimmerkammern entfernt und mit der Handpumpe frisch befüllt.
Spritpegel in der Düse ermittelt. Er steht auf 3 +/- 0,5 mm unter der Brücke. Dann habe ich die Anschlüsse der Kurbelgehäuse - Entlüftung (KGE) und die Schwimmerkammerentlüftung verschlossen. Jetzt sollte sich das Benzin aus den Kammern nicht mehr verflüchtigen.
Die Überlegung ist, dass sich wesentliche Bestandteile des Benzins verflüchtigen. Übrig bleibt dann eine Plörre, die wenig zündwillig ist. Da nützt auch nicht, wenn ich die Schwimmerkammern auffülle, weil sich der „sclechte“ Sprit noch immer in der Düse und in der Kammer befinden….
Jetzt muss ich natürlich wieder warten. Am nächsten Wochenende sehen wir dann, ob Benzin im Schwimmer fehlt. Wenn nicht, dann nächster Startversuch.
Wenn was fehlt, muss ich mich der Verbindung zwischen Kammer und Düsenstock widmen….. Aber dann müssten beide Vergaser betroffen sein……
Ich setze auf die Entlüftungen der Schwimmerkammern. Ist dies der Fall, schalte ich ein elektrisches Ventil an die Kammerentlüftungen umd sperre sie bei Zündung aus. Die KGE könnte ich auch von den Vergasern wegnehmen und an die K&N anschließen.

Gyula
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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#80

Beitrag von JochemsTR »

Hallo Gyula, wenn dein Theorie stimmt, dann hätte alle Vergaser (ZS Stromberg) ähnliche Probleme?
Ich kann mir jedenfalls bei mir nichts davon erinnern.
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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#81

Beitrag von Gyula »

Hi!

Jochem, der ZS ist ganz anders aufgebaut. Der hat die Schwimmerkammer unter der Düse, aber ich bin nicht firm mit den ZS. Hat der nicht auch irgend einen Bypass? Ich habe auch keine Ahnung, wie dort die Entlüftung funktioniert. Sind die Kammern nach 2 Wochen ziemlich leer?
Aber ja, jedenfalls eine wichtige Meldung, danke!
Eine 280 Grad Kent TH 5-6 und zwei ZS? Nach 2 Wochen springt es wie gut an?

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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#82

Beitrag von JochemsTR »

Nach einer Woche 10 Sek., nach 3-4 Wochen 3x 20 Sek. Orgeln.
Dieses Verhalten habe ich nie gehabt.
Ich hatte aber immer einen elektr. B-pumpe. Ich bin nicht der Meinung das „Plörre“ übrig bleibt. Und wenn der B-Pumpe paar Sekunden läuft, dann sind die Kammer wieder voll.
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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#83

Beitrag von wie »

Hallo zusammen,

Solange ich die SUs bei mir montiert hatte, hatte ich das gleiche Problem. V.a. nach der Winterpause musste ich ewig orgeln, bis er angesprungen ist. Ich hatte es immer auf leer gelaufene Schwimmerkammern zurück geführt in Verbindung mit der mechanischen BePu, die nur fördert wenn der Motor dreht (den Handhebel hatte ich nicht). Auch wenn ich das nie verifizieren konnte, ist das Problem jetzt mit Weber und elektrischer BePu komplett weg.

Grüße
Achim
Gyula
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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#84

Beitrag von Gyula »

Hi!

Achim, hattest du HS6?

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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#85

Beitrag von wie »

Ja, hatte ich

Grüße
Achim
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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#86

Beitrag von Liberolix »

wie hat geschrieben: 16.03.2026, 20:58 .....solange ich SUs ..... montiert hatte...... gleiche Probleme. .........musste ewig orgeln....
....... leer gelaufene Schwimmerkammern ...... mech. BePu (Handhebel hatte ich nicht)

...........mit Weber .....elek. BePu .............Problem komplett weg
..........
@Achim + @Jochem
danke :top: - das passt doch

@Gyula,
es liegt nicht an deiner scharfen Nocke - glaube Du verrennst dich
und es ist viel einfacher.😉

hier sieh mal die Übergänge der Düsenstöcke - Gummis und Kunststoff an Metall....
SU-HS6-Düsenstock(Bastuck26eu)_01.jpg
unbemerkt entweichen kleinste Mengen - teste mal mit Frischhaltefolie o.ä.
Einfach damit Vergaser untenrum einwickeln und 2-3Tage abwarten
- evt. sieht man dann schon Tropfen oder müsste ordentlich stinken beim auspacken.


Hannes
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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#87

Beitrag von Gyula »

Hi!

Jochem, hast du eine Idee, wo ich noch an setzen könnte?
Dieses Verhalten kenne ich seit ich mich erinnern kann. Seither wurde der Motor komplett revidiert. Ich meine von A bis Z…
Das Problem ist vor und nach der Revision identisch…..

Achim, hast du seinerzeit nach dem Fehler gesucht? Was ist deine Meinung?

Hannes, ich werde die Vergaser entsprechend deines Vorschlags unten herum mit Alu einpacken. Wenn die Schwimmerkammern leer laufen und ich sie vor dem Start auffülle, warum muss ich dann deiner Meinung nach, so lange orgeln? Was geht da vor sich?

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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#88

Beitrag von wie »

Hi Gyula,

ich kann leider nicht wirklich mit einem fundierten Lösungsansatz helfen, da ich die Problematik irgendwann als gegeben hingenommen habe und auch die Ursache nicht wirklich ergündet hatte.

Spontan fallen mir nur zwei Lösunsansätze ein:
1. sämtliche benzinführenden Leitungen, die eine Verschraubung haben, zusätzlich mit Anaerob-Gewindedichtung versehen.
2. zumindest zum Test eine elektrische BePu einbauen, die fördert sobald man den Zündschlüssel dreht.

Dabei fällt mir nochwas ein. Bei der Umrüstung von SU auf Weber mit der elektrischen BeBu habe ich auch die Spritzufuhr neu gemacht. Ich habe ab der BePu nur noch hardlines und Stahlflexschäuche mit Teflonseele und Dash-Verschraubungen verwendet, keinerlei Gummi mehr. Vielleicht spielt das ja auch eine Rolle.

Viel Erfolg und Grüße

Achim
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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#89

Beitrag von Triumphator »

…der Sprit in den Schwimmerkammern könnte sich auch bei längerer Standzeit und vor allem durch die Hitze des Auspuffkrümmers verflüchtigen…
Unter der Motorhaube ist ja ordentlich warm…

Grüße

Wolfgang
Triumph ist wenn man trotzdem lacht...
…wer Tippfehler findet, darf sie behalten…
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Re: Startverhalten nach längerer Standzeit schlecht

#90

Beitrag von wie »

Hi Wolfgang,

Ja, das ist sicher richtig. Erklärt aber nicht, warum das Phänomen v.a. bei längerer Standzeit (ohne Abwärme) auftritt.

Viele Grüße in die Nachbarschaft
Achim
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