Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

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ArnoldSteiger
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Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#1

Beitrag von ArnoldSteiger » 06.10.2018, 11:56

Alpen – Dolomiten – Alpen Tour 2018 TRIUMPH TR5 PI
Schon 2016 hatte ich an eine solche Tour von ca. 8 bis 10 Tagen gedacht. Sowohl im Bekanntenkreis wie auch bei ein paar Bekannten, welche auch Oldtimer fahren, hatte ich den Vorschlag unterbreitet. Wie üblich konnte sich keiner dazu entschließen, und die Tour wurde verschoben. 2017 das gleiche Bild, viel Interesse und keine Entschlossenheit. Also, wieder verschieben. 2018 dachte ich mir, entweder machst Du jetzt die Tour oder nie. In meinem Alter von 74 weiß man nie, wann es mal soweit ist. Also, kurz entschlossen, nachdem ich im Frühjahr schon eine 10-tägige Tour durch Schweden gemacht hatte und 3960 km gefahren war, entschloss ich am 04. September los zu fahren.
Die Hotels waren gebucht und bestätigt, die kulinarische Seite war abgedeckt, da die Speisekarten viel versprachen und die Preise waren angemessen. Zwei kleine Trollis mit dem nötigen im Koffer-Raum, ganz wichtig mein Kopfkissen und eine Jacke sowie ein Bodywarmer und es konnte losgehen.
04.09.2018: Gegen 09.40 Uhr fuhr ich in Enschede los, in Ahaus auf die Autobahn A35, am Oberhausener Kreuz die A3, dann bei Frankfurt auf die A67, am Kreuz Waldorf auf die A6 bis Kreuz Weinsdorf und über die A81 Richtung Singen/Konstanz am Bodensee. Nach etlichen (Raucher-) Pausen war ich gegen 17 Uhr und 675 km bei Stockach am Hotel. Es war einwandfrei gelaufen, der TR ließ sich gerne kitzeln und zeigte was unter der Haube steckte. Das Wetter zeigte sich auch von der angenehmen Seite, sodass auf der Terrasse das erste Weizen nur so runter zischte, und das Abendessen war eine Gaumen Freude.
Hotel Schöneberger Hof - Stockacherstrasse 16 – 78359 Orsingen-Nenzingen
+49 7771 879680 – info@cook-cook.dewww.cook-cook.de
05.09.2018: Nach einem guten Frühstück alles eingepackt, Dach abgenommen (es ist ja schon fast Herbst und die Nachtfeuchtigkeit macht sich gut bemerkbar) Abfahrt. Entlang des Bodensees auf der E54/B31 Richtung Lindau. Nach Lindau entschloss ich mich doch auf die Autobahn zu fahren. Da ich einige Jahre in Villingen-Schwenningen gewohnt habe, wusste ich, dass die Durchfahrt Lindau – Bregenz dem Wasser entlang und über die Landstraßen nach Bludenz sehr mühselig sein kann. Also 10 Tages Vignette für 9.00 € gelöst und auf die A60/A14, durch den Tunnel und bis zur Ausfahrt Montafon (nach Bludenz) gefahren. Von da aus Richtung Silvretta Hochalpenstrasse. Die fehlte in meiner Sammlung. Die Maut von 15.-- € bezahlt und ab ging es. 2.-ter Gang, Over Drive und 3.