Führungshülse für Sachs Ausrücklager -> woher bekommen?

Alles was mit der Kupplung zu tun hat.
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gelpont19
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Re: Führungshülse für Sachs Ausrücklager -> woher bekommen?

#16

Beitrag von gelpont19 » 25.02.2019, 08:41

Moin zusammen,

...ich steh wohl immer noch aufm Schlauch...
Warum das Sachs Ausrücklager, wenn es das Gunst und Nachfolger doch tuen ? Mit dem Gunst erreicht man den geringstmöglichen notwendigen Pressdruck, da es auf dem Automaten weitmöglichst innen läuft. Zudem verhindern die rechteckigen Gleitsteine eine hohe Abnutzung gegenüber den originalen Rollen.
Gunst Ausruecklager.jpg
Automat.jpg

Vielleicht macht sich nochmal einer die Mühe...

win ( :-? )
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Re: Führungshülse für Sachs Ausrücklager -> woher bekommen?

#17

Beitrag von Drolli » 25.02.2019, 08:52

Moin Jochem
das sir richtig, das ist die Zeichnung von Christian, der hat die Lageraufnahme nach meiner Skizze und Annahme wie sie aussehen könnte
in diese eingearbeitet.
Ich habe mir drei Rohlinge ohne diese dort gezeichnete Aufname, mit ein wenig Zugabe, siehe obiges Bild auf unserem CNC Automaten drehen lassen,
um probieren zu können.
Die in der Zeichnung dargestellten Ausführung funktioniert nicht, wie bereits oben erwähnt habe ich mir dann die original SAAB AUsdrückeinheit beschaft und die
Aufnahme analog zu SAAA hergestellt - das funktioniert.
Ich mache jetzt mal folgendes, wenn Chritian dazu bereit ist, werde ich ihm die Änderung zukommen lassen, er wird die dann in seine CAD Zeihnung einfügen
und veröffentlichen, evtl. im Triki, dann kann ich noch die "dünne Führungshülse" erklären.
Mal sehen ob das so klappt,
Gruss von der Ostsee,Carl

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Re: Führungshülse für Sachs Ausrücklager -> woher bekommen?

#18

Beitrag von Drolli » 25.02.2019, 09:06

Moin Win,
um dich vom Schlauch zu holen, wie auf deinem Druchautomaten Bild zu sehen ist, ich gehe davon aus, dass das Druckbild von dem im darüber gezeigten
Drucklager ist, der Druckpunkt ist der gleiche wie beim originalen Triumph Drucklager - siehe angehängtes Bild,
SAM_0474.JPG
da ändert sich auch nichts an der Pedalkraft gegenüber der originalen TR Kupplungsausführung.
Der Druckpunkt des SACHS Ausdrüchlager ist auf den Spitzen der Membrabfeder, ca. 10mm im Duchmesser kleiner,also längerer Hebelarm- folglich geringere Pedalkraft.
Im folgenden Bild, allerdings schwer zu erkennen der Abdruck des Sachslager auf der dem Sachs Automaten.
SAM_0477.JPG
Gruss von der Ostsee,Carl
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Re: Führungshülse für Sachs Ausrücklager -> woher bekommen?

#19

Beitrag von gelpont19 » 25.02.2019, 09:36

Drolli hat geschrieben:
25.02.2019, 09:06
...da ändert sich auch nichts an der Pedalkraft gegenüber der originalen TR Kupplungsausführung.

Carl - die originale Kupplungsausführung war nicht Sachs sondern u.a. Laycock. Die gewonnene Verringerung des nötigen Druckes war also der Konstruktion / Geometrie des Automaten geschuldet.

Der Druckpunkt des SACHS Ausdrüchlager ist auf den Spitzen der Membrabfeder, ca. 10mm im Duchmesser kleiner,also längerer Hebelarm- folglich geringere Pedalkraft.
Gruss von der Ostsee,Carl

...die 10 mm kleiner würden bedeuten, dass der Ausrücker im Leeren läuft - vielleicht sind es 5 - 7 mm maximal. Es gibt aber noch was anderes zu bedenken. Ich weiss es nicht sicher, aber ich denke das die Formgebung der Federn mit dieser "Krampe" einen Sinn hat. Automat und Ausrücker bekommen so eine Zentrierungsunterstützung.
Wie dem auch sei, war der Pedaldruck durch den Wechsel auf Sachs massgeblicher Grund dafür, dass meine Tochter den Karren auch fahren mochte.
Ich sehe aber gespannt der Entwicklung entgegen...

win
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Re: Führungshülse für Sachs Ausrücklager -> woher bekommen?

