dickere Zylinderkopfdichtung  ***

Zylinderkopf, Nockenwelle, Ventile, Kipphebel, Motorblock, Pleuel, Kolben, Kurbelwelle, Auspuff, Krümmer...
Schnippel
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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#16

Beitrag von Schnippel » 11.09.2018, 17:28

halfdoublesix hat geschrieben:
09.09.2018, 18:19
Hallo TR-Freunde,
ich habe meinen Spitfire mit GT6-Motor eingetragen und zugelassrn bekommen.
Beim Zusammenbau des Motors habe ich leider nicht auf die Höhe des Zylinderkopfes geachtet. Nun kann ich den Motor nicht mal mit Superplus betreiben. Die Zündung habe ich auf 4° vor OT gestellt. Damit kann ich mit äusserst zartem Gasfuss gerade so mal fahren. Shell V-Power geht gerade so.
Den Zylinderkopf will ich eigentlich nicht wegwerfen. Darum frage ich die Spezialisten, ob es einen Anbieter für dickere Kopfdichtungen für die 2-Ltr und 2,5 Ltr Triumph-Motoren gibt?
Ich hoffe auf Antworten, die mir weiterhelfen.20180314_114857_1 red.jpg
Einen schönen Restsonntag noch.
Gruß
Halfdoublesix n
Hallo Georg
rein von den Kompressions-Werten , sollte das überhaupt kein Problem darstellen.
12 bar ist ca 1:8,3 9,5:1 ergibt ca 13,7 bar.
Schon mal die Steuerzeiten kontrolliert ?

Bis denn
Ralf
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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#17

Beitrag von Fuzzy » 11.09.2018, 20:25

Hallo,
das hört sich doch motorseitig nicht ganz verkehrt an.
Druck um 12bar, das Verdichtungsverhältnis ist ja dann wahrscheinlich nicht zu hoch.

Bei der Zündung habe ich nicht alles zur Hand. Vielleicht kann da jemand unterstützen.
GT6 vermutlich MK2 Verstellung max. 19Grd. + statisch.???
Aber wenn du Huppelkolben hast, dann ist es ja ein MK3-Motor. Bei den Europamodellen müsste die Vedichtung auch original bei über 9:1 liegen.

Vergleich: TR CP PI 9,5:1, Verstellung max. 16Grd. + statisch 11Grd. =max. 27Grd.
Die späten Vergaser, 7,5:1 gehen dagegen auf über 35Grd.

Und klar die verbaute Nockenwelle spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle.

Wenn dein Verteiler jetzt zum Beispiel ein Modell aus dem späten TR6-Vergaser oder einem niedrig verdichteten US-GT6 wäre, dann liegst du in der Gesamtverstellung deutlich zu hoch.

Bitte prüfe auch mal ob du eine früh oder spät herstellende Unterdruckdose hast.

Um sicher zu gehen erst mal abklemmen und den Abgang am Vergaser verschließen.
Zündzeitpunkt im Standgas abblitzen und im Stand auf ca. 4500 U/min hochdrehen. Wenn der Verteiler dann auf über 30Grd. verstellt, dann würde ich sagen, dass da etwas nicht zusammenpasst.

Sollten zusätzlich die Federn ausgeleiert sein, dann hast du möglicher Weise einen zu großen Verstellbereich, der dann auch noch viel zu früh verstellt.


Nur mal ein Beispiel was mir passiert ist.
Verteiler mit Spätverstellung mit angeschlossener Dose auf statisch 12Grd. eingestellt. :kopfklatsch >>>Idiot :boese:
Ergebnis: Schon bei leichtem Gas geben reagiert die Dose und verstellt ca. 15Grd Richtung früh.
Dann komm die Fliehkraftverstellung mit über 20Grd. und schwupp sind mal eben 47Grd beieinander.

Teillast sicherlich ein kleineres Problem, aber unter Last...... 8-O

Zum Glück ist der Motor nur 7,5:1 verdichtet und geklingelt hat er tatsächlich nicht, aber die Leistung ließ zu wünschen übrig.
Hoch verdichtet sicherlich nicht prickelnd und wenn es dumm läuft, dann geht da auch mal was hinüber. :wave:

Viel Glück bei der Fehlersuche und lass uns bitte wissen was geholfen hat.

