Niedergang von Diesel & Otto ?

Hier gehören übergreifende Themen wie z. B. der Wartungsplan vor dem Winterschlaf hinein.
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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#46

Beitrag von Berthold » 28.08.2017, 13:55

hneuland hat geschrieben:
26.08.2017, 11:43
ein gemeinsamer Nenner ist doch längst - spätestens mit der Gründung des "Cub of Rome" https://www.clubofrome.de/ im Jahr 1968 gefunden. Dessen Thesen befassen sich seither mit dem Thema "Nachhaltigkeit" auf unterschiedlichste Weise. Man könnte dem ja uneingeschränkt folgen...
Stimmt. Nur leider sind nur die wenigsten bereit selber etwas zu tun.
hneuland hat geschrieben:
26.08.2017, 11:43
Andere Öko-Aktivisten - etwa "die GRÜNEN" fallen seither mehr durch allen möglichen Unfug, denn nachvollziehbare Nachhaltigkeitspolitik auf.
Das ist ein echtes Trauerspiel. Eigentlich müsste aus dieser Ecke jede Menge konstruktive Vorschläge kommen. Aber leider Fehlanzeige.
hneuland hat geschrieben:
26.08.2017, 11:43
Unsere Gesellschaft ist in all ihren Teilen (selbst hier im Forum) nur darauf bedacht, "Schuldige" zu suchen oder mit dem Finger auf andere zu zeigen "der war's". Die große Politik müht sich seit Jahrzehnten, mit unzähligen Weltklimakonferenzen weiter zu kommen. Ergebnis ist eine Tango-Politik - zwei Schritte vor, drei zurück....
Wir müssen Lösungen und nicht Schuldige suchen. Anschließend analysieren was schief gelaufen ist, damit sich die Probleme nicht wiederholen.
hneuland hat geschrieben:
26.08.2017, 11:43
Realität ist - von der "schneller - weiter - höher" Mentalität will kaum einer abrücken. Helfen kann da in der Tat nur unser aller Eigenverantwortung... Was allein helfen kann - nachdenken und (wie schon mehrfach geschrieben) sich selbst ein wenig zurücknehmen. Dazu braucht es auch keine Politiker. Macht das Schule, wären wir schon einen Schritt weiter... :dream:
Genau das ist es. Ich befürchte aber, dass wir die Politiker doch noch brauchen, wenn zu wenige sich freiwillig einschränken.

Ich war gestern beim Petrol Talk in Bensberg. Dort habe ich dann dieses Fahrzeug Baujahr 1991 entdeckt.
IMG_1130.jpg
IMG_1132.jpg
IMG_1133.jpg
IMG_1134.jpg
Das Fahrzeug soll im täglichen Einsatz sein. Die Reichweite liegt trotz 12 Jahre alte Akkus noch bei 200 Kilometer. Die Rücksitzbank kann wieder eingebaut werden. Die Akkus ragen 5 cm weiter in den Fahrgastraum wie die originale Sitzkonsole.
Die ursprünglich eingebaute Dieselheizung wurde gegen eine elektrische Heizung mit 2 KW ausgetauscht. Die Heizung heizt bereits nach wenigen Sekunden und verringert die Reichweite bei ständiger Nutzung nur um 8 Kilometer.
Auch der Motor kann eigentlich nicht original sein, wenn man die Angaben am Fahrzeug mit denen von VW vergleicht.
Der Eigentümer wartet nur darauf, dass die Akkus schlapp machen. Dann will er Akkupakete mit 350 Volt einbauen, dadurch erhöht sich dann die Leistung von 50 auf 90 KW.
Motor und Spannungswandler sind wassergekühlt. Daher hat der City Stromer immer noch einen kleinen Kühler.

Es bestand reges Interesse an dem Fahrzeug. Wobei viele Besucher fragten warum VW dieses Konzept nicht weiter verfolgt hat.

Gruß Berthold

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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#47

Beitrag von Garfield » 28.08.2017, 15:11

Berthold hat geschrieben:
26.08.2017, 09:57
....

In NRW sind in den letzten 10 Jahren 80% der Insekten verschwunden und hat die Population der Vögel dramatisch abgenommen. Da die Insekten zur Besteubung gebraucht werden kann das noch zum ernsthaften Problem werden.
....