#20

Beitrag von Drolli » 25.02.2019, 10:13

Moin win,
die original Kupplung wa LAYCOCK ohne Frage, die Membranfeder dieser Kupplung sind nach aussen gekröpft, mag sein, dass diese Kröpfung
eine Zentrierung für das Ausdrücklager dient ????????????????????
Die Sachs Kupplung hat diese Kröpfung nicht, demnach auch keine evtl. Zentrierung,
wegen dieser fehlenden Führung, besonders bei vollen Hub der Kupplung, habe ich eine Führungshülse in die TR- Getzriebehalsführung eingesetzt,
die bis an die Spitzen der SACHS Membranfeder reicht und die Ausdrücklagermuffe sicher bis vollen Hub führt.
Der Druckpunkt des SACHS Ausdrücklager befindet sich ca. 3mm vom inneren Rand der Membranfeder und wandert bei vollen Hub auf 4 mm, auf jeden Fall ist der Pedaldruck bei mir von der Kombination Sachs Automat/original TR Ausdrücklager zu Sachs Automat und Sachs Ausdrücklager erheblich kleiner geworden mit einem angenehmen Druckpunkt.
Die 10 mm beziehen sich auf den Durchmesser, habe ich oben auch so geschrieben, bei mir läuft nichts im freien!
Gruss von der Ostsee,Carl

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Re: Führungshülse für Sachs Ausrücklager -> woher bekommen?

#21

Beitrag von HoffmannJ68 » 27.02.2019, 22:28

Hi,
die Laycock Membranfeder war nicht gekröpft (Bild aus Nelson Riedel "TR250/TR6 Clutch Release Measurements" auf Buckeyetriumph.org):
Unbenannt.png
Die gleiche Ausführung hab ich vorliegen. In dem genannten Kapitel sind übrigens verschiedene Kupplungen abgebildet. Nur die Borg+Beck hatte zeitweise erhöhte Finger.

Zentrieren darf sich da aber nix mehr im Betrieb. Ich denke eher dass durch die erhhöhten Federfinger die Bauhöhe der Kupplung (Abstand Federfinger zu Führungsrohr) 'korrigiert' wurde.

Gruß
Jürgen
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Re: Führungshülse für Sachs Ausrücklager -> woher bekommen?

#22

Beitrag von gelpont19 » 01.03.2019, 10:08

Moin zusammen,

...hab nochmal bei LuK nachgelesen und bin auf folgenden Passus gestossen :

6.9 Ausrücklager

Das Ausrücklager ist das Verbindungsglied zwischen
der rotierenden Tellerfeder auf der Motorseite und dem
feststehenden Ausrückmechanismus auf der Getriebeseite.
Es wird zentral auf einer angeflanschten Hülse in
der Getriebeglocke geführt. Die Führungsmuffen von
Ausrücklagern und Zentralausrückern sind heute so
gestaltet, dass sich der Anlaufring um ein definiertes
Maß radial bewegen lässt. Im Fahrbetrieb wird dadurch
jederzeit eine zentrische Position zu den Tellerfederspitzen
der Kupplung erreicht. Diese Selbstzentrierung
reduziert den Verschleiß im Bereich der Tellerfederzungen
und gleicht somit einen möglichen Mittenversatz
zwischen Motor und Getriebe aus.
Um die Ausrückkräfte auf die Kupplungsdruckplatte
zu übertragen, werden Schrägkugellager verwendet.
Diese Bauweise kann hohe Axialkräfte übertragen, ist
drehzahlfest und kann bis zu einer Betriebstemperatur
von 150 °C eingesetzt werden. Ausrücklager haben eine
hohe Lebensdauer und sind aufgrund der Dauerschmierung
wartungsfrei.

Quelle : https://media.repxpert.de/media/01_medi ... 070715.pdf

Ob man hieraus folgern kann, dass der Kontakt nicht auf den "gekröpften" Spitzen laufen soll steht da zwar nicht, liegt aber m.E. nahe...

win
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