TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

Zylinderkopf, Nockenwelle, Ventile, Kipphebel, Motorblock, Pleuel, Kolben, Kurbelwelle, Auspuff, Krümmer...

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runup
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#46

Beitrag von runup »

:genau: stimmt, bei meinem 6er , aufs beste :top:
mfg
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Fuzzy
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#47

Beitrag von Fuzzy »

Hallo zusammen,
habe noch was vergessen. Ist zwar etwas off-topic, aber gehört irgendwie doch zusammen.
>>>Das Übersetzungsverhältnis

Meines Erachtens ist das vom PI nicht optimal, bzw. das OD im 4.-Gang ist ein reiner Schongang, bzw. die Endgeschwindigkeit wird im 4. ohne OD erreicht.
War damals vielleicht üblich, oder man wollte den Langhuber schonen :?

Um das Beispiel vom letzten Beitrag aufzugreifen. Voraussetzung >>>gleicher Abrollumfang der Reifen:
260er mit 144PS bei 4900 U/min, da würde sich vielleicht das 3,45er anbieten. Wobei, mit 3,7er + OD könnte der Motor wahrscheinlich sogar ausdrehen.
280er mit 166PS bei 5700 U/min, eher das 3,7er.
Weil auch mit 166PS hätte der Motor nicht genug Dampf um den 4. mit 3,45er und OD ausdrehen zu können. Und bei solch einem Sportmotor passt wohl eher kein Schonganggetriebe. :lol: . Besser wäre vielleicht sogar noch ein 4,1er.
Ab gesehen davon, will kein Mensch 240 oder 250 mit dem TR fahren. :kopfklatsch

So viel zur Theorie ....

Also wie schon geschrieben, >>>das Paket muss passen.
Und noch was, ein höheres Drehzahlniveau würde ich beim 6er nur mit einem fein gewuchteten Motor fahren.
Gruß,
Jörg
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V8
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#48

Beitrag von V8 »

Fuzzy hat geschrieben: 05.01.2022, 14:29 280er gibt es einige.
Triumph CP-PI, Newman, Kent, ....
Das sagt nicht zwingend was über die Welle an sich.

Auf was bezieht sich die Angabe?
0-Spiel oder reguläres Ventilspiel oder bei 1mm Hub?
Wieviel mm stehen die Ventile in Überschneidung offen?
Wieviel Hub hat das Ding?
Die Amis haben ein ganz gutes Verfahren, um Nockenwellen zu beschreiben. Sie messen einfach bei etwas Ventilhub. Da ist dann zb eine 214 Grad Nockenwelle im Gespräch u die ist direkt mit einem anderen Fabrikat vergleichbar.

Die Newman sind me etwas zahmer bei gleicher Gradzahl und ich finde die 300 Grad ph3 ist der 290 Bastuck nicht unähnlich.

Was hier so zum Thema Haltbarkeit gesagt wird, basiert vielfach auf der Tatsache, daß Sportnockenwellen keine niedrigen Drehzahlen mögen.

Unser TR6 ist gleich mehrfach gekniffen.

1. Will man ein Oldtimer Cabrio nicht immer mit Musik bewegen, beispielsweise im Vergleich zu einem getunten Autobianchi A112.

2. Haben Sportnockenwellen mehr Hub und in der Regel ist damit die Federkraft an der Nockenspitze höher als mit Seriennockenwelle und an dieser Stelle gehen unsere Nocken kaputt. Ursache sind niedrige Drehzahlen, wo diese hohe Federkraft auf der Spitze rumraspelt.

3. Werden unseren Nocken vom Zufall geschmiert. Das rumwirbelnde Öl trifft immer mal einen Nocken, aber leider passiert das im Leerlauf sehr viel weniger.

4. Hat man das früher schon gewusst und ein Öl formuliert, was mit diesen Bedingungen zurecht kommt, Stichwort Zink, was sich aber blöderweise mit dem Kat nicht verträgt u deswegen im Öl limitiert wurde.

Diese Idee von den Wundernockenwellen, die aus dem Keller gehen wie eine E-Lok und obenraus zwitschern wie ein Vögelchen, sollte man begraben. Das sind maue Werbesprüche. Obenraus mehr bedeutet untenraus weniger, allerdings gewinnt man im oberen Drehzahlbereich sehr viel mehr, als man unten verliert! - wenn man es richtig macht!