Gruß Berthold
Schade, Berthold. Diese Aussage allein ist Populismus pur. Der Rückgng um 80% war an zwei Messstellen am Niederrhein zu verzeichnen - dort lokal sicher ein Problem, aber keinesfalls repräsentativ für ganz NRW. Diese Eindruck könnte bei Deiner Aussage aber entstehen oder ist möglicherweise auch beabsichtigt.

Natürlich benötigt man kein SUV mit hunderten von PS, wenn man keiner Arbeit nachgeht und nur zum Einkaufen fährt. Anders sieht es aus, wenn man beruflich mehrere tausend Kilometer pro Monat abspult, einen Mittelgroßen Hund besitzt und einen Vater hat, der einen Rollstuhl benötigt. Da ist Volumen gefragt, und auch ein gewisser Komfort, den ich mir nicht nehmen lassen werde. Des weiteren verbraucht die Kiste nicht viel mehr als ein 10 Jahre alter Mittelklasse-Kombi, zudem mit Euro 6. zum Thema Gesundheit gibt es mittlerweile berufenere Artikel als die, die auf der Webseite der DUH oder der Grünen zu finden sind - mit dem Tenor, dass hier viel Lärm um nichts gemacht wird.

Es ist definitiv ein Fehler, E-Autos als "Brückentechnologie" zu sehen. Vielmehr sind das Umweltsünder Par Excellence, mit abzusehenden Altlasten für spätere Generationen. Ansonsten halte ich die Diskussion für eine ähnliche Panikmache wie die Ölkrise 73 (Öl ist bald alle), Waldsterben '80 (Bäume bald alle), Vogel- und Schweinegrippe (auch bald alle), BSE (Hirn alle), Feinstaub (Lunge alle). So auch NOx (Nerven alle). Es kommt, man regt sich auf, man stellt fest dass es irgendwie Nonsens war, und man lebt einfach weiter. Weltuntergang war übrigens 2012 - haben wir leider auch verpasst. (alles alle)

Peter
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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#48

Beitrag von Schnippel » 28.08.2017, 16:43

Hallo Peter,

mit Populismus hat das aber auch gar nichts zu tun !
Zur Info : https://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/sen ... n-100.html
Ich befasse mich schon seit einiger Zeit mit diesem Thema und es ist alarmierend !
Auch ein Grund warum ich Vögel das ganze Jahr über füttere.

Jeder der schon länger als 20 Jahre den Führerschein besitzt, hat es vielleicht schon mal wahr genommen.
Was hat man heute vor der Windschutzscheibe an toten Insekten nach 200 km
Was hatte man damals an Insekten vor der Scheibe ?
Ich weiß sind ja nur Insekten,aber was mit diesem Rückgang verknüpft ist,ein tickende Zeitbombe !

Bis denn
Ralf
Freundlichkeit ist wie ein Bumerang,sie kommt zurück.

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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#49

Beitrag von hneuland » 28.08.2017, 17:36

Insekten??? Die gibt's mittlerweile sogar als Burger https://www.welt.de/vermischtes/article ... chrei.html - können also so selten nicht sein...

wieder 'n neues Thema (oder Nebenkriegsschauplatz) :-o
Mag sein, dass es hier punktuell Probleme geben mag. Die hat es jedoch in der Erdgeschichte (Evolution) immer wieder gegeben. Aktuell haben auch Insekten viele neue Feinde, etwa durch den weltweiten Reiseverkehr... Deutsche Marienkäfer werden durch solche asiatischer Provenienz verdrängt, Bienen durch "Killerbienen" Wespen hingegen durch zu kalte Winter usw. In meinem (großen) Garten kann ich jedoch weder weniger Insekten noch Vögel feststellen - und hier habe ich persönliche Vergleiche bis zurück in die 1950er Jahre! Jahrelang hatten wir keine Spatzen mehr, dafür Drosseln, Eichelhäher, Elstern und Meisen in Scharen. Seit dem letzten Jahr sind aber auch die Spatzen wieder da - und weniger Elstern..... :dream:

