zuviel Spiel zwischen Ausrücklager und Kupplungsautomat?

Alles was mit der Kupplung zu tun hat.
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klaushuels
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zuviel Spiel zwischen Ausrücklager und Kupplungsautomat?

#1

Beitrag von klaushuels » 02.07.2019, 17:21

Hallo TR-Freunde,

ich stelle mich mal kurz vor: :wave:
ich heiße Klaus Hüls und bin schon seit mehr als 40 Jahren mit dem Oldtimer-Virus befallen. Mehrere TR und Jaguar sind bereits durch meine Garage gerollt. Zur Zeit fahre ich einen TR8 Covertible aus USA, mit Summit Vergaser auf Edelbrockspinne, Piper oder Kent-Nockenwelle(?) und Duplex-Rollenkette, sowie Fächerkrümmer. Rennt und macht ordentlich Lärm. Das Auto ist noch nicht ganz so wie ich möchte, aber es wird.
Darüber hinaus fährt meine Frau einen SL R107, um den ich mich auch kümmern muss :kopfklatsch , aber so ist das mit dem Hobby.
Und ausserdem gibt es ja noch zahlreiche Bekannte, die sich auch ganz gerne mal von mir helfen lassen. Eine kleine aber private Werkstatt mit Bühne ist vorhanden, und wie gesagt, es macht ja auch (noch) Spass.

Jetzt aber zum Anlass meines Beitrages. :-?
Einer der Bekannten hat einen TR250(USA, na klar) in ganz ordentlichem Zustand. Der Motor wurde von mir auf SU-Vergaser umgerüstet, und seitdem läuft das Teil sehr schön.
Aber die Kupplung...., der Bolzen war gebrochen, dabei habe ich dann die Scheibe und den Automat erneuert. Wellendichtringe ebenfalls erneuert, neues Ausrücklager und die Buchsen der Ausrückwelle ebenfalls neu. Aber, die Kupplung will nicht wie sie soll. :giveup

Mir ist aufgefallen, dass der Vorbesitzer/Verkäufer den Nehmerzylinder von hinten durch die Befestigungsbohrung gesteckt und zusätzlich noch mit je 3 U-Scheiben unterfüttert hatte.
Nach einigem Hin- und her, habe ich die Scheiben notgedrungen wieder eingesetzt, weil sonst beim Kuppeln der Nehmerkolben auf der Strasse gelandet wäre. Wieso das????
Nach diversen Tüfteleien habe ich festgestellt, dass das Spiel im zusammen gebauten Zustand zwischen Ausrücklager und Federteller ca. 12mm beträgt. Viel zu viel. Aber was ist die Ursache? Ich habe inzwischen erfahren, dass es 2 verschiedene Kubelwellen gibt: short back und long back.
Da das Getriebe ja immer die gleichen Abmaße hat, scheint hier das zu große Spiel zu stecken. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie dick ist die Scheibe für short-back und wie dick die für long-back. Ich vermute, dass hier die falsche Scheibe verbaut wurde(oder die falsche Kurbelwelle). Wie gesagt, es fehlen max. 10mm (eher weniger) an der Scheibe, bzw. das Spiel zwischen Lager und Federteller ist zu groß. Das muss ein Wert zwischen 5 - 8mm sein, sonst würde das A-Lager ständig anliegen; ein kleines Leerspiel sollte schon sein.
Alles andere wurde bereits erneuert, also gesamte Hydraulik ist neu.

Also Leute, villeicht kennt ja Jemand aus der Gemeinschaft das Problem, oder weiss die Daten der 2 Schwungmassen und ob die überhaupt austauschbar sind. Die Flansche der Kurbelwellen sind eigentlich bis auf die Länge(short-back/long-back), gleich. Oder jemand hat so eine short-back Schwungmasse und kann mir die Daten mitteilen.
Ich würde mich wirklich freuen, wenn ich auf diesem Weg ein paar Hinweise zur Lösung dieses Problems bekommen könnte.

mit öligen Grüßen

Klaus Hüls
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Re: zuviel Spiel zwischen Ausrücklager und Kupplungsautomat?

#2

Beitrag von cpt. upsidedown » 02.07.2019, 18:12

Hallo Klaus,
vielleicht bringt das Licht in die Angelegenheit:
[img]IMG_5038.jpg/img]
Das ist die Schwungscheibe für die lange Welle, ca 32mm stark. Diese Scheibe lässt sich nicht auf die kurze Welle schrauben, da der Wellenflansch zu weit im Motorgehäuse steckt.
Ist denn die Welle für die Ausrückgabel gerade? Bei mir war diese verbogen, so kam es zu einem ähnlich großen Spiel....
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Re: zuviel Spiel zwischen Ausrücklager und Kupplungsautomat?

#3

Beitrag von RobertB » 03.07.2019, 11:03

Hallo Klaus,

ich vermute, dass einfach ein anderer passender Nehmerzylinder z.B. vom Landrover o.ä. montiert wurde.

Gibt da mehrere Varianten, die sich in der Lage des Befestigungsflansches unterscheiden (Richtung Motorseite vs. Richtung Getriebeseite). Dementsprechend verändert sich auch die ganze Mimik, die entweder durch den richtigen Zylinder oder eine angepasste/verstellbare Betätigungsstange zur Kupplung korrigiert werden kann.

Stell doch mal Fotos ein falls möglich.

Gruß Robert

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Re: zuviel Spiel zwischen Ausrücklager und Kupplungsautomat?

#4

Beitrag von Kamphausen » 03.07.2019, 13:32

An der Thematik haben sich schon Generationen abgearbeitet...
Ließ Dir mal viewtopic.php?f=47&t=15654 durch

Und schreib evtl. mal, welche Teile (Hydraulik) du genau verbaut hast....

Der steinige Weg zu einer funktionierenden Kupplung fängt ja schon damit an, das z.B. Limora in seinen "Set Kupplungshydraulik" teilweise die falschen Teile verkauft (falsche Kolbendurchmesser etc.)

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Re: zuviel Spiel zwischen Ausrücklager und Kupplungsautomat?

#5

Beitrag von re-hiker » 05.07.2019, 18:20

Guten Abend Klaus

Der Kupplungszylinder gehört vom Getriebe her durch die Halteplatte gesteckt, für eine korrekte Kraftaufnahme. (wie Zeichnung im Beitrag über Kupplungsnehmerzylinder und Oelfilter) Dann hast du in etwa deine 10 mm kompensiert. Vermutlich wurde irgend ein Nehmerzylinder der etwa gleich aussah montiert. Schau dass du einen Originalzylinder ausleihen kannst. Ich bin etwas zu weit weg.
Die Kupplungsglocken sind baugleich, aber Schlaumeier ändern sogar die Halteplatte ab falls nichts passendes da ist.Schau zuerst dass du da klar kommst. (Bilder im Original Werkstatthandbuch)

Gruss
Robert

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Re: zuviel Spiel zwischen Ausrücklager und Kupplungsautomat?

#6

Beitrag von TR674 » 06.07.2019, 11:01

Damit der Kolben weiter hinten im Zylinder liegt , ist es gut 2 dicke Muttern zwischenzulegen.
Gruesse, Marius

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