TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

Zylinderkopf, Nockenwelle, Ventile, Kipphebel, Motorblock, Pleuel, Kolben, Kurbelwelle, Auspuff, Krümmer...

Moderator: TR-Freunde-Team

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Fuxl
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TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#1

Beitrag von Fuxl »

Hallo zusammen

Ich brauch wieder mal eine Einschätzung bzw Empfehlung für weiteres vorgehen von euch.

Kurz nochmal zum Anspruch an das Projekt:
  • Ich will möglichst viel selber machen
    Es soll möglichst wenig kosten
    Es soll gut werden, aber nicht perfekt.
Ich hab jetzt mal den Kopf zerlegt und halbwegs gereinigt.

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Insgesamt scheint mir der Kopf in einem brauchbaren zustand.
An den Ventilen sind teilweise starke Kohlenstoff Ablagerungen, aber sie werden halbwegs sauber.
Die Kanäle wurden wohl schonmal leicht bearbeitet, ich hab nur mehr "gereinigt"

Ich hab jetzt mal die Ventilschäfte gemessen. Diese sind im bereich von 7,85 bis 7,9 mm
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Und die Schaftführung fühlt sich an Zylinder 2 zu locker an. die anderen wären "ok" vom Gefühl her.
Aber ich hab eben wenig bis keine Erfahrung.
Ein Motorenbauer in der nähe hat sich das spiel dann mal angesehen und auch gefühlsmäßig bei Zylinder 2 auf Zuviel getippt.

Gut. Aber wie weiter vorgehen?
  • Neue Ventilführungen einpressen und alte Ventile verwenden?
    Oder fix neue Ventile verwenden?
    Oder nur die 2 Führungen tauschen die zu locker sind und alles andere belassen?

Grundsätzlich mach ich dinge gerne selber. also investiere lieber 400€ in Werkzeug als das ich es jemand anderen um 200€ machen lasse. Nicht weil ich dem Motorenbauer nicht vertraue, oder meine das ich es besser könnte....nein..ganz im Gegenteil.....ich bin ein Pfuscher :-D :D ......aber ich mach dinge einfach gerne selber und lerne dabei.
Also egal welchen weg ich einschlage, ich werde die arbeiten selber durchführen.

Für das selber durchführen, finde ich aber leider im Netzt einige essentiellen Informationen nicht.
zb ist es kein Problem für mich die Führungen auszupressen und neu einzupressen.
Und es wird auch oft erklärt das man die Führungen dann aufreiben muss. ....... aber auf welchen Durchmesser hab ich leider noch nirgends gefunden.
Oder wie viel spiel die Führungen zum Schaft haben sollen falls ich die alten weiter verwende.

Oder Ventilsitze nachfräsen ok..... Fräser kaufen und los gehts ....... aber wie viel darf man eigentlich wegnehmen?

Oder wie "Plan" muss ein kopf sein? Oder wie rauh darf er sein?
Ich glaub das mein Kopf sehr Plan ist.
Ich ab zuhause einen Fette gewalzte Aluminiumplatte, die auch sehr Plan ist. Ich hätte diese Mit Schmirgelpapier beklebt und den Kopf mal ein paar mal drüber gezogen. Um zu sehen wo High oder Low spotts sind.
Aber wie Glatt muss die Fläche dann sein? weil wenn ich jetzt mit 80er oder 120er Körnung drüber gehe wird das keine glänzende Oberfläche mehr.

Die ganzen angaben hab ich auch in keinem Werkstatt Handbuch gefunden.

Eventuell könnt ihr ja hier noch ein bisserl Input geben was eure Einschätzung ist.

Es soll kein Rennmotor werden, und er wird bei mir wohl auch keine 200000km fahren. Er soll einfach funktionieren, und ich will sagen können das ich ICH es selbst gemacht
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#2

Beitrag von Kamphausen »

Wie Du in deiner "Vorstellung schrubst, bist Du Maschbauingenööör...

Wär noch die Frage für was? Nen Freund von mir hat immer die Hinterradmutter am Motorrad von Hand so fest angezogen, das andere ne Verlängerung an der Ratsche zum Lösen brauchten....der war Kraftwerksbauer....

Sinn machen tut - aus meiner Sicht - Auslaß-Sitze gegen gehärtet tauschen...Ergibt sich eh meist von selber, wenn man ne Rißprüfung gemacht hat...
Ventile 3-Winkel fräsen und Sitze entsprechend....da kostet aber das billigste Werkzeug pro Winkel schon laaaaaaaaaaange Geld...

Schaftführungen würd ich heute auf Bronze + Schaftdichtung vom Golf 1 gehen....