Und was den Friedhof auf den Windschutzscheiben angeht - lieber Ralf - guck Dir mal den Scheibenwinkel von aktuellen Autos im Vergleich zu etwa 1960er Modellen an. Klar, dass auf steil stehenden Scheiben mehr Insektenleichen sind. Bei meinen letzten TR-Fahrten hatte ich genausoviel zu reinigen wie ehedem. Die flacher stehenden Scheiben moderner Autos lassen aber auch die Viecher übers Auto fliegen, statt auf der Windschutzscheibe zu verenden. Selbst über's Vögel füttern ließe sich trefflich streiten - man fördert bei den Tieren untereinander Futterneid und Streit. Zudem macht Füttern die Vögel faul, im Frühjahr sind die Bäume voller Läuse. Wir füttern nur bei wochenlanger, extremer Kälte mit Schnee und sind mit vielen Vogelarten im Garten gut sortiert.
Bleiben wir also besser - zumindest hier im Forum - bei unseren Diskussionen doch bei der Sache! Immer neue Verzweigungen auf andere Themen helfen nicht weiter - s. weiter oben bei meinen Beiträgen "der war's".
Wir alle leben in unserem Umfeld in der luxuriösen Situation, uns bedarfsgerecht mit allem Wünschenswerten ausstatten zu können (Katers Darstellung gibt dafür ein gutes Beispiel). Wenn das mit Augenmaß geschieht, gibt's Chancen zur Besserung. Dabei haben wir alle Möglichkeiten, das selbst zu gestalten. Moderne Informationstechniken statten uns zugleich mit dem erforderlichen Wissen in einem bislang nie dagewesenen Maß aus. Wir müssen nur handeln, ein Jeder für sich selbst. Dazu brauchen wir keine Reglements und auch keine Politiker. :wave:
Zum Abschluss nochmal zurück auf's Thema: Wo, bitte, gibt es eine Vorschrift PKW mit Dieselmotoren zu kaufen??? Wenn sie niemand mehr kauft, werden sie nicht mehr gebaut und man braucht sie auch nicht zu verbieten..... So einfach ist das in einer (freien) Marktwirtschaft. :yes:

Liebe Grüße
Horst

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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#50

Beitrag von Gyula » 28.08.2017, 20:03

Hi!

Ich denke, da verschließen einige ihre Augen vor der Problematik.
Die Politiker werden schon gebraucht um Regulative einzubauen....
Und es war schon immer so - wenn man eine Karotte vor die Nase gehalten bekommt, dann greift man danach.
Das sind wohl die ewigen Ausreden, die Verantwortung dem Verbraucher zuzuschieben.
Wenn ein SUV angeboten wird, dann kann auch zugegriffen werden.
Wenn billige Käfigeier angeboten werden, dann werden diese auch gekauft.
Und so ist es auch beim Auto.
Solange Diesel und 300 KW Boliden angeboten werden, darf man diese auch kaufen - ohne schlechtes Gewissen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich stehe zu Fahrzeugen mit CO2 freiem Antrieb und und und.....
Aber ohne Regulative - keine Chance!

Übrigens, super Diskussionsfaden, ohne Quereleien.... :klatsch: :klatsch: :klatsch:

Liebe Grüße
Gyula
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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#51

Beitrag von Gyula » 29.08.2017, 08:37

Hi!

Nachtrag:
Es reden einige von e - Autos, differenzieren aber nicht zwischen Batterie - und Brennstoffzellenbetrieb.....
Das Batteriebetriebene e-Auto bietet meiner Meinung nach keine vernünftige Alternative.
Aber die Brennstoffzelle ist ein sehr guter Weg um die Umweltbilanz nachhaltig und positiv zu beeinflussen.

Liebe Grüße
Gyula
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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#52

Beitrag von Berthold » 29.08.2017, 09:58

Schade das es keine Kommentare zum CityStromer gibt. Dieses Projekt wurde, nach Meinung einiger Experten, nur ins Leben gerufen um zu beweisen, dass E-Mobilität nicht machbar ist. Mangelnde Alltagstauglichkeit hat das Ursprungsmodell ja auch hinreichend bewiesen. Der abgebildete CityStromer beweist aber das Gegenteil. Laut Besitzer wurde der Wagen 2015 mit mindestens 10 Jahre alten gebrauchten Teilen inklusive Akkus aus anderen Elektrofahrzeugen umgebaut und ist absolut alltagstauglich.

Über Sinn und Unsinn mancher Fahrzeuge können wir wir noch unendlich diskutieren. Ich fahre bestimmte Strecken schon seit Jahrzehnten und brauche trotz größerer Motorleistung und weiterem Ausbau der Autobahnen immer länger für die Strecken. Letzte Woche: Darmstadt - Bergisch Gladbach (185 Km) 3 Stunden 10 Minuten. Wenn ich nach Oldenburg fahre bin ich heute zufrieden, wenn ich in drei Stunden da bin. In den 80igern brauchte ich keine 2 Stunden und das bei nur 120 PS. Jedes Mal unter Berücksichtigung der geltenden Verkehrsregeln! Nach meiner Einschätzung macht es keinen Sinn mit 200,300 oder sogar noch mehr PS einen Schnitt von ca. 100 km/h zu erreichen oder im Stau zu stehen.

