Die Kehrseite vom E-Antrieb  ***

... das Wetter z.B. :-)
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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#76

Beitrag von TR7Heinz » 31.01.2019, 07:18

Eckhard hat geschrieben:
30.01.2019, 19:42
Die Beiträge welche zu diesem Thema gepostet wurden sind doch recht unterschiedlich und interessant wie die Meinungen darüber

Mein ältester Sohn hat seit zwei Jahren einen OPEl Ampera Plug-in-Hybrid und ist begeistert. Naturlich bin ich auch schon mit und selbst gefahren. Sehr angenehm :!: :!: :!:
ein paar Fakten. Mein Sohn fährt jede Woche von Heilbronn in die hessische Landeshauptstadt. Das sind rund 380 Km hin und zurück. Das geht natürlich nur mit dem "Hilsmittel" Verbrenner

Der Verbrauch liegt dann bei 13 Liter Benzin und 23 kWh. Zuhause wird von der eigenen Solaranlage Strom bezogen. In der Firma kann das Fahrzeug an der kostenlosen Stromtankstelle wieder geladen werden. Günstiger geht nicht

Aber eines gefällt mir überhaupt nicht. Die Heizung frisst ganz ordentlich Kapazität und der Mitfahrer, in diesem Falle ich, kann sich übertrieben den Hintern abfrieren. Bei großer Kälte kommt der bewährte Diesel mit dem Stern zum Einsatz

Bekomme gerade Besuch. Es geht morgen weiter

Eckhard
Morgen Eckhard

Punkt 1: Stimmt da gibt es wirklich eine breite Palette an Meinungen.

Punkt 2: Schön wenn man das alles hat. Aber der Großteil der Bevölkerung hat das als Voraussetzung für bequem und billig eben nicht. Und gerade die Arbeitgeber der öffentlichen Hand hinken da, zumindest in Bayern, sehr stark hinterher. Da trennt sich eben Anspruch/Forderung und Wirklichkeit wie so oft.

Punkt 3: Verstehe ich jetzt nicht, das würde ja heissen Bequemlichkeit schlägt Umweltschutz. Wie soll man das der gerade im Freitagsdemo-Schulschwänz-Wahn-Samstag-Shopping-Handy-Konusm betroffenen Jugend klar machen? Wie immer jedes Ding hat 2 Seiten...... :kiss:
Grüße
Heinz

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#77

Beitrag von Eckhard » 31.01.2019, 11:51

Mein Beitag #74 wurde ergänzt

Eckhard

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#78

Beitrag von TR7Heinz » 31.01.2019, 14:23

Danke für die Ergänzung Eckhard.

Diese Probleme sind genau das was ich von Bekannten die bei Audi und BMW sitzen auch gehört habe. Die sind aber genau für diese Autoentwicklung da und meinen nur Probleme über Probleme und es macht sich noch keiner große Gedanken über Entsorgung und Recycling dieser Technik. Wasserstoff oder Brennstoffzelle sagen die ist nicht so effizient, dafür Langstreckentauglich und schneller geladen/betankt.
Grüße
Heinz

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#79

Beitrag von TR6US76 » 31.01.2019, 14:31

Hallo Eckhard,
endlich mal ein Beitrag aus der Alltagsnutzung.
Wenn der Akku als Ersatzteil so teuer ist, kann da im Umkehrschluss ein gebrauchtes Auto für den Zweit- und Drittbesitzer sehr teuer werden.

Seraphin

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#80

Beitrag von Uriah » 31.01.2019, 14:47

Bevor man sich für ein KFZ mit E-Antrieb entscheidet, sollte man sich m.E. nicht nur mit dem Für und Wider der Antriebsform genauer beschäftigen sondern mit der gesamten technischen Ausstattung des E-Mobils.

Am Sonntag testete JP im TV den neuen Teslar Model 3, der ab Februar auch in Deutschland erhältlich ist. Was mich total schockte war der Bremsweg von 100 km/h auf 0 km/h von sagenhaften 46 Metern :kopfklatsch

Ein "Brot und Butter" 3er BMW braucht da z. B. nur 36 Meter. Das allein wäre für mich ein absolutes Ausschlusskriterium für ein modernes Alltagsauto und zwar völlig unabhängig vom Antriebskonzept.

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#81

Beitrag von darock » 31.01.2019, 20:17

Uriah hat geschrieben:
31.01.2019, 14:47
Bevor man sich für ein KFZ mit E-Antrieb entscheidet, sollte man sich m.E. nicht nur mit dem Für und Wider der Antriebsform genauer beschäftigen sondern mit der gesamten technischen Ausstattung des E-Mobils.

