Schlagworte zur Doktorarbeit : Kaltverformung - Kaltverfestigung - Elastizitätsgrenze - Feindehnung - Kalt-Rückformung - Warmverformung ... usw. - will das einer wissen?
"Metall hat ein Gedächtnis" und will zurück, aber: "Moleküle kommen mit der Zeit wieder zur Ruhe"
so sprach unser alter geliebter Karosseriebaumeister oft - ist aber auch egal jetzt .....
Hallo Matthias,
tja, unsere Söhne ............ machen genauso Mist wie wir früher ;-)
meiner hat mir vor Jahren unseren AlltagsGolf geschrottet - überschlagen und aufs Dach gelegt.....
Sowas ist natürlich immer ein Schock, aber solange es dem Sohnemann gut geht ...........
Dann gehts aber auch schnell wieder um Materielles.... Wir haben dann beide zusammen dran rumgebaut und sein schlechtes Gewissen damals in eine neue Leidenschaft verwandelt ...
Aber, die Herangehensweise bei sowas ist ja sehr unterschiedlich - und natürlich abhängig vom Anspruch. Es bleibt eine Gradwanderung zwischen dtscher Perfektion und österreichischer Lässigkeit. Soll doch jeder machen wie er will/kann - weil auch Geld +Zeit immer ne wichtige Rolle spielen.
Ich habe meinem Sohn, der auch heute noch immer alles perfekt machen will, im Laufe der Zeit oft gesagt: "egal jetzt, ist ja nur ein Golf" und das wurde zu "... nur ein Spiti", "....nur ein MG" und später kam dann auch "....nur ein TR"
... zu Deinem Problem:
TR6-Blechschaden(ForumMatthias)_02photo_2025-09-26_09-46-59.jpg
TR6-Blechschaden(ForumMatthias)_01photo_2025-09-26_09-46-59.jpg
sieht doch auf den Fotos garnicht so schlimm aus - würde prüfen ob Rad + VorderAchse betroffen sind und nix (VA-Aufnahmen, Querlenker usw.) verbogen/gebrochen/ausgerissen ist.
Wenn "nur" Reifen am Koti schleift, kann man sowas meistens auch schon vor Ort wieder rausziehen und i.d.Regel auf eigener Achse nach Hause fahren.
(natürlich nur wenn Fahrsicherheit nicht eingeschränkt ist und man sich sicher ist, dass z.B. die VA-Aufhängung usw. nicht beschädigt wurde -
Achsschenkel-zapfenbruch-im Drehgelenk möglich - ÜberPrüfung vor Ort schwierig, weil unsichtbar - muss nicht unbedingt Knackgeräusche auftreten - Abwägung auch abhängig von der RückFahrstrecke - Bergstrecke (?), muss aber jeder selber wissen)
erste Diagnose zuhause: ganz viel messen + vergleichen (Peters KarosserieWerte hilfreich) -
vor allem suchen, wo sind Diagonalen unterschiedlich (im WHB Rahmendaten)
geht ganz einfach mit Zollstock oder verstellbarer Messlehre (Aluschiene mit rechtwinkligem Zeiger - selber bauen) oder einfache Laser.....
Notizen+Fotos - ggfs am Fzg.markieren - Verformung genau betrachten - "am Blech lesen": von wo kam die Energie (ggfs. markieren) +
Vorgehensweise erste Versuche:
dann kann man versuchen zu drücken oder ziehen - vorsichtig - noch nicht hämmern und Rückverformung beobachten.
Manches lässt sich schon mit einfachen Mitteln wieder zurückdrücken (um Beschädigungen gering zu halten weiche Unterlagen Gummi/Holz benutzen )
dann Teile abbauen (Stoßstange, Haube)
- erneut wie oben messen, notieren, Fotos und probieren
- ggfs. weitere Teile abnehmen.
usw..............
Aber irgendwann kommt man an seine Grenzen (die meisten von uns) und klar, man kann auch einiges falsch machen. Und klar ist auch für einen echten UnfallSchaden braucht man auch viel Erfahrung und hilfreich ist natürlich immer eine Ausbildung. Halte das hier aber eher für einen Blechschaden und es ist auch nicht so ein Hexenwerk, man braucht eben nur viel Geduld.
GrundRegel: bei Rückverformung ist die Richtung der Kraft - möglichst exakt entgegengesetzt zur Verformung - maßgeblich für Wiederherstellung oder zusätzliche Verformung.
Denke für den Fall, dass Du dich nicht selber traust - ein guter alter Karosseriebauer vor Ort kann die Analyse gut machen und kriegt das Messen und so einen einfachen Blechschaden ohne TR-spezifische Kenntnisse hin. Bei Schäden an der Vorderachsgeometrie sollte jemand, der sich mit alten Engländern auskennt, ran.
Hannes
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.