Alle Antworten zu den Fragen die mit ich beginnen oder ein ich beinhalten können, bei einer Weltbevölkerung von bald 9 Milliarden Menschen, keine Lösung beinhalten. Nur wir in der großen Masse können etwas bewegen. Und da so gut wie niemand auf ein Statussymbol verzichten möchte werden wohl zukünftig Regularien erlassen werden müssen. Der Staat muss die Entscheidungen treffen, zu der die Masse der Bürger nicht willig ist. Hinzu kommen die unterschiedlichsten Lobbygruppen (Umweltaktivisten wie Autoindustrie), die durch nicht nachvollziehbare Aussagen in den Medien Stimmung machen.

Zunächst benötigen wir eine ausreichende Menge an regenerativer und speicherbarer Energie. Und zwar egal ob wir wir über Akku, Brennstoffzelle oder eFuel reden. Alle drei Varianten sind nur dann ökologisch sinnvoll wenn diese erste Voraussetzung erfüllt ist. Beim jetzigen Energiemix verlagert man nur den Standort des Auspuffs, was an den kritischen Standorten aber für eine Verbesserung sorgen würde. Ich würde das E-Auto mit Akkus nicht abschreiben, da das Thema Recycling doch gelöst scheint. Langfristig sehe auch ich die Lösung in der Brennstoffzelle. Man sollte aber sicherstellen, dass der Wasserstofftank nicht als Booster für konventionellen Sprengstoff genutzt werden kann. Sonst freuen sich die Jungs mit der schwarzen Fahne.

Ich bin mit sicher, ohne einen Termin nennen zu können, dass das Ende des Verbrenners unausweichlich ist.

Gruß Berthold

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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#53

Beitrag von hneuland » 29.08.2017, 10:04

Gyula hat geschrieben:
29.08.2017, 08:37

Das Batteriebetriebene e-Auto bietet meiner Meinung nach keine vernünftige Alternative.
Aber die Brennstoffzelle ist ein sehr guter Weg um die Umweltbilanz nachhaltig und positiv zu beeinflussen.
Liebe Grüße
Gyula
genauso ist das! Doch geht die öffentliche Diskussion leider nicht in diese Richtung. Auch die Brennstoffzellentechnik ist meines Wissens derzeit noch nicht marktreif. Der Aufbau einer neuen Versorgungsinfrastruktur für zukünftige "Kraftstoffe" braucht Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Doch anstatt sich mit der Wasserstofftechnologie auseinanderzusetzen palavern viele von E-Säulen. So wird das nix ;D

Liebe Grüße
Horst

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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#54

Beitrag von hneuland » 29.08.2017, 10:33

Berthold, hast ja Recht mit Deiner Analayse, was die langfristige Zukunft des Verbrennungsmotors angeht. Aktuelles Problem ist, dass für die damit betriebene massenhafte Mobilität zur Zeit keine brauchbare Alternative in Sicht ist.

Zu Zeiten, als die automobile Versorgung nur auf einen überschaubaren Kreis von Menschen beschränkt war - also etwa bis in die 50/60er Jahre - war der Verbrennungsmotor vielleicht sogar die vernünftigste Antriebsart. Alternativen gab's ja schon lange vorher nur wurden sie eben nicht nachgefragt und deshalb auch nicht weiter entwickelt. Selbst der E-Motor für PKW ist ja keine Erfindung unserer Tage.
Ziel muss also sein - wenn wir die individuelle Bewegungsfreiheit nicht wieder nur Privilegierten ermöglichen wollen - neu zu denken! In einem vernünftigen Nebeneinander unterschiedlicher Antriebsformen kann aber auch der Verbrennungsmotor eine Zukunft haben. Wohin man sich dabei auch immer bewegt - es braucht eine andere Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. Ob dies die klassische "Tankstelle" zu leisten vermag, weiß ich nicht. Müsste analysiert werden. Jedenfalls kann ich mir durchaus ein Nebeneinander unterschiedlicher Technik vorstellen. Das gibt's in anderen Lebensbereichen ja auch - etwa verschiedene Netze fürs Telefonieren oder unterschiedlichen Satellitensystem für die Kommunikation (auch wenn dies nicht unmittelbar vergleichbar ist). Vielleicht müssen wir weg vom "Entweder / Oder" und hin zum "Sowohl /als auch". Zwar passt das nicht überall - doch im allgemeinen belebt Konkurrenz das Geschäft. :yes:

