Anlasser oder Elektrik ?

Zündung, Anlasser, Lichtmaschine, Beleuchtung, Hupe, Blinker, Radio...

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tr-26h
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Anlasser oder Elektrik ?

#1

Beitrag von tr-26h »

Hallo,
ich habe schon einiger Zeit ein Anlasserproblem das sich nicht beseitigen läst.

Beim Betätigen des Zündschlüssels klackt es jedes mal am Anlasser (Magnetschalter zieht an), aber er dreht nicht.

Wenn ich aber dann den 4. Gang einlege und den TR6 kurz vor oder zurückbewege (es reichen 10-15 cm) dann springt er sofort an.

Wie kann das sein? Das Ritzel dürfte doch garnicht anliegen, wenn ich die Zündung nicht betätige, wie kann das dann Einfluß auf den Anlasser haben?

Die Zündung habe ich überprüft, ist ok.
Den Anlasser ausgebaut, gereinigt und die Kohlen überprüft! alles ok.
Der Saft kommt vorne am Anlasser an, das Zahnritzel kommt raus, aber manchmal dreht der Anlasser einfach nicht. Vielleicht nach dem 10-15 mal springt er an, wenn er will, aber immer dann wenn ich den TR6 im 4. kurz hin und herruckel, dann springt er sofort an!

Wer kann mir weiterhelfen????????

Andreas
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marcusbagira
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#2

Beitrag von marcusbagira »

Hallo,

ich würde den Anlasser mal ausbauen und die Schub-Mechanik des Ritzels zerlegen, reinigen und neu fetten. Ich habe schon 2 TR Anlasser "überholt" und beide waren innen voller Dreck und altem gammeligem Fett. Vielleicht reicht die Kraft des Elektro-Magneten aufgrund der Verschmutzung nur noch gerade aus um das Ritzel in die Zähne der Schwungscheibe zu schieben wenn diese fluchten. Die Zähne am Schwungrad sind leicht angeschrägt so das normalerweise die Zähne unter leichtem verdrehen ineinander gleiten.

Noch was: Wie sieht es mit der Masseverbindung zum Motor/Getriebe aus?

Viele Grüsse

Marcus
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#3

Beitrag von tr-26h »

Hallo Marcus,
ich hatte den Anlasser schon zerlegt und gereinigt und hatte mir davon auch viel versprochen, aber dem war nicht so.
Das Problem blieb wie zuvor bestehen.
Ich habe den Anlasser auch in ausgebautem Zustandand überprüft, er zieht an und läuft auch.
Ich frage mich nur wie der Anlaser durch das Ruckeln im 4. Gang zum laufen gebracht wird, wenn er doch gar keine Verbindung haben dürfte(Zündung steht beim Ruckeln auf Aus).

Alle irgendwie komisch oder?

Andreas
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marcusbagira
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#4

Beitrag von marcusbagira »

... das kann doch eigentlich nur bedeuten das er mit dem "Klack" zwar einrückt, sich dann aber nicht dreht und auch nicht wieder zurück in die Ausgangsposition geht. Wenn Du dann schiebst dreht er sich etwas mit und läuft dann, warum auch immer. Sorry dann weiß ich auch nicht weiter, vielleicht hat einer von den "Profis" noch eine Idee!


Viele Grüsse

Marcus
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DietmarA
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#5

Beitrag von DietmarA »

Hallo Andreas,
DEN Fehler kenne ich - leider.
Das Anlasserritzel stößt gegen einen Zahn des Zahnkranzes. Wenn du einen Gang einlegst verschiebst du den Zahnkranz geringfügig und das Ritzel spurt wieder ein.
Bei einem Freund war sogar der Zahnkranz etwas nach hinten gedrückt worden wohl weil das Ritzel immer wieder dagegen gegongt ist.
Leuchte mal die Zähne des Zahnkranzes an und du wirst einen Grat daran finden.
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voltri
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#6

Beitrag von voltri »

Habe ein ähnliches Problem mit dem "Long Type" Anlasser. Dreht, spurt aber nicht ein. 4. Gang einlegen, und es klappt meistens auf Anhieb. Mehrfaches Zerlegen und Warten brachte keine Abhilfe. Keine Auffälligkeiten beim Test auf der Werkbank. Nach 10 Jahren Ärger wartet jetzt ein Getriebeanlasser auf den Einbau. Dann sollte Ruhe sein.
R.
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DietmarA
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#7

Beitrag von DietmarA »

voltri hat geschrieben:Nach 10 Jahren Ärger wartet jetzt ein Getriebeanlasser auf den Einbau.
Der war auch bei mir die Lösung
Gruß
Dietmar
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#8

Beitrag von marcusbagira »

... was ist den ein Getriebeanlasser?


