Bin gerade dabei eine Ersatz Metering Unit der Lucas Einspritzung zu überholen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass es wohl im Detail unterschiedliche Rotoren und Rotorzylinder sowie bewegliche Anschläge gibt.
Hat jemand eine Quelle wo diese Unterschiede beschrieben sind.
Es geht nicht um den Unterschied der Steuereinheit zwischen CR und CP.
Z.B. habe ich in einem Rotor eines TR Freundes einen anders geformten beweglichen Anschlag gefunden. Auch die Bohrungen für die Benzinzufuhr im Rotorzylinder sind dort anders ausgeführt.
Ja das ist so, der Dosierverteiler wurde weiterentwickelt, die Hülse in der der Rotor dreht wurde mehrmals verändert, Zulaufbohrungen, Schmierbohrungen, Sicherung des Rotors mit oder ohne Seegerring, der angeschraubte Mitnehmer am Antrieb des Rotors, der feste Anschlag im Rotor, das Shuttle als auch der bewegliche Anschlag auf der Benzin Membran Seite haben ihre Form gewechselt, nicht aber die Funktion. Genauso bei der Benzinmembran und den Rückschlagventilen am Ausgang. Darum sollte man auch nicht versuchen Teile eines Dosierverteiler in einen anderen einzubauen.
Wenn du mehr über das System wissen willst, lade dir zuerst die Lucas Unterlagen aus dem Internet herunter, du kannst mir nachher auch eine PN senden damit ich dir weitere Unterlagen mailen oder zusenden kann.
Danke für den Hinweis und die zusätzlichen Dokumente, auf die ich mich freue.
Im Internet gibt es eine recht große Zahl an Informationen. Ich will nicht ausschließen, dass ich noch nicht alles gefunden habe.
Informationen zu bestimmten Ausführungen fehlen allerdings eigentlich immer. Z.B. wofür die eine oder andere Bohrung etc. ist, Gewindemaße, Schraubenlängen, O-Ring Maße, ... .
Am wichtigsten ist allerdings die Information, wie zu erkennen ist, ob ein Bauteil verschliessen ist. Da habe ich bislang nichts wirklich gefunden.
Insbesondere die Anschläge (Stopps) und das Pendel (Shuttle) kann ich nur schwer beurteilen.
Die beiden Stopps z.B. haben ja zum Shuttle hin eine "Verjüngung". Da wurde Material abgedreht. Die Menge in mm³ ist aber zwischen fixem und beweglichem Stopp unterschiedlich. Und am beweglichen Stopps von zwei Metering Units auch wieder unterschiedlich. (Fix Stopp ca. 170 mm³ - moveable Stopp ca. 190 bzw. 320 mm³)
Ich frage mich nun welchen Einfluss das auf den Betrieb hat, da ja grundsätzlich dieser Raum durch Benzin gefüllt ist und somit am beweglichen Stopp also für die hinteren drei Zylinder mehr Benzin dort steht. Wobei man die Anschlüsse der Zylinder auch verändern kann (an der MU links gegen rechts tauschen) und dann würde das für die vorderen 3 Zylinder gelten.
Das Thema PI wurde hier ja schon vor über 10 Jahren in mehreren Artikeln beleuchtet. Vielleicht hat ja da noch jemand Informationen, die ich entweder noch nicht gefunden habe oder aber nicht ins Forum gelangt sind.
PI System, Ansaugstutzen, Einspritzdüsen, Dosierverteiler. Nachdem wieder diverse Fragen zu dem Thema aufgetaucht sind, möchte ich euch meine Erfahrungen zu wer macht was für Revisionen gut, hier kurz auflisten.
Ich habe in den letzten Jahren einiges an PI Teilen verbaut, von diversen Quellen, vieles war gut, aber auch einiges Pfusch am Bau. Seit mehr als zehn Jahren kaufe ich mehrheitlich revidierte, kontrollierte und sauber eingestellte Komponenten von Neil Ferguson. Er ist nicht der schnellste Beantworter von Emails, hat aber vor kurzem in Stafford eine neue Werkstatt mit bedeutend mehr Platz eingerichtet.
Er revidiert und stellt Dosierverteiler nicht nur für TR ein, sondern auch für Ferrari, Maserati und alte Formel 1 Boliden, er hat auch ein offenes Ohr für Kundenwünsche, Er revidiert auch TR Komponenten für die grossen im Ersatzteilmarkt, auch die guten alten Lucas Förderpumpen mit garantierter Druck- und Literleistung, Überdruckventile, Dosierverteiler, Einspritzdüsen, Ansaugstutzen, alles wird zerlegt und Einzelteile wenn nötig, nach Überprüfung ersetzt. Viele der Teile werden heute Lokal nachgebaut, er weiss wie Qualität aussieht.
Gerade beim Dosierverteiler ist es mit dem ersetzen von einigen Teilen nicht getan. Wenn die Steuerkurve, die das Benzin entsprechend dem Vakuum im Ansaugrohr zumisst eingelaufen ist stimmen die Werte genauso wenig wie bei undichten Ansaugstutzen. Unsere Gefährte haben ein Alter erreicht wo das eine und andere Problemchen halt nicht mehr auf die lange Bank passt.
Heute werden Ansaugstutzen mit neuen Drosselklappenwellen und abgedichteten Lagern, besser als neu revidiert und bei der Gelegenheit mit einer Leerlauf-Luft Einstellschraube wieder auf Vordermann gebracht.
Auch ein neuer oder revidierter Dosierverteiler kann nur so gut arbeiten wie die eingebauten und angeschlossene Komponenten funktionieren. Die auf 1000stel mm feingehonten Teile, wie Rotor, Fester Anschlag, Shuttle und verstellbarer Anschlag kann man nicht tauschen. Wenn da Schäden oder Verluste beim Testlauf auf der Prüfbank messbar sind muss der Rotor mit den Innereien und der Hülse ersetzt werden. Das ist jedoch nur nach der mechanischen Grundeinstellung auf dem Prüfstand feststellbar.
Ein spezieller Punkt sind die Gelenke an der Vakuummembrane. Der kurze Kunststoff Gewindestummel bricht häufig Altersbedingt, es gibt aber Ersatz, der unter Verwendung des bestehenden Stahlstiftes wieder einwandfrei funktioniert. Da alle diese Arbeiten aufwendig sind und Spezialwerkzeug sowie einen Prüfstand zur Einstellung und Kontrolle der Fördermenge plus Höhenkorrektur benötigen, nicht ganz billig.
Als Anhang ein paar Fotos aus der Werkstatt und vom Prüfstand bei Neil.
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend, Robert
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