Gruß,
Jörg

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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#18

Beitrag von gelpont19 » 12.09.2018, 07:59

...so weit ich´s noch in der Birne hab, stellen die GT6 Fahrer vom CT die 2ltr. auf 6°vor OT. Weiss aber nicht mehr, welcher Verteiler...
Versuch mal, ob er damit besser läuft... Verdichtung find ich nicht zu hoch. Evt. macht aber ne NW mit grösserer Überschneidung weniger Verdichtung aber mehr Agilität.
Die fahren auf der Insel alle möglichen NW, von denen ich hier noch nie was gehört habe...zum Experimentieren würde ich (wie Jörg schon schrieb) die evt. vorhandene Dose abklemmen.

win
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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#19

Beitrag von yxc » 12.09.2018, 08:08

..nochmals zu der Tabelle:

der theoretisch messbare Spitzendruck bei der Kompressionsmessung ist abhängig von Verdichtungsverhältnis, Motortemperatur, Ansauglufttemperatur und Thermodynamik(adiabatische Zustandsänderung) beim Verdichtungsvorgang.

Das wird in der Motometer Tabelle angegeben, es ist davon auszugehen, dass diese stimmt.

Dem wirken nun Verluste des realen Objekts entgegen: Ventile undicht, Blow by, Motor nicht betriebswarm.

Fazit: je näher der quantitativ gemessene Wert sich unterhalb des theoretisch Möglichen befindet, umso besser ist der mechanische Zustand des Motors. Wird das Delta jedoch grösser, ist der Motor nicht so dolle...

VG
Jürgen

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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#20

Beitrag von gunku » 12.09.2018, 09:18

Hallo Georg,
wir haben hier in Stuttgarter Raum einen Triumph Stammtisch mit vielen Experten.
Schau mal in deine privaten Nachrichten hier im Forum.
Grüße auch aus Denkendorf Gunter

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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#21

Beitrag von Gyula » 12.09.2018, 10:09

Hi!

Ist der gemessene Kompressionsdruck nicht auch von der vom Starter realisierten Motordrehzahl und von der verwendeten Nockenwelle abhängig?

Gyula
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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#22

Beitrag von yxc » 12.09.2018, 15:39

...eher nicht, da durch die Schleppzeigervisualisierung einfach der spitzenwert(OT Ventilezu) aufgezeichnet wird. Langes rumleiern mit dem Anlasser trägt natürlich zusätzlich wärme ein...
Vg Juergen

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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#23

Beitrag von Gyula » 13.09.2018, 15:15

Hi!

Ich meine folgendes....
Je aggressiver unsere NW, desto größer die Ventilüberschneidung. Bei niedriger (Starter) Drehzahl ist dann wohl die Zylinderfüllung am geringsten. Demnach ist auch der erzielbare Kompressionsdruck eher mager.
Eine 240 er NW sollte also im Vergleich zu einer 280 er NW einen höheren Kompressionsdruck realisieren.
Natürlich bei sonst identischen Parametern.
Mit zunehmender Drehzahl sollte dann auch bei einer 280 er NW der Füllgrad steigen....

Bevor man darüber nachdenkt, welcher Kompressionsdruck welchem Verdichtumgsverhältnis entspricht ( MM nach ist das eher Glaskugellesen), sollte auch die NW mit einkalkuliert werden.
Bei neu gemachten Motoren wir aber schon eine Korrelation herstellbar sein.....

Vielleicht liege ich aber falsch.....