Marcus
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#9

Beitrag von Timm »

Damit kann man das Getriebe anlassen. Sehr hilfreich z.B. an Bahnübergängen, wenn man da lange warten muss und der Motor ausgemacht werden muss. Dann kann man dann das Getriebe weiter laufen lassen.

Aber im ernst: Ein moderner Anlasser, den es bei diversen Händlern für die TRs gibt. Kleiner, stärker, aber halt nicht ganz oregenol. Macht amn auch gern, wenn der Fächerkrümmmer Platz für den alten wegnimmt oder die Verdichtungserhöhung des Motors nach der Leistungskur mehr Kraft vom Anlasser zum drehen fordert, als der alte zu geben bereit ist.
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#10

Beitrag von tr-26h »

Vielen Dank für die Antworten!

Es beruhigt ja schonmal, wenn andere den gleichen Fehler hatten.

Also wird es wohl ein Neuer sein müssen, schade eigentlich, da er ja noch läuft.
Kann man die Hochleistungsanlasser eigentlich mit den gleichen Anschlüssen von der Elektrik anschließen, oder muß man erst was ändern?

Vielen Dank für die Hilfe

Andreas
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#11

Beitrag von DietmarA »

ovi-wan hat geschrieben:ritzel und magnetschalter müssen natürlich auch ok sein.
Und genau das Ritzel ist ja das Problem. Die Zähne schlagen sich etwas breit.
Du kannst es ja mal mit nachfeilen probieren. Mit dem Getriebeanlasser dreht die KuWe halt viel leichter und er springt auch besser an.
Gruss
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#12

Beitrag von voltri »

Zähne an Ritzel und Kranz sind bei mit i.O. Ich hatte so manches Mal den Eindruck, daß der Anlasser die Spannung einer randvoll geladenen Batterie für die Mitarbeitet fordert. Richtig funktionieren sollte er allerdings auch dann, wenn der Akku eben nicht randvoll geladen ist.
R.
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#13

Beitrag von MadMarx »

vergiss es.
diese anlasser brauchen die volle batteriekraft....die ziehen bis 700A strom.

mein anlasser konnte meinen rennmotor kaum noch drehen und ist schließlich gebrochen.
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#14

Beitrag von voltri »

Nachtrag zum Getriebeanlasser: Einbau heute gescheitert. Flansch für die Aufnahme am Auge des Blocks 0,5 mm zu breit. Abdrehen schafft keine vollständige Abhilfe, der eingepreßte Bolzen sitzt soweit aus der Flucht, daß er durch einen Schraubbolzen ersetzt werden muß. Hätte mich auch gewundert, wenn alles auf Anhieb gepaßt hätte...
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#15

Beitrag von Gyula »

Hallo Andreas, hallo all!

Neben den bereits genannten Tips.......

* Es könnte möglich sein, dass die "Gleithülsen" der Kohlen so verdreckt sind, dass sich die Kohlen nicht frei genug bewegen können. Der Anpressdruck stimmt dann nicht und der Starter dreht nicht durch.

* Eine ander Möglichkeit ist, dass der Kollektor zu starke Riefen hat und/ oder oxidiert ist. Auch hier sind die Übergangswiderstände zu hoch und der Satrter dreht nicht. Beim Drehen gibt es dabei starken "Funkenregen"

* Eine dritte Möglichkleit ist, dass der Magnetschalter verschmutzt/ oxidiert ist. Auch hier wird sich der Starter dann nicht mehr drehen.

* Die Spannung am Anlasser hast du sicher schon gemessen, natürlich während dem Startvorgang....nicht nur am Magnetschalter, sondern direkt am Ausgang des Magnetschalters (an den kohlen)??

* Die Zuleitungen sind fest und korrosionsfrei...auch der Masseanschluss..??

In allen Fällen nützt ggf. das hin- und her Schieben, also nicht täuschen lassen....!

ps: Alle genannten Mängel ermöglichen ggf. das Anziehen des Magnetschalters und das Ritzel rückt auch ein, aber der Anlasser dreht sich nicht.....

Also, Starter nochmals raus, und alle genannten Teile reinigen (Bremsenreiniger). Die Riefen am Kollektor müssen abgedreht werden. Da ist Schleifpapier verboten!


Gyula
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