Ein TüV-Horrortrip:

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joerghag
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Re: Ein TüV-Horrortrip:

#31

Beitrag von joerghag » 14.05.2018, 15:18

Hi Marc,

ist beim Tüv leider häufig so. In Hagen braucht man mit einem Engländer auch erst gar nicht hin.
Ich mache den normalen "Tüv" bei einer kleinen Werkstatt mit GTÜ-Prüfer.
Wenn ich etwas eintragen lassen muß, fahre ich zu einer kleinen Tüv-Prüfstelle (1 1/2Std. entfernt), bei der der Chef noch
"Inscheniör" ist und Vorstand im Mustang Club Deutschand. Der kennt das ohne ABE/EBE und beurteilt noch selbst. Der Mann
hat noch Eier, ist aber leider auch ein Auslaufmodell (ü60).

Gruß Jörg

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hneuland
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Re: Ein TüV-Horrortrip:

#32

Beitrag von hneuland » 14.05.2018, 17:02

Schnippel hat geschrieben:
10.05.2018, 16:33
Derfel hat geschrieben:
10.05.2018, 16:21
Und noch was:
Meinem Tr-Schrauber-Kumpel (nicht im Forum), wollte ein Ingenieur, den Tr6 auf der Hebebühne an der Karosserie anheben (nicht am Rahmen).
Er hat es gerade noch gesehen :kopfklatsch .
:hm:
Roman
Hallo
Sehr gute Anmerkung !!
Es ist eklatant wichtig darauf hinzu weisen das das Fahrzeug einen Rahmen hat.
In den Werkstätten die häufig TR´s prüfen lassen, ist das kein Thema.
Bis denn
Ralf
tach,
manches mag man gar nicht glauben, ist aber wohl Realität, wie auch Marc's unterhaltsame Geschichte belegt. Auch ich könnte aus meinem langen TR-Leben Einiges zu einem TÜV-Prüfungsroman beitragen...
Leider lassen sich aus dem Erlebten keine dauerhaften Lehren ableiten. Es hängt - bei allen Prüfstellen - auch immer am jeweiligen Prüfer, wie das in einigen Beiträgen schon zu lesen ist.
Bei meiner Wiederzulassung 2007 regte der TÜV-Gutachter an, bei meinen langen Beinen solle ich doch ein kleineres (motolita) Lenkrad montieren. Er wolle das bei der Abnahme dann eintragen. Bei der Abnahme war aber ein ander Prüfer da.... Fahre seither ohne Eintrag mit dem Motolita zum TÜV, das Originallenkrad mit passender Nuss im Kofferraum. Das reicht dem Prüfer - ich könne ja jederzeit den Originalzustand herstellen.
Der beste Tip ist sicher der mit der Fachwerkstatt (ist sogar billiger!). Meine hat leider vor paar Jahren zugemacht, seither fahre selbst zum TÜV, mit wechselnden Erfahrungen. Für den AU-Test hab ich immer vorher den Deckel abgenommen und eine Elektriker-Spitzzange dabei und kann dann mit dem Prüfer gemeinsam einen passenden Wert finden. Hat der Testautomat diesen gefressen, drehen wir den Schraubensatz wieder auf normal. Solche gemeinsamen Abenteuer schaffen Freundschaften :yes:. Spannend war (nach 43 beanstandungsfreien Betriebsjahren) beim vorletzten Mal die erstmalige Suche nach der in den Rahmen eingeschlagenen Fg-Nummer.
Wurde aber auch zur beiderseitigen Zufriedenheit gelöst - hin und wieder brauchts ein wenig Phantasie...

liebe Grüße
Horst

rola
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Re: Ein TüV-Horrortrip:

