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Simmering Stirndeckel

Verfasst: 05.09.2006, 19:09
von Wolfgang
Hallo TR-ler,
nachdem der überholte Motor nun eingebaut und warm gelaufen war,
freute ich mich darauf, mit meinem TR 6 doch noch einige Touren im Spätsommer machen zu können.
Dann der Schreck:Ölaustritt im Bereich der Keilriemenscheibe.
Also blieb nichts anderes übrig, vorne wieder alles raus.
Den Deckel und die Wellendichtung überprüft, dann die Dichtung mittig
zur KW ausgerichtet und wieder alles eingebaut.
Danach Probefahrt, toll, das erste mal in diesem Jahr - auf die Bühne -
oh Schreck - immer noch leichter Austritt an derselben Stelle. :?
Bevor jetzt wieder alles auseinander gerupft werden muss, würde mich Euere Meinung zu der Undichtigkeit interessieren.

Gruß, Wolfgang

Verfasst: 05.09.2006, 21:17
von Pioniergeister
Hallo,

habe zwischen Kurbelwelle und Buchse auch Dichtungsmasse aufgetragen.

Gruß
Alois

Verfasst: 05.09.2006, 23:29
von Wolfgang
Hallo Harry,
ich hatte zwischendurch schon fast die Lust an meinem TR 6 verloren,
aber nur fast.
Ich habe nun wieder Hoffnung, dass diese endlos erscheinende Geschichte
bald zu Ende ist, immerhin ist die Probefahrt, bis auf die Ölsache gut verlaufen.
Du meinst die Buchse, die vor den Ölschleuderring drückt, die man vorsichtig über die KW und den Simmering im Deckel schiebt.
Die Abstandsbuchse also rausziehen und außen mit dem Haarlíneal
auf einlaufspuren Prüfen, evtl. dann in Langel ne neue holen.
Werde ich machen.

Hallo Alois,
wenn zwischen KW und Buchse eine "Wurfpassung" ist oder auch
überhaupt könnte dort möglicheweise Öl in kleinen Mengen aus-
treten. Mit der Dichtmasse ist eine Idee, welche hast Du denn verwendet?

Euch beiden, vielen Dank für die Anregungen.


Gruß, Wolfgang

Verfasst: 06.09.2006, 08:05
von mn-nl
@Wolfgang:

Den Tip von Alois ist eine moegliche Ursache;

Als nummer Zwei: Falls in die KW eine kleine 'Rinne' eingelaufen ist wo der Simmering lauft, dan ist das eine garantierte undichte Stelle.
Erheben geht auf verschieden Arte;
- KW polieren, erst mit sehr feines Schleifpapier, dann Stahlwolle;
- Den Simmering so einbauen das sie auf eine 'frische' Stelle der KW lauft;
- es gibt auch Simmeringe mit 2 Lippen: damit hast du von selbst eine 'frische' Lauf-stelle;
- es existiert so was wie 'Speedi sleeve', eine sehr duenne Metalmaschette die zum ausbessern einer kaputte Laufflaeche gedacht ist. Hab selber keine Erfahrung mit so 'ne Reparatur, die erste moeglichkeiten klappen eigentlich immer in diese Faelle.

Viel erfolg,

Marc

Verfasst: 06.09.2006, 14:49
von Wolfgang
Hallo Marc,
der Simmering läuft nicht direkt auf der KW, sondern auf dem Außen-
durchmesser der besagten Abstandsbuchse und die ist im Handel
erhältlich. Ich werde jetzt erst einmal die schönen Tage zum fahren nutzen
und nach Saisonende mich der Sache nochmal annehmen.

Gruß, Wolfgang

Verfasst: 06.09.2006, 15:50
von mn-nl
Du hast recht Wolfgang. Ist ein weilchen her das ich mein Motor zusammengesteckt habe. Du kannst das Teil sogar umdrehen vielleicht? Zwecks oben beschriebenen Resultat?