Wenn der Motor obenraus keine Luft kriegt, weil das Ansaugsystem nicht passt und untenraus die scharfe Nocke die Leistung geklaut hat, hat man irgendwie verwachst.

Andererseits kann man der scharfen Nockenwelle so auf die Beine helfen, daß die aus dem Keller fast genauso losgeht wie die Newman PH1. Ich wollte das immer mal 1:1 testen u hab lange gebraucht, bis jemand willig für einen Testvergleich war, aber dann war es unter Zeugen bewiesen.

Zwingend braucht man für einen gescheiten TR6 Motor einzelne Ansaugwege, sonst ist bei etwa 150ps finito, oder man büßt schon Laufkultur ein. Umgekehrt hab ich viele Leute hier überzeugt, wenn ich meinen Motor einfach nur starte und der tuckert wie ein Serienmotor trotz 290 Grad.

Es ist einfach so, daß die TR Ingenieure nicht dumm waren und je weiter man sich vom Serienzustand entfernt, umso mehr muß man wissen, was man tut und weitere leistungsbestimmende Teile mit verändern, sonst hat man ein unharmonisches Ergebnis.
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#49

Beitrag von JochemsTR »

eben....deswegen mein Beitrag #5. Was für ein Fahrer bist du?
Es bringt nämlich nichts, unnötig mit eine scharfe NW zu fahren wenn die gar nicht zur Geltung kommen kann.
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#50

Beitrag von Gyula »

Hi!

Irgendwie, gefühlsmäßig verstehe ich, dass die Schmierung der Nocken bei niedrigen Drehzahlen nachlässt, aber logisch verstehe ich das nicht…..
Erklärung?

Gyula
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#51

Beitrag von V8 »

Gyula hat geschrieben: 06.01.2022, 10:01 Hi!

Irgendwie, gefühlsmäßig verstehe ich, dass die Schmierung der Nocken bei niedrigen Drehzahlen nachlässt, aber logisch verstehe ich das nicht…..
Erklärung?

Gyula
Moderne Autos haben eine Art Wanne, in der die Nockenwelle läuft und diese Wanne ist voll Öl, was reichlich nachgefördert wird. Beim Opel 2-Liter hätte man das Glück, daß die Anlagen dazu schon da waren und für die Sportnockenwellen hat man ein Röhrchen in den Ablaufkanal gesteckt, damit der ganze Kopf erst voll läuft, bevor das Öl über die Kante vom Röhrchen weg kann.

Unsere Nockenwellen u die von den Ami V8 liegen neben der Kurbelwelle und können die sehen. Was an den pleuellagern an Öl rausfliegt landet zum Teil auf den Nocken und bei Drehzahl oder Kurvenfahrt platscht der Ölsumpf gegen die Kurbelwelle und wird umhergeschleudert.

All das passiert im Leerlauf viel weniger und Nocken läuft auch mal kurz ohne einen Ölspritzer abzukriegen. Das zddp ist nun extra erfunden worden, um bei diesem Zustand ein Fressen von Nocke und Stößel zu mindern.

Man hat früher Nockenwellen hohl gebohrt und Öl aus den Lagern nach innen gebracht und dann kleine Löcher auf den Grundkreis gebohrt, damit auch solche Motoren mit harten Ventilfedern standfest würden. Der BMW Vierzylinder 2002 hatte sowas....
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#52

Beitrag von Gyula »

Hi!

@ V8: Danke für die umfassende Info.
Vor diesem Background:
Gibt es Olsorten die mit solchen NW nicht zu empfehlen sind?
Und gibt es welche, die besonders zu empfehlen sind?

Gyula
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#53

Beitrag von Papa Fox »

Ich habe gesehen, es werden Tassenstössel mit einer Mini-Bohrung angeboten um eben die Nocken zu schmieren. Warum wird dies nicht generel gemacht ? Oder bringt diese Lösung nix ?
Meine 260-er Newman ist unterwegs ... Soll ich die neuen Becher durchbohen ??
Patrick
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#54

Beitrag von Schnippel »

Hallo Patrik,

auf keinen Fall die Becher anbohren ! Dann hättest du keine Garantie mehr.
Die angeboten Stößelbecher sind nicht zu empfehlen, da gab es ein Qualitätsproblem.
Risse durch das Härten. Und der Durchmesser passte nicht immer.
Ausserdem bringt das keinerlei Vorteile,die Bohrung ist ja an der Seite.
Du setzt später die Nockenwelle/Tassenstößel mit Mos² und 140er Getriebeöl ein.
Aber nur die Lager und Nocken und die untere Stößeltassenfläche.
Auf keinen Fall die Seiten. Die werden nur mit Motoröl eingesetzt damit sie sich sofort nach dem Start drehen können,
ohne Widerstand.