Am Sonntag testete JP im TV den neuen Teslar Model 3, der ab Februar auch in Deutschland erhältlich ist. Was mich total schockte war der Bremsweg von 100 km/h auf 0 km/h von sagenhaften 46 Metern :kopfklatsch

Ein "Brot und Butter" 3er BMW braucht da z. B. nur 36 Meter. Das allein wäre für mich ein absolutes Ausschlusskriterium für ein modernes Alltagsauto und zwar völlig unabhängig vom Antriebskonzept.

VG Uwe
Gut, dass du diesen MÜLL von Beitrag hier vorbringst. So einen unglaublichen Schwachsinn wie diesen Grip Beitrag habe ich vorher noch nie gesehen. Die Aussagen über den Bremsweg sind schlicht und ergreifend FALSCH!

https://www.oeamtc.at/autotouring/auto/ ... t-27025348

Beim Öamtc wurde exakt dies getestet. Das Problem mit den Bremsen ist seit Monaten behoben und tritt bei den in Europa ausgelieferten Modellen nicht auf.

Und das ist nicht der einzige grundlegende Fehler in diesem Beitrag.

Eigentlich ist dieser Grip Beitrag ein Paradebeispiel für deutschen Propagandajournalismus und es ist eine Schande, dass JP sich dafür verkauft. Ich halte nämlich eigentlich sehr viel von seiner Meinung und seinem technischen Hintergrundwissen.

Bernhard

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#82

Beitrag von Triumphator » 31.01.2019, 21:01

...jetzt warten wir mal ab, bis der Bernhard mit seinem Auto ein paar Ladezyklen und selbst ein paar Entladezylen hinter sich hat (wie früher geschrieben),
dann gibt es sicher Neuigkeiten.....

Elektrische Grüße

Wolfgang
Triumph ist wenn man trotzdem lacht....

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#83

Beitrag von darock » 01.02.2019, 08:44

Nach 3 Tagen mit einem E Golf kann ich sagen, kein Ladezyklus war ein Problem und jede Fahrt entspannt und angenehm. Selbst mit einem compliance car wie dem Golf. Das ist kein Highlight im Sinne eines guten EVs und trotzdem Welten besser als jeder andere Golf den ich je gefahren bin.

Bernhard

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#84

Beitrag von hneuland » 01.02.2019, 10:47

@ Eckhard - kann nur zustimmen, ein sachlicher Beitrag mit persönlichen Einschätzungen ohne Emotionen :klatsch:

@ Bernhard - es sei Dir zugestanden, von dem (scheinbar) emissionsfreien Antrieb begeistert zu sein. Doch darf man - bei aller Begeisterung die Schattenseiten nicht übersehen.
Guck Dir mal neutrale Abhandlungen zum Thema an, etwa hier https://www.spektrum.de/news/wie-ist-di ... os/1514423

Auch Ich finde elektrische O-Busse und Straßenbahnen als begrüßenswerte Antriebsform für unsere Städte. Beim Individualverkehr muss man diese Entwicklung sicher im Auge behalten. Natürlich kann und soll man darüber auch diskutieren - ohne Schaum vor'm Mund. Derzeit sieht es jedenfalls so aus, wie es Heinz in seinem Kurzbeitrag #76 darstellte - das E-Auto ist ein Exklusivangebot für Privilegierte. Da mag man dann gern dazugehören wollen, doch ökologisch bewirkt das gar nix.

Solange bei den Akkus nicht völlig neue Speicherformen entwickelt sind, hat der E-Antrieb im Individualverkehr keine Zukunft. Die entwicklungstechnische Sackgasse dieser Betriebsform wird auch nicht dadurch besser, wenn man sie immer weiter verlängert...
Ein mittelgroßer SUV mit E-Antrieb etwa erreicht - nach aktuellem Entwicklungsstand - erst nach einer Betriebsdauer von 200.000 km eine ausgeglichene Ökobilanz gegenüber einem gleichgroßen dieselbetriebenen Fahrzeug. Da jedoch kein aktueller Akkusatz eine solch hohe Laufleistung erreicht, kommt die Entsorgungsproblematik hinzu. Sinnvoll wäre es evtl. wenn die Akkus - wie etwa bei Renault - nur gegen Gebühr überlassen werden und deren Wartung, Entsorgung usw. dann Aufgabe der Hersteller ist.

