Hinterachse keilt aus!

Starachse, Aluschwingen, Antriebswellen, Fahrwerksbuchsen, Stoßdämpfer, Kreuzgelenke...
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Hinterachse keilt aus!

#1

Beitrag von Bogumil » 14.05.2016, 10:04

Hallo werte TR Gemeinde,

ich habe einen TR4A mit Starrachse und Hebelstossdämpfern.
Schon immer keilte insbesondere beim Gas wegnehmen das Heck aus - sogar ziemlich stark!
Ich nahm an, dass das Axialspiel der Achsen zu groß ist.
Das ist aber ok!
Die Buchsen der Blattfedern sind neu!
Was könnte es sein?

mfg
Holger

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Re: Hinterachse keilt aus!

#2

Beitrag von re-hiker » 14.05.2016, 10:19

Hallo Holger

was verstehst du unter keilt aus?

Gruss Robert

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Re: Hinterachse keilt aus!

#3

Beitrag von Kamphausen » 14.05.2016, 10:23

Wagen Vermessen lassen...alles andere ist "Glaskugel"

Nur, weil´s ne Starrachse ist, muß die nicht "gerade" sein...

Jetzt haben wir gerade nur wenig schneebedeckte Parkplätze....aber bei ausreichenden Mengen Blütenstaub kann man auch sehen, ob die Achsen während der Fahrt "fluchten"

Peter

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Re: Hinterachse keilt aus!

#4

Beitrag von Bogumil » 14.05.2016, 10:47

ich meine damit,dass das Heck einen kleinen Schlenker macht, ich weiss jetzt garnicht, ob nach links oder rechts!

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Re: Hinterachse keilt aus!

#5

Beitrag von MadMarx » 14.05.2016, 20:17

kenne ich macht meiner auch.

es gibt nur eine möglichkeit beim serienauto:

1. eines der beiden achsrohre sitzt nicht mehr fest im diffgehäuse. falls sich eines gelöst haben sollte, kann man mit einer 2cm langen schweißnaht das rohr wieder am diff befestigen.
dann sollte dieses versetzten weg sein.

noch eine möglichkeit:
bei einem rennwagen mit viel motorleistung und sehr kurz übersetzter hinterachse verdrehen sich die blattfedern so stark, daß die achse lenkt, beim gas geben in die eine richtung, beim gas wegnehmen in die andere richtung. da unter der rechten blattfeder 2 distanzplatten liegen, tritt dieses problem auf.
gelöst habe ich es durch längsschubstreben.
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Re: Hinterachse keilt aus!

#6

Beitrag von re-hiker » 15.05.2016, 09:49

Guten Morgen Holger

Meiner Ansicht nach kann MadMarx recht haben, wenn das Rohr im Achsgehäuse nicht mehr fest ist hast du eine Schiebebewegung. Entweder siehst du das am Differentialgehäuse oder sonst die U Bügel, die das Rohr auf der Feder halten lösen und mit einer grossen Rohrzange versuchen ob sich das Rohr bewegt.

Gruss, Robert

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Re: Hinterachse keilt aus!

#7

Beitrag von Bogumil » 16.05.2016, 08:19

So, das hat mir jetzt doch keine Ruhe gelassen! Heute Morgen nochmal nachgesehen.
Ich habe den Fehler gemacht, nur ein Rad anzuheben, um das Axialsspiel zu ermitteln.
Kein Spiel - also ok!
Beim Anheben beider Räder und dran Wackeln habe ich jedoch ein deutliches Spiel von bestimmt 2mm wahrgenommen.
Beim Reindrücken eines Rades merkt man die Bewegung auf der anderen Seite.
Mit den Distanzscheiben kann ich dass Spiel einstellen, aber man kann doch sicher davon ausgehen, dass es ja mal eingestellt war, d. h. es muß ein
Verschleiss eingetreten sein. Aber wo??????
Das die Achswellen so locker in den Kugellagern sitzen, ist doch auch nicht normal?

mfg
Holger

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Re: Hinterachse keilt aus!

#8

Beitrag von MadMarx » 16.05.2016, 12:30

radlager verschleißen, achswellen verschleißen, distanzstücke verschleißen.

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Re: Hinterachse keilt aus!

#9

Beitrag von Bogumil » 17.05.2016, 06:39

Wie baut man die Achswellen aus (TR4A Starrachse)?

Fällt das Ausgkeichsrad in den Korb wenn ich die Welle ziehe?

mfg

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Re: Hinterachse keilt aus!

#10

Beitrag von Drolli » 17.05.2016, 08:23

Moin,
nein, da fällt nichts!
Um die Achswelle mit der kompletten Lagereinheit auszubauen sind die Schrauben (6 oder 8 Stk) am Achsrohrflansch zu lösen.
Dann kannst Du das Teil rausziehen. Aufpassen, da sind Ausgleichsscheiben zur Einstellung verbaut.
Aber wie ich bei Deiner Fragestellung erkenne, solltest Du Dich mal mit dem WHB befassen.
Gruß aus dem wahren Norden,Carl

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Re: Hinterachse keilt aus!

#11

Beitrag von rainiracing » 17.05.2016, 16:39

Hallo Bogumil, sowohl Madmarx als auch Drolli haben wohl die Ursache des "Auskeilens" beschrieben, nämlich dass sich Achsrohre im Differenzialgehäuse
geringfügig verdrehen können. Dann tritt dieses "Schlenkern" sowohl beim ruckartigem Gasgeben als auch beim Gaswegnehmen auf. Die Achsrohre sind
oben am Diffgehäuse mit einem "Keil" verbunden, dieser Keil nudelt aus. Versuche mal mit 2 eingeschraubten Schrauben und einem dazwischengelegtem
Hebel oder Flacheisen das Achsrohr nach vorne oder hinten zu drehen. Ist da auch nur minimales Spiel, dann hat das die obenbeschriebene Ursache.
Madmarx rät dann Schweißnaht zu ziehen, wir haben das bei mir auch so gemacht (autogen). Hat über 25000km gehalten, danach haben wir eine andere
Achse verbaut.
Ursprünglich wollten wir diese "Keile" irgendwie ziehen, klappte nicht. Achte beim Zusammenbau auf jeden Fall auf das Axial-Spiel der Antriebswellen,
das durch die dünnen Distanzscheiben (unterschiedliche Stärken!!!) exakt eingestellt werden kann (Meßuhr schadet nicht) Viel Erfolg Raini

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Re: Hinterachse keilt aus!

#12

Beitrag von Bogumil » 02.09.2016, 10:13

Hallo werte TR Gemeinde,

madmarx hat die Ursache für die beschriebene Erscheinung benannt!
Da ich meine HA sowieso überholen will, möchte ich auch gleich die Achsrohre ans Diff.gehäuse anschweissen.
Wie muß geschweisst werden, es handelt sich ja um Guss?
Elektrisch oder autogen? Vorher Gehäuse und Rohr erhitzen?

mfg
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Re: Hinterachse keilt aus!

#13

Beitrag von MadMarx » 02.09.2016, 11:39

ich habe da wenig rücksicht gezeigt. schutzgasgerät auf stufe 5 eingestellt und eine 2cm naht gezogen.
bisher ist nichts gerissen, oder sonstwie kaputt gegangen.

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