-ter Gang und den Berg hoch. Es machte Spaß. Der TR lief wie eine Rennmaschine und ich musste ordentlich arbeiten. Wenig Verkehr zu diesem Zeitpunkt, also ausnutzen und Gas geben. Passhöhe 2032 m ü.M. Vor Landeck wieder auf die Autobahn, durch die verschiedenen Tunnel bis nach dem Roppener Tunnel (nach Imst) und dann rechts ab in das Ötztal Richtung Timmelsjoch. Von der Südtiroler Seite kannte ich ihn ja schon. Bis zur Mautstelle (16.00 €) kämpfte ich mit einem BMW Z3. Er hat doch über 10 km gebraucht um mich zu überholen, und oben an der Mautstelle hatten wir ein gutes Gespräch. Er hat sich gewundert, dass die alte Kiste von 02.1968 so schwer zu packen war trotz seiner PS überlegenen Maschine. Es war Spaß pur und ordentlich arbeiten ohne Servo Unterstütz-ung. Passhöhe 2474 m ü.M. und runter ging es bis St. Leonhard/San Leonardo, links und dann begann der Aufstieg zum Jaufenpass/Passo di Giovo. Passhöhe 2094 m ü.M. und sehr schlechte Straße mit einen Haufen Löcher, gerissene Asphaltdecke, und, und, und. Hat ganz ordentlich geschüttelt, aber Spaß gemacht. In Sterzing/Vipiteno war ich auch wieder gegen 17.00 Uhr und schaute auf den Brenner.
Hotel Maibad – Brennerstrasse, Maibad 6 – I-39049 Sterzing/Vipiteno
+39 472 765461 – info@maibad.comwww.maibad.com
06.09.2018: Es hatte sich am Abend vorher ein typisches Berge Gewitter zusammen gebraut, ordentlich geblitzt und gedonnert und natürlich auch geschüttet wie aus Eimern. Es sah auch jetzt nicht besonders gut aus, also blieb das Dach drauf. Die Prognosen waren auch nicht super da Regen voraus gesagt wurde. Ich fuhr die Brenner Straße SS12 Richtung Bozen/Bolzano bis Klausen/Chiusa und bog SS420 Richtung Grödnertal/Val Gardena ab. Ich hatte geplant die „Große Dolomiten Tour“ zu machen, also an Cortina D´Ampezzo und den drei Zinnen vorbei, aber es war nicht gerade gutes Wetter, ein enormer Verkehr, und diese Tour hatte ich 2006 mit meinem TR 4 Baujahr 1962 schon gemacht. Ich entschloss mich den Grödnerjoch/Passo di Gardena zu fahren. Auch der fehlte ich der Sammlung. Wunderschönes Tal und eine tolle Bergfahrt bis auf 2121 m ü.M. Die Aussichten waren überwältigend wie man sie nur an den Dolomiten hat und das Wetter wurde auch besser. Runter Richtung Corvara, links auf die SS243 Richtung La Villa und weiter Richtung Bruneck/Brunico auf der SS244. Ein sehr schönes Tal. Am Ende links abgebogen Richtung Kiems/Chienes auf der SS49 bis zum Kreisverkehr vor Brixen/Bressanone und über die SS12 wieder zurück bis zum Hotel.
Ich muss doch die Anmerkung loswerden, dass es heute nicht mehr so viel Spaß macht wie vor etlichen Jahren. Es war sehr viel Verkehr und jede Menge „Flachland-Tiroler“ am Berg, welche keine Ahnung haben wie man fährt, Spitzkehren nimmt, usw., usw. Dicke Autos unter dem A… und nicht fahren können; ständig bremsen in den Kurven, mitten auf der Straße fahren aus Angst vor dem Abgrund, noch nie davon gehört, dass auffahrender Verkehr Vorfahrt hat. Am Schlimmsten jedoch, sind die Motorradfahrer mit Ihren „Rennmaschinen“. Sehr aufdringlich, überholen um jeden Preis, mit hoch Tempo rauf und runter fahren und sich und die Kurven überschätzen. Wenn ich nicht rechtzeitig abgebremst hätte, hätte ich mindestens drei auf der Motorhaube als Zierde gehabt. Und ein paar schwere Unfälle damit gab es auch noch. Da machen es die Senioren mit ihren teilweise tollen Maschinen deutlich besser. Überholen ja, wenn Platz genug ist.