Allein unsere übersichtliche Diskussion hier im Forum zeigt doch eine Bereitschaft, auch andere Denke zu akzeptieren. Wenn ich mir die Beiträge in den verschiedenen Threads nochmal durchlese - in (fast) jedem steckt ein Stück Wahrheit. Selbst ich - mit meiner anfänglichen Dieselverteufelung - bin ein wenig toleranter geworden.
Gyula hat völlig Recht -
Gyula hat geschrieben:
28.08.2017, 20:03
Übrigens, super Diskussionsfaden, ohne Quereleien.... :klatsch: :klatsch: :klatsch:
Gyula
Wenn dies auch in der großen Öffentlichkeit so ginge, wären wir schnell ein Stück weiter :dream:

Grüße
Horst

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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#55

Beitrag von Garfield » 29.08.2017, 13:34

Schnippel hat geschrieben:
28.08.2017, 16:43
Hallo Peter,

mit Populismus hat das aber auch gar nichts zu tun !
Zur Info : https://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/sen ... n-100.html
Ich befasse mich schon seit einiger Zeit mit diesem Thema und es ist alarmierend !
Auch ein Grund warum ich Vögel das ganze Jahr über füttere.

Jeder der schon länger als 20 Jahre den Führerschein besitzt, hat es vielleicht schon mal wahr genommen.
Was hat man heute vor der Windschutzscheibe an toten Insekten nach 200 km
Was hatte man damals an Insekten vor der Scheibe ?
Ich weiß sind ja nur Insekten,aber was mit diesem Rückgang verknüpft ist,ein tickende Zeitbombe !

Bis denn
Ralf
Hat es sehr wohl, lieber Ralf. Es wird der Anschein erweckt dass es in GANZ NRW zu einem Rückgang um 80%gekommen sei; dies stimmt aber definitiv nicht. Es ist nur an 2 Messstationen der Fall, die zudem nicht flächendeckend in GANZ NRW aufgestellt waren und demzufolge auch nicht repräsentativ sind. Mit den Daten wird aus einer bestimmten Ecke heraus Politik betrieben.

Und ich habe heute noch genau so viele Viecher auf der Scheibe wie vor 20 Jahren - aber vielleicht fährst Du auch einfach nur langsamer, denn freie Autobahnen sind ja mittlerweile um 80% zurückgegangen in NRW...

Munter bleiben!

Peter
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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#56

Beitrag von Garfield » 29.08.2017, 13:43

Grundsätzlich bin ich gegen Verbote und Regulären von staatlicher Seite; hier kümmern sich Amateure um die essenziellen Dinge des Lebens. Dies sollte man den Profis überlassen.

Die einzige sozialverträgliche und auch marktwirtschaftlich-komforme Lösung ist die, dass eine oder mehrere alternative Antriebstechnologien so gut und überzeugend sind, dass diese besser sind als das, was wir haben. Will sagen: Die Leute müssen von alleine geil darauf werden, ein Auto mit Flux-Kompensator oder weißgottwas zu fahren, weil der dann einfach unschlagbar besser, schneller, billiger, eleganter und schneller ist als das, was sie jetzt fahren. Nur SO kann ich Akzeptanz erreichen.
Ein Auto ist eben für viele Leute mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Der eine hat eben ein Spielzeug (TR), der andere vielleicht mehrere und bewegte diese dann auch im Alltag. Natürlich kommender heute nicht mehr so schnell voran wie vor 20 Jahren - einerseits gibt es mehr Verkehr, andererseits auch viele unsinnige statische Geschwindigkeitsbegrenzungen. Ich versuche immer antizyklisch meine Termine zu legen, so daß ich bspw. nicht am Nachmittag oder am frühen morgen durch das Ruhrgebiet fahren muss. Meistens komme ich dann flüssig und ohne Stau hindurch, und das so schnell wie vor 20 Jahren. Das selbe mit Fahrtenbuch MeckPomm, etwa 600 km Autobahnen Landstraße, für die ich dann 5 - 5,5 Stunden benötige.
435 PS sei Dank.