#33

Beitrag von rola » 15.05.2018, 15:09

Wie Horst schon schrieb: "manches mag man gar nicht glauben, ist aber wohl Realität..." dem könnte man bestimmt noch viele Geschichten hinzufügen.
Ich selbst hab mit meinen beiden Oldtimern nur beste Erfahrungen bei der Abnahme durch in Werkstätten durchgeführte Prüfungen gemacht. Es ist immer der gleiche Prüfer dort, im besten Fall ist der "Oldtimer-Affin", man muss halt nur so eine Werkstatt erstmal finden.
Und: Noch nie setzte sich ein Prüfer selber hinters Lenkrad! Mit einer Ausnahme, als ich aufgrund von Terminnöten eine andere Werkstatt mit anderem Prüfer aufsuchte und dieser Partout nichts von meinen "Bedienungshinweisen" für den TR3 wissen wollte und mir fast den Hanbremshebel rausgerissen hat, da er die Handbremse nicht gelöst bekam, trotz seiner Flüche über alte Autos. :kopfklatsch Ich brach die Prüfung sofort ab und verließ spontan die Werkstatt.
Hier wäre der Vorschlag weiter oben von Marc
"@Willi, interessant wäre vielleicht auch eine Art Datenbank mit Empfehlungen von eben guten und kompetenten Prüfstellen/Prüfern für Oldtimer, gegliedert nach Regionen"
sicher eine große Hilfe.
Zum Abschluss aber noch eine eigene kleine TÜV-Story:
Vor zwei Jahren, wir waren gerade im strömenden Regen auf der Anfahrt zum TR-Register Pfingsttreffen, erreichte mich der Anruf eines Bekannten, der sich angeboten hatte meinen 750 Kg Anhänger zusammen mit seinem KFZ in seiner Werkstatt durch den TÜV zu bringen (da er sich den Anhänger ausleihen wollte). Er meinte am telefon, dass es Probleme gäbe, da auf dem Anhänger schlauchlose Reifen auf dafür ungeeigneten Felgen montiert seien. Er bekäme aber die Abnahme wenn Schläuche montiert würden. Ich willigte ein, wenn dem so sei, konnte es mir aber eigentlich nicht erklären, denn es waren noch die originalen Felgen vom Kauf des Hängers drauf.
Zurück vom TR-Treffen, legte mir mein Bekannter dann die Rechnung von 180 Euro vor. Woraufhin ich mir die Felgen anschaute und auch einwandfrei die eingestanzte H-Kennung (für Hump-Felgen) erkennen konnte. Ich schrieb direkt einen geharnischten Brief an den verantwortlichen TÜV mit der Forderung der Zurückerstattung der Kosten und Rückrüstung der Reifen auf schlauchlos. Bereits am nächsten Tag meldete sich der Abnahme-Prüfer bei mir und bat um beidseitige Inaugenscheinnahme der Felgen. Beim Ortstermin, musste er die H_Einstanzung wohl zugeben, aber meinte "was drauf steht muss nicht drin sein" und verlangte die Entfernung der Reifen, was dann die Werkstatt ein paar Tage später auch durchführte. Beim Abholen des Anhängers entschuldigte sich der Werkstattinhaber für diese Prüfungspanne und hatte bereits abgezähltes Bargeld bereit liegen, welches der Höhe der Mehrkosten entsprach und bat um eine informelle Erledigung der Angelegenheit, dies habe er mit dem TÜV-Prüfer so abgesprochen und der Hänger sei wieder im Original-Zustand wie vor der Prüfung.
Tja, wenn das nun einem anderen nicht sachkundigem Kunden passiert wäre, wären die 140 Euro für zwei 20-Euro-Schläuche eine gute Marge für die Beteiligten gewesen. Soviel zum Sachverstand der Sachverständigen, oder wurde da bewußt der Sachverstand ausgeschaltet :no: ??
Grüße
Rolf

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Re: Ein TüV-Horrortrip:

#34

Beitrag von pi_power » 15.05.2018, 17:05

Hallo Rolf, schöne Geschichte. Klingt, als hättest Du Speichenfelgen am Hänger montiert. Sähe sicher auch klasse aus 😉.

Marc
Hauptsache Frisur hält!

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Re: Ein TüV-Horrortrip:

#35

Beitrag von Berthold » 15.05.2018, 17:28

rola hat geschrieben:
15.05.2018, 15:09
"@Willi, interessant wäre vielleicht auch eine Art Datenbank mit Empfehlungen von eben guten und kompetenten Prüfstellen/Prüfern für Oldtimer, gegliedert nach Regionen"
sicher eine große Hilfe.
Hallo Rolf,

diese Idee hatten wir auch schon mal, genau wie eine Liste von Werkstätten, Ersatzteillieferanten,...
Die Frage ist nur wie aussagekräftig eine solche Datenbank sein könnte. Bei Ersatzteilen kennt glaube ich jeder den Umstand, dass bei einer weiteren Bestellung beim gleichen Lieferanten dann plötzlich eine andere Qualität wie bei der ersten Bestellung geliefert wird. Das bei Bestellungen bei Händler X Ware in der Verpackung von Händler Y ankommt ist keine Seltenheit.
Angenommen es gibt wirklich irgendwo eine Oldtimer freundlichen TÜV-Prüfer bei der Prüfstelle in Pussemuckel. TR-Freund fährt zum TÜV und erwischt einen anderen Prüfer der gar keinen Spaß versteht. Dann war der Tipp leider nichts wert. Im umgekehrten Fall, wenn wir den Namen des Prüfers hier preisgeben würden, bestände das Risiko, dass dieser Prüfer selber genauer geprüft wird und deshalb kaum noch ein Auge zudrücken kann. Auch das ist sicher nicht zielführend.