07.09.2018: Wetter war wieder schlecht, neblig und regnerisch. Durch die Erfahrung des Vortages, nahm ich die Autostrada A22 bis Bozen Messe, Abfahrt Meran/Merano = 5.30 € Maut. Nach Meran eine gut ausgebaute 4-spurige Schnellstraße SS38 und diese weiter Richtung Reschen Pass/Stilfser-joch bis Sponding/Spondigna. Ja, und dann tauchte er auf: der berühmte Stilfserjoch/Passo dello Stelvio und das Wetter wurde besser, ich fuhr ja offen und es machte Spass. Gas geben, arbeiten, soweit möglich an Flachland Tirolern vorbei ziehen, Choke bearbeiten und rauf mit möglichst hohem Tempo. Etliche, muss ich gestehen, waren so freundlich mich vorbei ziehen zu lassen. Und er lief mein TR5. Zweiter Gang bis 4000 Rpm, Over Drive full power, vor der Spitzkehre wieder raus, Kurve, Gas geben und wieder Over Drive, bis ich endlich oben war und die 48 Spitzkehren hinter mir hatte. Einfach Spitze auf 2757 m ü.M auf der Cima Coppi wie er auch genannt wird aus dem Giro d´Italia. Auch die Abfahrt; in diesem Falle Richtung Bormio; hat es in sich, steil und sehr Kurvenreich. Nach ein paar hundert Meter kann man auch rechts auf den Umbrail Pass/CH abbiegen (heute ist es asphal-tiert, 2006 noch Schotter) Richtung Ofen Pass - Engadin (Zernez). Vor Bormio rechts auf die SS301 Richtung Livigno abgebogen. Fast kein Verkehr, also wieder Fahrspaß pur und die Kiste laufen lassen. Gas geben, schalten, bremsen und wieder Gas, usw., usw. Erst den Passo die Foscagno mit 2291 m ü.M., dann den Passo di Era mit 2210 m ü.M und dann sieht man schon von Oben Livigno. Die Pässe sind nicht so steil, da man bereits schon sehr hoch startet und gut zu fahren. Noch schnell in Livigno voll tanken (ist ja Spotbillig) und dann rauf auf den Forcola di Livigno. Schöner Pass zum Fahren von 1815 m = Livigno auf 2315 m ü.M. und wenig Verkehr (auch auf dieser Strecke praktisch keine Motorräder). Durch einen Bergtunnel, dann die Dogana/Zoll und man ist am Bernina in der Schweiz. Rechts ab, gas geben und oben auf 2320 m ü.M im Hospiz angehalten und ein Süesmoscht (eine Art Apfelschorle) getrunken. Hab mich noch gewundert, dass die Gletscher oben am Berg so weit zurück geschmolzen sind. Dann runter über Pontresina nach Celerina zum Hotel. Dieses bot mir einen kulinarischen Top Abend mit „Kalbsleberli gschnetzelt an Madeira Sauce und Rösti“. Eine Schwyzer Spezialität meines Heimatlandes. Und vor 57 Jahren war ich in der Nachbar Gemeinde Samedan zwei Jahre im Internat. In Celerina endet die Natureisbahn von Sankt Moritz wo die Engländer (sagt man) vor vielen Jahren die Skeleton Abfahrt erfunden haben. Günther Sachs war ein prominentes Mitglied des Clubs.
Hotel Restaurant Arturo – Via Maistra 94 – CH-7505 Celerina
+41 81 8336685 – hotel-artura-celerina@bluewin.chwww.hotel-arturo-celerina.ch