Auslitern und Brennraumvolumen angleichen find ich auch noch mehr als sinnvoll...

Wer hat da schon mal an den Kanälen rumgedremelt? Blöde Idee wenn man nicht 100% weiß, was man da macht...

Aber hier werden sich bestimmt noch Spezialisten zu dem Thema äußern, die garantiert mehr Ahnung von Motorenbau & Tuning haben als wie icke...

Peter
(Nur Echt mit 165PS bei 95 Oktan....)
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#3

Beitrag von V8 »

Unabhängig vom Zylinderkopf scheint da mit dem Vergaser auf der rechten Seite was nicht zu stimmen.

Ventile blank schleifen und dann anschließend mit Schleifpaste den Sitz mal nachbearbeiten ist immer eine gute Sache die man selber mal machen kann und auch sollte.

Wenn die Führung gewechselt wird, muss normalerweise der Sitz nachgefräst werden, weil er nicht mehr zentrisch ist. Wie schon gesagt sind die notwendigen Werkzeuge dazu nicht ganz billig. Ich mache das mit dem Neway System. Eventuell wird es mit dem Kram aus China ein bisschen billiger, aber so ganz preiswert ist es nie. Wenn man keine gehärteten Sitzringe hat, geht es notfalls auch mit diesen kleinen Fräsern die ganz viele kleine Messerchen angeschliffen haben und aus einem Stück sind.

Heutzutage würde man wohl zumindest auf den Einlassventilen Abdichtmanschetten vorsehen. Dazu sind andere Führungen notwendig oder notfalls wenn man nur eine einzelne Ventilfeder hat, passt original auf die Ventilführung die Mitsubishi Abdichtmanschette ohne weitere Änderungen.

Wenn man sich an den Kanälen und am Brennraum zu schaffen macht, braucht man meistens Sitzfräser, weil man doch irgendwie immer mal über die Dichtfläche drüber rutscht.
Gyula
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#4

Beitrag von Gyula »

Hi!
Warum ist der Kopf abgenommen worden?

Gyula
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#5

Beitrag von Kamphausen »

Gyula hat geschrieben: 27.02.2026, 20:08 Hi!
Warum ist der Kopf abgenommen worden?

Gyula
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#6

Beitrag von Sascha »

Moin in die Runde & Moin Fuxl,
hier meine Einschätzung, wie ich bei einer "minimalen" Zylinderkopf-Instandsetzung vorgehen würde:

1. Reinigung & Rissprüfung (Kopf und Block)
Zuerst würde ich den Zylinderkopf gründlich reinigen. Danach unbedingt: auf Risse prüfen die Planheit mit einem Prüflineal kontrollieren.

Auch beim Motorblock das gleiche Vorgehen:
Auf Risse prüfen – insbesondere zwischen den Stehbolzen an den Ecken reißt es gerne mal. Außerdem auf Gratbildung achten (vor allem an den Gewindebohrungen) und diese sauber entfernen. Bei der Kopfdichtung würde ich später eine günstige Variante nehmen – das reicht in der Regel völlig aus.

2. Kopf abdrücken
Zum Abdrücken würde ich passende Abdrückplatten verwenden. Ich habe mir dafür welche aus 20 mm Makrolonplatten gebaut – funktioniert einwandfrei.

3. Ventile & Ventilführungen
Ventile prüfen:
Ventilkegel auf Schlag prüfen (Mitte und Ende) Toleranz ca. 0,02–0,03 mm
Ventilschäfte bist du ja bereits am Prüfen
Zusätzlich auf Risse oder eingeschlagene Schäfte achten
Wenn die alten Ventile noch in Ordnung sind, kannst du sie problemlos wiederverweden.
Alternativ gibt es im Forum sicher noch gute gebrauchte – einfach mal nachfragen.

Ventilführungen:
Ich glaube würde alle Führungen erneuern. Grauguss dürfte hier die wirtschaftlichste Lösung sein und hält erfahrungsgemäß gut.
Mit deiner Drehmaschine kannst du sie sauber nach- bearbeiten. Für das EV würde ich Dichtungen mit einbauen, welche ?
Da musst du halt noch eine passende Reibahle besorgen,ist für normale Serienmotoren absolut ausreichend, der vollständigkeit halber, es spezielle Honahlen ....
Das Laufspiel zwischen Ventil und Ventilführung, das habe ich in meinen Unterlagen gefunden,ich weiß aber nicht mehr wie ich dazu gekommen bin.
Schaftdurchmesser (Ventil) ca. 7,907 – 7,915 mm; Einlass 0,025 – 0,064 mm und Auslass 0,038 – 0,076 mm.