Eventuell wäre es eine Überlegung wert, wenn sich pro Region jemand bereit erklärt Informationen bezüglich TÜV zu sammeln und diese Info bei Bedarf persönlich weitergibt. Die Informationen könnte man per Formular eingeben und in einer nicht öffentlichen Datenbank pflegen.

Also wenn es konstruktive Ideen zu diesem Thema gibt können wir dass gerne in Angriff. Wir können immer noch besser werden.

Gruß Berthold

PS: Ich bringe meinen TR immer in eine Werkstatt wo ausschließlich alte Engländer repariert werden. TÜV Probleme gibt es da nicht.

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Re: Ein TüV-Horrortrip:

#36

Beitrag von Derfel » 20.07.2018, 11:27

Hallo Leute

Nach meinem nervigem TÜV Tripp vor zwei Jahren war es heute wieder soweit.
Ich war in meinem Nachbardorf in der Ortsansässigen Werkstatt, wo Freitag immer TÜV -Tag ist.
Da warte ich dann zwischen Traktoren, Anhängern und alles möglichen an Tüv-Pflichtigen Fahrzeugen.


Ich muß sagen, .....es geht doch.


Der Prüfer hat sich über den Wagen gefreut. Er sich das Auto von unten angesehen und meinte, das da sehr viel Arbeit drin steckt :-D


Alles lief bestens. :top:


Gruß
Roman
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Wer einschläft muß ausschlafen :o

Übrigens, mein Hund war reinrassiger Engländer :(

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Re: Ein TüV-Horrortrip:

#37

Beitrag von Willi » 20.07.2018, 19:27

Ich dachte mehr an eine Rubrik, unter der wir TÜV Geschichten sammeln, und zwar positive als auch negative. Nur zur Unterhaltung. Wir könnten irgendeine andere wenig gebrauchte Rubrik dafür abschaffen.

Willi
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Nichts ist idiotensicher, weil Idioten so erfinderisch sind.

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Re: Ein TüV-Horrortrip:

#38

Beitrag von beaver » 07.08.2018, 17:34

Hallo Zusammen,
meine Meinung zum TÜV habe ich in anderen Posts ja bereits kundgetan. Ich würde immer auf ein (kostenfreies) Vorgespräch bestehen. Da merkt man schnell beim Benzinplausch, ob da jemand vom Oldtimerfach ist oder nicht. Wenn er/sie/es sich nicht darauf einläßt, würde ich bereits das Weite suchen.

Hilfreich ist dann natürlich die geistige Bewaffnung. Ich habe zu jedem meiner Oldis einen kompletten Ordner aller Teile, Rechnungen, ABE's usw., die über den jeweiligen Zeitraum in meiner Obhut angefallen sind. Sollten da bei der Prüfung Rückfragen auftauchen, kann man die oft so schon klären.

Übergangsfristen sind hier anschaulich erklärt:

https://www.adac.de/_mmm/pdf/Kap%2017%2 ... _43141.pdf

Reifen sind auch immer so ein Gedöns - da hilft ein Reifenrechner auch den lästigsten Blaukittel zu überzeugen. Praktisch ist hier z.B. auch die grafische Darstellung, ob der avisierte Pneu überhaupt passt....

http://www.reifenrechner.at/

Regeln schaden nur dem, der sie nicht kennt.

Es ist und bleibt allerdings schade, dass unsere deutsche Regulierungswut es nicht schafft, hier einheitliche Massstäbe anzusetzen. Wenn ich mir anschaue was bei Motorrädern und krasse 3er BE-M-WÄH alles möglich ist, und wir müssen uns da dermaßen ins Zeug legen wegen ein paar farbiger Federn und Stahlflex, die nachweislich die Sicherheit erhöhen und ggf. die Umwelt vor Verschmutzung schonen.... :kotz: :kotz:

My 2 cents to it.

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