08.09.2018: Frühstück mit ein paar Gipfeli (Croissant auf Schweizerart) und Abfahrt. Ups!!!!! Er läuft nur auf 5 Zylinder; Gas geben weil event. eine Zuleitung leicht verstopft ist =Nichts. Stoppen und Kabel kontrollieren = alles i.O., weiter fahren, Maloja Pass runter Richtung Chiavenna, mehrere Stopp und Kontrollen =Nichts. Was könnte es sein????? Mit 5 Zylindern kann es nicht weiter gehen. Bekomme an einer Tankstelle den Tipp in Chiavenna gibt es eine Garage mit einem „Chef der alten Genration“ der früher Alfa hatte. Gut wenn man Italienisch kann, obwohl man sich mit Deutsch „durch beißen“ kann. Inzwischen denke ich: Ob es an der Zündkerze liegt?? Fahre die Garage an, parlo un po con il capo und er ist auch der Meinung: Zündkerze oder Kabelbruch. Die Sechste ist durchgebrannt. Die Oldtimer mögen es nicht so wenn man auf den Motor im 2.-ten Gang viele Berge runter fährt. Zu wenig Sprit und Kühlung, da brennt eine Zündkerze schon mal durch. Neue Zündkerze (habe immer ein Satz mit) und schon geht es los mit Tempo den Splügen/Spluga hoch. Maschine läuft wie am Schnürchen. Bin auf 2113 m ü.M. und dann runter die N3 bis Thusis > Reichenau. Abbiegen auf N19 Richtung Disentis/Mustér und auf den Oberalp Pass auf 2044 m ü.M. Und dann habe ich das Glück, dass auch noch das Oberalp-Furka Bähnli kommt. Und weiter nach Andermatt (Am Gotthard Pass aber rechts runter Richtung Göschenen – Wassen auf der alten Gotthard Pass-Straße. In Wassen (da macht der Zug 3 mal eine 360° Kurve um Höhe zu gewinnen bevor er im Berg Richtung Airolo verschwindet) biege ich auf den Susten Pass 2224 m ü.M und komme über Meiringen und den Brünig Pass 1007 m ü.M. in Sachseln am Sarner See im Hotel an (ca. 45 km im Süden von Luzern. Tolle Terrasse mit wunderbarer Aussicht auf den See und den Pilatus und es ist +26°C. Herrlich so ein kühles Bier. Sind bekannt für Ihre Egli Filets mit Remoulade Sauce (Flussbarsch) und hier habe ich das beste Kalbschnitzel in Cognac Sauce mit Nüdeli meines Lebens gegessen.
Landgasthof Zollhaus – 6074 Giswil/Sachseln - +31 41 6751172
info@zollhaus-sachseln.chwww.zollhaus-sachseln.ch
09.09.2018: Früh geht es wieder los und der letzte Pass der Tour steht an. Ich fahre über den schmalen Glaubenbühlen Pass von Giswil kommend, Richtung Schüpfheim, das schöne Entlebuch runter, über Wolhusen, Dagmarsellen, Olten bis Sissach und meine Navi führt mich über verschiede-ne Sättel (Hügelrücken) mit teilweise Steigungen bis 22%, nach Rheinfelden/DE wo ich „Unbekannte“ aus FB besuche, welche ich schon vor zwei Jahren in Schweden bei Tingsryd hätte treffen sollen. Nach einem super geselligen Nachmittag mit „Zwetschgenwähe mit Sahne und Waffeln“ Kaffee usw. Bin ich noch bis Haltingen (bei Weil am Rhein an der Grenze CH/BRD) zum Hotel gefahren.
Landgasthof und Hotel Rebstock –Große Gaß 30 – D-79576 Weil am Rhein/Haltingen
+49 7621 964960 – rebstock-haltingen@t-online.dewww.rebstock-haltingen.de
10.09.2018: eine tolle Tour von 320 km durch den Jura mit einem Freund aus Basel gemacht.
11.09.2018: Rückfahrt Basel – Enschede über die A5, Strasbourg, A61
Gesamt bin ich 3136 km gefahren. Es war eine wahre Freude und plane wieder etwas Neues für 2019