4. Ventilsitze
Solange sich die Dichtflächen sauber wiederherstellen lassen, würde ich keine neuen Sitzeringe einsetzen.
Die Sitze müssen bei neuen Führungen– wie Andreas schon geschrieben hat – neu gefräst werden. Welcher Fräser hier exakt der richtige ist, kann ich dir nicht sagen. An meinem Z-Kopf hat das Andreas V8 übernommen und die Sitze professionell bearbeitet.

5. Kipphebel, Stösselbecher,Stossstangen und Ventilfedern dazu würde ich dir empfehlen, hier im Forum zu suchen – das ganze Thema wurde bereits mehrfach und sehr ausführlich behandelt.

Damit solltest du am Ende einen sauber revidierten Zylinderkopf haben, ohne es zu übertreiben.
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#7

Beitrag von Fuzzy »

Es kommt halt auch immer auf deine Ansprüche an.
Perfekt ist natürlich schon eine feine Sache, aber ob man das braucht .....??
Alles in Neu oder besser als neu .... ist halt oft so, dass es viel Zeit und/oder Geld kostet, aber für viele Jahre Ruhe gibt.
Wenn noch eine Kopfbearbeitung der Kanäle, Brennräume dazu packt, dann sowieso.

Aber ob es immer sein muss ....???
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch das Minimalprinzip ausreichend sein kann. Klar, eine Werkstatt würde sowas normalerweise nicht machen, aber als Selberschrauber geht das schon.
Ich bin mal vor einer ähnlichen Situation gestanden und wollte wissen was mit minimalem Aufwand so geht.
>>>
- alte Ventile auf der Drehmaschine gesäubert und etwas poliert.
- Zwei verschlissene Ventilführungen getauscht
- die zwei Ventilsitze mit einem einfachen Werkzeug ganz leicht nachgeschnitten
- alle Ventile neu eingeschliffen
- zuerst wollte ich noch die Kanäle etwas bearbeiten, aber bei dem vorhandenen Kopf waren die Kanäle so stark zu dem Ventilsitz versetzt da war Hopfen und Malz verloren. Also was tun? Ich habe an der werksseitigen Murkskopf dann nicht mal Lust die Versatzkanten in den Kanälen zu verrunden. Das Ding war für Tuning einfach völlig ungeeignet. Also war ich frustriert und habe ich alles so gelassen.

Danach habe ich alles korrekt gesäubert und incl. den alten Ventilfedern wieder montiert.
Und was soll ich sagen, er läuft und macht was er soll. Ja gut, wenn er gut warm gefahren ist und heiß abgestellt wird, dann kann es beim Starten sein, dass es ein kleines Wölkchen gibt. Aber nur dann. Das spricht dafür, dass Ventilschaftdichtungen das verhindern könnten.

Eeeegaaaal, er läuft und das reicht.

Jetzt hast du ja dutzende Tipps bekommen. Am Ende musst du selber entscheiden. Fakt ist,xes muss nicht immer die "All-in"-Variante sein.

Ich wünsche dir viel Spaß und ein glückliches Händchen 😉
Gruß,
Jörg
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#8

Beitrag von Kamphausen »

Sascha hat geschrieben: 01.03.2026, 07:37 Ventilführungen:
Ich glaube würde alle Führungen erneuern. Grauguss dürfte hier die wirtschaftlichste Lösung sein und hält erfahrungsgemäß gut.
Mit deiner Drehmaschine kannst du sie sauber nach- bearbeiten. Für das EV würde ich Dichtungen mit einbauen, welche ?
Grauguss + Schaftdichtung? Hab ich bei mir verbaut und noch nicht nachgemessen...könnte mir aber vorstellen, das Grauguss ohne "Verlustschmierung" zu erhöhtem Verschleiß führt?
Werd das auf jeden Fall bei Gelegenheit mal überprüfen....

Deshalb mein Tip mit Bronze + Schaftdichtungen...oder Grauguss ohne...

Was sagen die Erfahrenen ?

Peter
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#9

Beitrag von Fuxl »

Danke für die vielen Tipps

Ich werde alle Führungen erneuern, und mir einen Fräsersatz besorgen.

Bei mir waren 2 Ventilfedern drinnen. da muss ich jetzt nachschauen welche Dichtungen da passen könnten. hab ich ehrlich gesagt noch nicht danach gesucht.
Grauguss und Dichtung kommt mir komisch vor. Ohne es wirklich zu wissen, widerstrebt diese Option aber meinem inschenöör-herzen.
Eher Bronze mit Dichtung. Oder haben Brunze Führungen einen Nachteil?