Gruesse, Marc

Verfasst: 06.09.2006, 18:50
von DietmarA
@ Wolfgang,
bei meiner Motorrevision wollte ich es natürlich gut machen und habe die Buchse und den Simmerring erneuert. Erst der dritte Simmerring und eine gute Buchse aus einem gebrauchten Motor haben Abhilfe geschaffen.
Die 3 Simmerringe waren alle etwas unterschiedlich.
Ich glaube aber dass ich die Dichtlippen beim Aufschieben des Stirndeckels auf die Buchse schon beschädigt habe. Das ist ja schließlich ein Gefummel.
Beim letzten Mal habe ich dann erst die Buchse in den Stirndeckel / Simmerring gefädelt und dann erst alles gemeinsam auf die KW drauf geschafft. Seit 2 Jahren ist jetzt Ruhe.

Wenn mich die Erinnerung nicht täuscht wird der Spalt zwischen KW und Buchse von aussen durch die vorgeschraubte Riemenscheibe abgedichtet. Ich denke nicht dass sich da Öl raus schaffen kann. Es hat ja schließlich keinen Druck dort.

Verfasst: 06.09.2006, 19:07
von Eckhard
es gibt Simmeringe die für eine bestimmte Laufrichtung konzipiert sind.
Auf der Innenseite sind kleine Erhöhungen oder Stege die das Öl wieder nach innen befördern sollen. Voraussetzung für eine gute Dichtigkeit ist aber auch hier eine einwandfreie passgenaue Welle.
Wo man diese Ringe in Zollabmessungen bekommt weiß ich nicht, aber ich denke bestimmt in den USA

Eckhard

Anmerkung Einbau Simmering, Beschädigung beim Einbau

Verfasst: 13.09.2006, 10:52
von Rentner2011
Hallo Leute,

ich will den Simmering im nächsten Winter auch tauschen, und habe mir das mal im Werkstatthandbuch angesehen. Man soll erst den Deckel aufsetzen, und dann erst die Buchse von vorne auf die Welle in den Simmering schieben! Damit ist die Gefahr, das Teil zu beschädigen gleich Null!

Ich möchte jedem Selbstschrauber den Rat geben, sich das Werkstatthandbuch zu besorgen (gibt es in deutsch, ca. 40.- Euronen). Wenn man sich dann vor der Tat mit dem Thema beschäftigt, hilft mir das jedenfalls immer sehr und man vermeidet Fehler und doppelte Arbeit.

Viele Grüße aus dem Norden
Peter

Verfasst: 16.09.2006, 07:43
von Schnippel
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Verfasst: 17.09.2006, 13:50
von Wolfgang
Hallo zusammen ,
bin nun schon ca. 200 KM gefahren und habe den Eindruck, dass auf meine untergelegte Folie weniger Öl getropft ist gegenüber den ersten Ausfahrten. Kann es sein, dass sich die Dichtlippe vom Simmering erst Einlaufen muss?
DIETMAR: D.h., dass es wohl auch ein wenig Glüchsache ist, welchen Simmmering und Buchse man gerade erwischt hat.

Oder hat jemand eine Quelle für besonders gutes Material?
Mir ist immer noch nicht klar, welche Dichtmasse man zwischen KW und Buchse einsetzen könnte.

RALF: Danke für die Tips, aber auch hier, welche Dichmasse nimmst Du
beim Eindrücken des Simmerrings in den Stirndeckel?

Gruß, Wolfgang

Verfasst: 17.09.2006, 15:21
von mn-nl
Fuer die Dichtmasse kannst du einfach die Fluessig-dichtung nehmen die mann auch in bestimmte Anwendungen auf die normale Dichtungen auftaegt.

Und ja, ein Simmering kann sich am Anfang ein bisschen 'setzen' und damit besser dichten. Zumal der Buchse schon mal im einsatz war.

Wenn's nicht mehr (oder kaum) tropft, ist doch alles OK?

Gruesse, Marc