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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#2

Beitrag von gelpont19 » 06.10.2018, 15:54

Moin Arnold,

...ein super Bericht - und sehr detailliert, so dass er anderen helfen kann so eine Tour zu planen. Einige der Pässe kenne ich auch, aber lange nicht alle...
Man merkt förmlich, dass du in den Bergen zu Hause warst / bist - und die Freude am Fahren kann ich gut nachvollziehen. War mit dem TR erst 3 mal in den Alpen, 2 mal auf dem Weg in die Toscana…
Wenn lange Reisen für dich kein Problem sind, schau dir mal den Thread Corse an. Vielleicht wird das ja was für 2019...

Grüße nach Enschede

win
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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#3

Beitrag von ArnoldSteiger » 06.10.2018, 16:09

Moin Win,
nachdem ich etliche Jahre in CH und in VS/BW gewohnt habe, kenne ich mittlerweile praktisch alle Pässe in CH und die Mehrzahl im Alto Adige und Trentino. Teilweise früher und dann später mit dem TR4 und auch mit dem TR5 PI gefahren. Es gibt noch ein paar die mir fehlen in der Gegend des Garda See (wenn man von der Schweiz kommt) ausser den Croche Domini.
Für nächstes Jahr wäre mal die Route Napoleon auch ein interessante Strecke mit etlichen Pässen drum herum. Ich muss mal genauer planen, aber 8 bis 12 Tage müssten reichen. Mal sehen was es wird. Auch Elsass/Jura/Französische Alpen wäre eine Alternative.
Gruß ins Niederrhein

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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#4

Beitrag von Rallye78 » 08.10.2018, 07:08

Hi Arnold,
schöner Bericht - danke. Könntest Du noch etwas zu Deiner Benzinversorgung sagen (Pumpe etc.), weil man ja in anderen Threads ständig von Problemen, insbesondere bei Passfahrten hört.
Danke und Gruß Eugen

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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#5

Beitrag von pi_power » 08.10.2018, 09:00

Hallo Arnold,

obwohl Flachlandtiroler und bekennender Piefke, kenne sie auch fast alle. Durch mein Motorrad-(Vor)-Leben und seit 10 Jahren mit dem TR haben wir die Alpen unzählige male von Ost nach West und Nord nach Süd durchfahren. In Südtirol bietet sich, für die Strecke Sterzing-Bozen, um die Brennerstraße zu meiden, noch das Penserjoch an. Schön zu fahren, weil nicht so frequentiert. Die Route-Napoleon ab Grenolble ist zwar schön, aber sehr voll. Erst ab Digne wird es ruhiger und richtig schön. Alternativ kommt man über die Pässe Iseran und Madlene in den Süden, wenn ich mich recht erinner. Dann unbedingt über Moustiers Ste-Marie am Lac Ste Croix und Aiguinne zum Cannyon Du Verdon. Beide Seiten des Cannyons sind phantastisch und gut zu fahren. Klar, Wohnmobile und Moppeds können auch hier nerven, aber wenn mal ein Womo die Fahrt aufhält, einfach Pause machen und diese unglaubliche, exorbitante Landschaft genießen. Nicht weit von dort ist dann auch der König der Pässe, der Bonnet in den Seealpen. Noch höher als Stelvio, aber ganz anders. Anders, weil hier zwar die Passstraße höher verläuft, jedoch kaum Gipfel höher reichen, als der Pass selber. Und die Landschaft gleicht hier eher dem Mars.

Viel Spaß weitergin beim Pässesammeln,

Marc
Hauptsache Frisur hält!

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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#6

Beitrag von TrueTriumph » 08.10.2018, 10:01

Deine etwas versteckte "Anmerkung" spricht mir aus der Seele - und nimmt mir die Worte aus dem Mund! :klatsch:

Markus
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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#7

Beitrag von ArnoldSteiger » 08.10.2018, 11:16

meinst Du die "Flachlandtiroler" mit Ihren modernen PS starken Maschinen und 6 bis 8 Gang Automatik, event. mit "Sport-Schaltung", und noch nie ein Pass gefahren? Und die "Berg Regeln" kennen sie sowieso nicht, aber auf der AB 200 km/h und schneller fahren.