Ventile werde ich wohl Weiter verwenden.

Kopf und Block werd ich einfach mal selbst drüber Planen......falls das nix wird, kann der Motorenbauer immernoch drüber zupfen.

Danke erstmals.
Über weitere Tipps freu ich mich natürlich

Roland
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#10

Beitrag von Sascha »

[/quote]

Grauguss + Schaftdichtung? Hab ich bei mir verbaut und noch nicht nachgemessen...könnte mir aber vorstellen, das Grauguss ohne "Verlustschmierung" zu erhöhtem Verschleiß führt?
Werd das auf jeden Fall bei Gelegenheit mal überprüfen....

Deshalb mein Tip mit Bronze + Schaftdichtungen...oder Grauguss ohne...

Was sagen die Erfahrenen ?

Peter
[/quote]

Ja, Peter, ich fahre selbst eine zusammengestellte Rollenkipphebel
Für alle, die sich fragen, welchen technischen Vorteil Rollenkipphebel bieten: Der entscheidende Pluspunkt liegt in der deutlichen Reduzierung von Reibung und Verschleiß im Ventiltrieb.
Serienmäßige Kipphebel arbeiten als Gleitpaarung. Bei jedem Ventilhub gleitet die Kontaktfläche über das Ventilende und erzeugt dabei eine seitliche Kraft. Diese Querbelastung führt zu erhöhtem Verschleiß an Ventilschaft und Ventilführung, da das Ventil nicht ausschließlich axial, sondern auch radial belastet wird.

Rollenkipphebel hingegen besitzen an der Kontaktstelle eine integrierte Laufrolle. Dadurch wird die Gleitreibung weitgehend durch Rollreibung ersetzt. Das minimiert die seitlichen Kräfte nahezu vollständig. Das Ergebnis ist eine deutlich geringere Belastung der Ventilführungen, ein reduzierter mechanischer Widerstand im Ventiltrieb.
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#11

Beitrag von Kamphausen »

es ging ja um's Material der Führungen...

das Rollenkipphebel erste Wahl sind ist unwidersprochen...

Peter
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#12

Beitrag von V8 »

IMG_20260306_072359.jpg
Zusätzlich Pushrods als stabile Rohre, Vorspannung der Federn reduziert, damit die nicht auf Block liegen. Drehzahlfest bis 7000.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#13

Beitrag von Fuzzy »

Sieht klasse aus und ist bestimmt auch klasse bei einem entsprechend modifizierten Motor, aber ob es das bei einem originalen Motor mit der 256er NW zwingend sein muss, möchte ich bezweifeln.
Über 4500 ist nicht mehr viel los und über 5000 sowieso nicht. So lange die Kipphebel noch ordentlich aussehen, würde ich da gar nichts machen.
Da wäre mir mit einem originalen Motor, also wenn keine umfangreichen Frisiermaßnahmen am Motor/Zylinderkopf/NW stattfinden sollen, eine feingewuchtete, evtl. nitrierter KW & feingewuchtete, ggf. erleichterte Schwungscheibe und ausgewogene Pleuel und ausgewogene Kolben wichtiger.
Das fühlt sich an, als wäre es ein völlig anderer Motor.

Und zurück zum Kopf
Gruß,
Jörg
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#14

Beitrag von Kamphausen »

Laut Thread-Überschrift und Bildern in viewtopic.php?p=217042#p217042 handelt es sich um nen ´69er PI...

Der sollte ne 280er Nocke haben...

Bei der Nummer mit dem Feinwuchten bin ich bei dir....https://straightsix.de/doku.php?id=star ... torschaden

Peter
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Re: TR 5 / 6 - PI Kopf überholen was macht Sinn? was kann man selber machen?

#15

Beitrag von Fuzzy »

Stimmt, hast recht, mit der originalen 280er ist das Niveau etwas höher. Wobei auch das mit vernünftigem Öl, Pflege usw. sicher viele Km hält. Zumal die wenigsten TRs 10.000km im Jahr schaffen werden.
Klar, wenn die Kipphebel vergeigt/verschlissen sind, dann ist Ersatz fällig. Aber auch da ist zwischen gutem gebrauchtem Ersatz und einer Rollen-Kipphebelwelle ein erheblicher Unterschied.

Zumindest würde das auf meiner Wunschliste nicht gaaaaaanz oben stehen. Da hätten andere Dinge Vorrang.

Und keine Frage, so eine Rollenkipphebelwelle schon etwas Feines ist.
Wäre mir aber nicht sicher, ob die immer plug&play passen. Ein TR-Kollege musste auf jeden Fall fummeln/basteln/anpassen.
Gruß,
Jörg
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