Die Mechanik der Waagebalken funktioniert. Ist in jedem Rennwagen so gelöst.
Bei mir kommt zum Einstellen der Bremsbalance noch ein Sicherheitsaspekt dazu.
Bei einem Fahrsicherheitstraining ist mir mal vorne rechts der Bremsschlauch gerissen und die ganze Brühe wurde dann da raus gepumpt.
Ich war immer der Meinung, dass in so einem Fall der hintere Bremskreis noch funktioniert. War aber nicht der Fall. Soviel zum Zweikreissystem der TR6 Bremse.
Na, das sehe nur ich mal wieder anders?!
Der Waagebalken wir bei 2 Geberzylindern auf ein Pedals benötigt
weil das Spiel, der Leer- und der Verfahrweg für Vorder- und Hinterachsbremse unterschiedlich sind.
Der Balken reagiert darauf und gewährt, dass beide Kolben sofort und immer identisch gepresst werden.
Das muss so sein, mehr bringt das aber nicht.
Wir haben doch alle in Physik gelernt (wer hat gepennt?),
dass man einen Hebel gestalten kann wie man will: es wirkt immer nur die Kraft im 90° zum Hebel?
Und dass der hydraulische Druck = Kraft 90° zum Kolben / Kolbenfläche ist?
Man kann nun den Anlenkpunkt auf dem Balken um z.B. 5 mm zu einer Seite hin verstellen,
das bringt aber nichts, wenn man die Zylinder nicht auch verschiebt.
Und das bietet keine mir bekannte Konstruktion.
Bzw. es bringt schon was, nämlich dass die Druckstangen schräg stehen und seitwärts Kräfte auf die Kolben wirken,
die sie an die Wände der Zylinder drücken und dort schleifen lassen. Wer so zur technischen Abnahme kommt,
den würde ich durchfallen lassen.
Und wenn mir ein Rennerles-Jeck auf meine spitzfindige Frage erklärt (echt passiert), seine Druckstangen seien so X-beinig,
weil er "die Hebel" auf dem Waagebalken verlängert hat und dadurch größere Kräfte und mehr Druck gewinnt,
dann kann ich mich nicht mal mehr wundern.
Beste Grüße, Marco