LG Horst

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#85

Beitrag von BramTR4 » 01.02.2019, 14:21

Klimaneutral ?? :-o :-?
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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#86

Beitrag von Eckhard » 01.02.2019, 15:32

...passt zwar nicht zum Thema, aber zwischendurch Lachen schadet nicht. Ist uralt und bringt mich immer noch zum Schmunzeln


Eckhard

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#87

Beitrag von darock » 03.02.2019, 14:35



Etwas schwierig dem Typ zuzuhören aber es ist das beste Video zum Thema Batterien in Teslas. Rund um Stunde 1 geht es ins Detail über die verwendeten Materialen und deren Mengen. Wer interesse hat, das ganze Video ist sehr informativ. Ist allerdings nicht passend in das gebildete Medienbild. Wer also lieber die Skandalmeldungen hat die man sonst so sieht, für den ist das nichts.

Bernhard

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#88

Beitrag von hneuland » 03.02.2019, 21:12

darock hat geschrieben:
03.02.2019, 14:35

Wer also lieber die Skandalmeldungen hat die man sonst so sieht, für den ist das nichts.
Bernhard
lieber Bernhard,
ist ja lobenswert, dass Du das bestimmt nicht leichte Thema mit einem Beitrag für eine andere Sichtweise erweiterst. Wil mal offenlassen, ob dazu ein TESLA-Mann der geeignete Repräsentant ist. Ich denke, dass hier keiner scharf auf Skandalmeldungen zum Batteriethema ist. Dieser, Dein Nachsatz wertet das leider wieder ab.
Auch diejenigen unter uns, die sich mit dem Thema skeptisch auseinandersetzen, hätten es mit Sicherheit lieber anders. Die Probleme gehen uns schließlich alle an. Aktuell fahren doch mal grade ein paar Prozent Elektroautos herum und die Ver- und Entsorgungsproblematik für Akkus oder die Ladetechnik ist augenfällig.
Soll das ganze Elektrothema für den Individualverkehr eine Zukunft haben, muss man all dies mit dem Faktor 30 bis 40 belegen wenn als Ziel ausgegeben wird, Autos in Zukunft batterieelektrisch zu betreiben. Wie soll d a s gehen?
Außerdem hat mir noch niemand plausibel erklären können, wie ich mit einem Elektroauto eine Urlaubsfahrt von 3.500 km durch die Alpen planen soll, so wie ich es derzeit mit unserem TR6 mache. Eckhard hat auch beschrieben, wie sein Sohn mit dem Ampera täglich 380 km schafft. Ok, der hat einige Möglichkeiten, auf die nur Wenige zurückgreifen können. Wie etwa soll ein Etagenwohnungsmieter am Stadtrand sein Elektroauto über Nacht fahrbereit halten, wenn die nächste Stromzapfsäule 3 km weg ist und zudem noch 4 andere vor ihm laden wollen?

Horst

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#89

Beitrag von Sinan » 03.02.2019, 21:54

Bernhard, dein Argument Wasserentnahme in der Wüste wäre egal.... kommt doch sowieso wieder runter ist schon schräg.
Ich denke, ich kann es noch schräger..... 150.000 tote Iraker durch den Einmarsch(auf Ölsuche) der USA in den Irak.
so what, die wären ja wohl auch so mal gestorben.

Gruß Sinan

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Re: Die Kehrseite vom E-Antrieb

#90

Beitrag von gelpont19 » 04.02.2019, 09:05

hneuland hat geschrieben:
03.02.2019, 21:12
Wie etwa soll ein Etagenwohnungsmieter am Stadtrand sein Elektroauto über Nacht fahrbereit halten, wenn die nächste Stromzapfsäule 3 km weg ist und zudem noch 4 andere vor ihm laden wollen?

Horst
Moin Horst,
...ich antworte am liebsten auf einfache Fragen...
Z.Z. wird diskutiert, ob Neubauten - egal ob Wohnmaschine oder Bauhausvilla - zwingend mit einer Solaranlage ausgerüstet werden müssen. Staatlich verordnet so zu sagen...

Das kleinste Problem wäre aber Neubauten so vorzuschreiben am Stellplatz / Garage eine Ladesteckdose bereit zu stellen. Die Verteilerstruktur is nix Neues und seit mind. 50 Jahren vorhanden (elektrotechnisch). Gibt man seine Säule bei Abwesenheit frei, weil man zur Arbeit gefahren ist, können "Fremde" sie nutzen - und den Stellplatz auch.
Es gibt einige Schemata rund um das E.Auto, an die wir uns gewöhnen müssten, aber so ist das halt. Nix bleibt, wie es ist.

win
Gedanken hüpfen wie Flöhe von einem Menschen auf den anderen. Aber sie beißen nicht alle

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