Gruß, Peter
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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#57

Beitrag von Gyula » 29.08.2017, 14:15

Hi!
Garfield hat geschrieben:
29.08.2017, 13:43
Die einzige sozialverträgliche und auch marktwirtschaftlich-komforme Lösung ist die, dass eine oder mehrere alternative Antriebstechnologien so gut und überzeugend sind, dass diese besser sind als das, was wir haben.
Gruß, Peter
Die beiden Begriffe "Sozialverträglichkeit" und "Marktwirtschaft" vertragen sich in der heutigen Zeit nicht so wirklich.

Die heute praktizierte Marktwirtschaft ist ein ausschließlich auf Wachstum ausgerichtetes System (ohne Wachstum funktioniert es nicht).
Dem zu Folge wird die Wirtschaft alles tun, um dieses Wachstum zu realisieren. Sie wird viele Produkte erfinden und den Konsumenten deren Notwendigkeit suggerieren um das notwendige Wachstum zu erreichen.
Flankierend kommen dann Rationalisierungsprogramme zur Reduktion der Herstellkosten, die dann am Markt zu Dumpingpreisen führen.
Damit ist der Konsument endgültig vom Produkt überzeugt....,
auch wenn es seinen eigenen Arbeitsplatz kostet und die Umwelt zerstört.
Die soziale Komponente ist wiederum keine Errungenschaft dieses Systems, sondern hart erkämpfte Rechte, die schlussendlich durch die Legislative umgesetzt wird.

Nun kommen wir wieder zu unserem Thema zurück:
Der Verbrennungsmotor darf ja noch gar nicht sterben, denn wir verdienen noch all zu gut daran.
Mit E - Motor und Brennstoffzelle lässt es sich noch nicht verdienen.
Also heißt es für die Umwelt " bitte warten".......


Liebe Grüße
Gyula
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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#58

Beitrag von Berthold » 29.08.2017, 15:25

Gyula hat geschrieben:
29.08.2017, 14:15
Die heute praktizierte Marktwirtschaft ist ein ausschließlich auf Wachstum ausgerichtetes System (ohne Wachstum funktioniert es nicht).
Das wiederum ist eine zwingende Folge unseres Geldsystems. Neues Geld wird nur als Schuld erschaffen. Das Geld für die Zinsen existiert nicht und kann nur durch neue Kredite finanziert werden. In der Folge steigt die Gesamtverschuldung immer weiter an. Das funktioniert so lange das Wachstum größer ist wie die Zinsen und die Bevölkerung daran glaubt, dass die Schulden rückzahlbar sind. Ich will jetzt kein neues Fass aufmachen. Aber das ist auch eine große Baustelle für die eine Lösung dringend gebraucht wird. Der nächste Crash kommt bestimmt. Da das zugrundeliegende Problem ein mathematisches ist, kann man auch vorhersagen, dass der Zeitraum zwischen zwei Crashs immer geringer wird.

Gruß Berthold

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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#59

Beitrag von pi_power » 29.08.2017, 20:19

Es ist wieder so weit:
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Hauptsache Frisur hält!

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Re: Niedergang von Diesel & Otto ?

#60

Beitrag von Willi » 19.10.2017, 14:24

Garfield hat geschrieben:
29.08.2017, 13:34

....Hat es sehr wohl, lieber Ralf. Es wird der Anschein erweckt dass es in GANZ NRW zu einem Rückgang um 80%gekommen sei; dies stimmt aber definitiv nicht. Es ist nur an 2 Messstationen der Fall, die zudem nicht flächendeckend in GANZ NRW aufgestellt waren und demzufolge auch nicht repräsentativ sind. Mit den Daten wird aus einer bestimmten Ecke heraus Politik betrieben...
Ich hol das nochmal hoch wegen des Rückgangs der "Insekten- Biomasse". Ist vielleicht doch kein auf 2 Messstationen beschränktes Phänomen, sondern eine ernst zu nehmende, wissenschaftliche Untersuchung.

https://www.bbc.com/news/science-environment-41670472

Und ja; auch ich bemerke über die letzten 20-30 Jahre einen deutlichen Rückgang von Insekten, die ich mit der Windschutzscheibe "fange". Mal sehen, wie lange die Lobbyisten (wohl mehr aus dem Chemiebereich) das Problem kleinreden können.

Willi
If the only tool you have is a hammer, every problem tends to look like a nail.

Nichts ist idiotensicher, weil Idioten so erfinderisch sind.

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