Liebe Grüße
Gyula
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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#24

Beitrag von halfdoublesix » 13.09.2018, 16:18

Hallo TR- Schrauber,
erstmal vielen Dank für eure interessanten Antworten.
Der Motor ist Ende 2014 renoviert worden: Zylinder neu gebohrt, Zylinderkopf neue Führungen und Ventile, Kurbelwelle nur Lager poliert.
Kolben und Ölpumpe mit allen Dichtungen und Lager (die nicht gepasst haben) sind von Rimmerbros. Die Kipphebel habe ich mit Bronce-Sinterbuchsen neu gemacht.
Mit Super+ und 6° stat. Vorzündung kann ich nicht fahren , der warme Motor dieselt auch stark nach, ich muss ihn abwürgen.Mit 4° unt Ultimate geht es gut. Er wird nicht zu heiss. Anzeige steht mittig bis Zeigerbreite nach rechts. Bei der Abgasprüfung habe ich ihn mit Ach und Krach von oben runter auf 4,5 % gebracht.
Er zieht im unteren Bereich mit Aral ultimate odre Shell V-Power ganz passabel, wird aber über 3000 zäh, will sagen, er will nicht freudig drehen. Somit fahre ich nie schneller als 120. Habe ein Overdrive-Getriebe drin.
Aus einem eurer Beiträge habe ich entnommen, das auch bei Frühzündung ohne Klingeln die Leistung einbrechen kann. Das ist mir neu und ich schraube schon über 50 Jahre an alle möglichen Motoren rum, ausser Sternmotoren.
Die Sache mit den Verstellkurven und -Daten muss ich wohl noch intensiver untersuchen.
Gruß
Georg aus Denkendorf

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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#25

Beitrag von RobertB » 13.09.2018, 17:56

Hallo Georg,

das klingt alles danach, dass du irgendwo ein mechanisches Einstellproblem hast.

Möglicherweise

- ist die Nockenwelle falsch justiert und die Ventile öffnen nicht zum richtigen Zeitpunkt
- ist der OT lt. Markierung Riemenscheibe nicht gleich dem mechanischen OT des 1. Kolbens, so dass die Zündung nicht korrekt justiert werden kann

Überprüfe mal beide Möglichkeiten, bevor weitere Maßnahmen vornimmst.

Gruß Robert

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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#26

Beitrag von yxc » 13.09.2018, 18:49

Hi Gyula
...es ist ein viertaktmotor...ventilüberschneidung zwischen 4.&1.takt...im verdichtungstakt(2.) sind alle Ventile zu...
Ichtige spülverluste gibt's beim zweitakter...


Vg Juergen

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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#27

Beitrag von Schnippel » 14.09.2018, 07:02

Hallo Georg,

prüfe den Zündzeitpunkt bei 3000 U/min, was kommt dann für ein Wert ? siehe # 17
Wann öffnet das Einlassventil ca. ?
Das kannst du leicht ermitteln, merkst du wenn du kein Ventilspiel mehr hast beim Langsamen drehen an der Riemenscheibe.
Wenn eine Maschine zu viel Frühzündung hat und das berüchtigte nahezu lautlose Klingeln/Knistern bei hohen Drehzahlen hat,bricht auch die Leistung ein.
Sie läuft dann wie gegen Gummi.
Das sollte dann allerdings bei über 40 Grad Frühzündung unter Last erfolgen.
Auf Dauer machst du dir dann leider die Maschine kaputt.

Bis denn
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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#28

Beitrag von halfdoublesix » 16.09.2018, 19:13

Hallo,
morgen werde ich folgendes überprüfen:
OT-Markierung,
Fliehkraftverstellung mit Drehzahlüberwachung,
Steuerzeiten( wenn ich den richtigen OT ermittelt habe)
Schönen Sonntagabend noch...
Georg aus Denkendorf

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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#29

Beitrag von RobertB » 16.09.2018, 19:36

Hallo Georg,

weißt du welche NW verbaut ist bzw. wie diese justiert sein soll? D.h. bei wieviel Grad KW liegt max. Hub Einlassnocke Zyl. 1 an?

Gruß Robert

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Re: dickere Zylinderkopfdichtung

#30

Beitrag von halfdoublesix » 16.09.2018, 19:46

Hallo Robert,
welche NW verbaut ist kann ich nicht sagen. Ich habe den Motor 2012 im Schrottzustand erworben und Jahreswechsel 14/15 neu aufgebaut. Eine scharfe NW scheint es nicht zu sein, da er aus tiefsten Drehzahlen kräftig zieht, wohl gemerkt mit V-Power oder Aral Ultimate.
Den Hub/GradKW werde ermitteln.
Gruß
Georg

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