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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#8

Beitrag von ArnoldSteiger » 08.10.2018, 12:29

Hallo Marc,
habe mal Cols des Alpes Maritimes eingegeben (Französisch für mich kein Problem) und nachgeschaut was es so alles gibt. Jede Menge auf jeden Fall. Danke für Dein Tip. Der Col de la Bonette ist allerdings mit 2715 müM angegeben. Muss Dich leider korrigieren, der Stelvio ist mit 2747 bis 2757 müM angegeben.
Auf jeden Fall werde ich mich mit Deinen Hinweisen beschäftigen und beim Studieren der Michelin Karten aus der gesamten Region, kommt richtige "Fahr Freude" auf
Gruß, Arnold

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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#9

Beitrag von ts27952 » 08.10.2018, 12:36

Nur ein kleiner Trick der Franzosen: Der "Col de la Bonnete" ist niedriger, aber man extra eine Schleife um den Gipfel "Cime de la Bonnette" gebaut - die bringt dann die notwendige Höhe für den 1. Platz.

Der Weg zum Pass ist am Stelvio die "geilere" Strecke - die Aussicht ist am Bonette schon besonders weil man sich "oben auf der Höhe" befindet.....

Gruß, Johannes
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TS27952 ... und er lebt wieder: "Südfrankreich 2017" & "Schwarzwald-Vogesen 2018" ohne Probleme !

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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#10

Beitrag von Bjoern_h » 13.10.2018, 14:15

Hallo zusammen,

möchte mich an der Stelle den TR-Freunden kurz vorstellen. Meine Name ist Björn, 52 aus Mainz. Seit ca. 2011 bin ich stiller und begeisterter Leser hier im Forum. Fahre selbst einen TR6 PI der umfassend von Ralf Schnittker revidiert worden ist. Vor 2 Jahren hat sich noch ein 83er Carrera dazu gesellt.

Im Juni 2018 haben mein Sohn und ich beschlossen unsere Hobbies miteinander zu verbinden. Filmtechnik meets Oldtimer. Anbei das Ergebnis unserer Alpentour die wir kommendes Jahr mit dem TR6 wiederholen werden. Hoffe ihr habt Spaß beim ansehen des Kurzfilm, Ton sollte an sein :-)



Beste Grüße Björn

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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#11

Beitrag von gelpont19 » 13.10.2018, 17:08

Klasse Schnitt - tolle Aufnahmen, aber son bisschen fehlt mir das Porschesliding in den Kurven... geht mit der Heckschleuder doch noch besser, als mit dem TR... :)

win
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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#12

Beitrag von Bjoern_h » 13.10.2018, 22:26

Hi Win,

hast absolut recht der alte 911er geht hinten schnell weg und war auch häufig, gewollt so. Leider hat es das Rohmaterial es für den finalen Clip Schnitt nicht so hergegeben wie gewünscht . Nächster Versuch in 2019, dann mit dem TR6.😎

VG Björn

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Re: Alpen - Dolomiten - Alpen Tour 2018

#13

Beitrag von ArnoldSteiger » 17.12.2018, 11:59

noch die Antwort an Rallye 78 da ich die Frage übersehen hatte. Ich habe die Bosch Pumpe und den Filter in den Kofferraum versetzt. Habe ein einziges mal i F bei +34°C bei fast leerem Tank "Benzin Verdampfung" gehabt, Nasses Handtuch auf die Pumpe zur Kühlung und nach ein paar Minuten war es vorbei.
In diesem Falle habe ich die Injectoren überprüft und dann erneuert. Teilweise kaum Benzin eingespritzt, deswegen die Probleme mit dem 6.-sten Zylinder, und teilweise nur getropft. In Oldenzaal (bei mir in der Nähe = bei Nordhorn) gibt es Einen der restauriert sie selber komplett (fährt selber TR5 PI). Seitdem läuft der TR5 PI wie ein Uhrwerk, verbraucht weniger und reagiert sehr genau auf´s Gaspedal
Sorry nochmals für die späte Antwort
Gruß, Arnold

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