Munter bleiben
Ralf
Da ich in diesem Forum von einem Narzissten verfolgt werde, der immer wieder meine techn. Ausführungen in Frage stellt, habe ich meine Schreibtätigkeit stark eingeschränkt .
Hättet ihr noch Bock, auf diesen Narzissten einzugehen ?
05/2021
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#55

Beitrag von V8 »

Gyula hat geschrieben: 06.01.2022, 14:52 Hi!

@ V8: Danke für die umfassende Info.
Vor diesem Background:
Gibt es Olsorten die mit solchen NW nicht zu empfehlen sind?
Und gibt es welche, die besonders zu empfehlen sind?

Gyula
Ab einer bestimmten API Klassifizierung wurde der zddp Gehalt stark reduziert. Ich meine es wäre API SF.
Hier am Stammtisch kaufen wir zddp Zusätze in USA um über Mengen bessere Preise für Produkt und Shipping zu kriegen. Das kommt dann zu einem preiswerten Motoröl für Oldtimer. Ich kaufe das bei motoroelguenstig um 3 Euro je Liter.

Es gibt auch zwei Tests für Oldtimeröle, ich meine einer ist von Oldtimer Markt.

Aber zddp ist natürlich nur ein Einflussfaktor, wie Materialqualität, Ebenheit vom Stösselboden und Parallelität vom Nocken. Ich würde vermuten die Einlaufprozedur und später die Laufzeiten vom Motor im Leerlauf haben großen Einfluss.
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#56

Beitrag von JochemsTR »

Gibt es Olsorten die mit solchen NW nicht zu empfehlen sind?
Und gibt es welche, die besonders zu empfehlen sind?
Mach das Thema bloß nicht zu akademisch. Valvoline VR1 Racing 20W50 und nach der Einlauf 10W60. Mit etwas LM MoS2 additiv. Oder danach der Castrol 10W60 FST Titanium mit MoS2. MoS2 dient lediglich den ZDDP Gehalt zu erhöhen. VR1 Racing hat bereits einer der höchsten Werte die es gibt.
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#57

Beitrag von V8 »

Papa Fox hat geschrieben: 06.01.2022, 15:30 Ich habe gesehen, es werden Tassenstössel mit einer Mini-Bohrung angeboten um eben die Nocken zu schmieren. Warum wird dies nicht generel gemacht ? Oder bringt diese Lösung nix ?
Meine 260-er Newman ist unterwegs ... Soll ich die neuen Becher durchbohen ??
Patrick
Die Rover V8 haben ähnliche Probleme und von da kommen auch einige interessante Ideen.
Der Rover hat den Vorteil, daß er hydraulische Stößel hat. Dieses dröppeln nach unten kann man da auch kriegen. Da ist ja viel Öldruck und auch mengenmäßig viel da. Der TR fängt ja nur ein bisserl im Stößel auf, was von oben runter tropft.

Die haben übrigens die Rhoads Lifter, die bei niedriger Drehzahl zusammengedrückt werden und so einerseits sehr schlappe Steuerzeiten erzeugen und andererseits den Ventilhub reduzieren. Also Wellness für die Nockenwelle. Allerdings sollen die Dinger enorme Geräusche machen.
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#58

Beitrag von TR6Chris »

Seit wann haben die Rover V8, die ja eine Weiterentwicklung der alten Buick Konstruktion sind, einen guten Öldruck?

Ich dachte immer es wäre umgekehrt?
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#59

Beitrag von runup »

:genau: was hier alles an den haaren herbeigezogen wird,... ich könnt :kotz:
...es wird wieder hinten höher wie vorn :lol:
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Re: TR 250 / TR 6 - Vergaser Welche Nockenwelle ?

#60

Beitrag von TR6Chris »

Dann kotz dich mal aus - wir halten dich nicht auf

Eventuell noch was konstruktives von Dir?

Nein? Dann kotz einfach weiter :klatsch:

Gute Nacht :wave:
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