Noch eine Meinung von mir: die km Intervalle erreichen die meisten von uns eh selten, daherwürde ich es nach Gefühl all 2-5 Jahre machen ODER BESSER mal auf den Motor im Leerlauf hören - wenn der Ventiltrieb laut ist, dann bei Gelegenheit nachsehen.
Jacky hat geschrieben: ↑22.11.2025, 12:30
Intervalle hin oder her. Ich mache jedes Jahr an allen Fahrzeugen einen Kundendienst. Dabei kontrolliere ich automatisch auch das Ventilspiel.
So mach ich‘s auch bei Fahrleistung von 8-12 tkm/a. Bislang waren nur wenig Korrekturen nötig.
Ich habe vor 2 Jahren eine neue Kent TR6 Road Cam Phase 1 (TRI 260/375) in meinem 250-er Motor eingebaut. Da ich keinerlei Anweisung füre das Vewntilspiel
bekommen habe, habe ich mit den Stanbdardwerten 0,25 mm E und A eingestellt, also den halben Wert !!!
War das ein Fehler ???? 0,5 mm erscheint mir verdamnt viel !!
Patrick
Ich muss nachfassen : die sog. valv clearance entspricht doch der Ausgleich für die Ausdehnung der Stösselstangen durch die Erwärmung, oder nicht ? Dürfte m.E. abhängig von der Länge der Stangen, vom Material ( Stahl / Alu) und von der betriebstemperatur.
Bei Betriebstemperatur dürfdte das Spiel 0 sein um eine maximale Öffnung der Ventile zu erhalten.
Da ich offensichtlich falsch liege, hätte ich gerne eine andere schlüssige Erklärung für das grössere Spiel für dieser Kent NW. Danke
Patrick
Das Nockenprofil wird ja nicht extra für den Motor gemacht. Der Hersteller nimmt ein Profil von einem ähnlichen Motor und dann druff damit!
Ich denke bzw hoffe so ein Profil für den VW Golf im Sportbereich hat bei FA Schrick mal eine gescheite Entwicklung erfahren, einfach weil es auf jedes PS ankam und die Dinger tausendfach verkauft wurden.
Die Kent haben fast alle enorme Ventilspiele, also hat man die Profile mal universell so ausgewählt und war fertig damit.
Das Profil besteht aus der Ventilerhebungskurve und den Rampen. Die Rampen sollen das notwendige Spiel wegnehmen und den den Stößel an den Nocken anlegen, daß er mit Beginn der Ventilerhebungskurve die Bewegung von Anfang an mitmacht.
Klappt das nicht trifft der unbeschleunigte Stößel auf eine Stelle der Nockenwelle wo er sich schon in Richtung Ventilöffnung bewegen sollte. Das ist dann quasi so, als ob man mit dem Hammer auf den Stößel haut, was auch das klappern erklärt.
Es ist richtig, daß eigentlich das Ventilspiel zwischen fast 0 und Einstellwert nach Motortemperatur wandern sollte. Das ist bei uns aber sowieso kein Thema, weil alles aus Eisen ist und sich gleich ausdehnt. Die Temperaturen sind auch ähnlich zwischen Block, Kopf und Bauteilen und ich vermute, da tut sich nix. Bei Alu Block ist das anders.
Die Kent macht mit dem großen Spiel Mordsradau, ich hab die goodparts Kipphebel und sollte nochmals mehr Spiel geben. Da hört sich der Motor wie ein Dreschkasten ab, hat aber etwas ruhigeren Leerlauf.
Ich hab auf 0,4/0,35 reduziert und bislang keine Probleme gehabt.
Viel Spiel hat übrigens einen gravierenden Nachteil: Das Ventil wird heftiger auf den Sitz abgelegt, was auch ein Teil vom Geräusch ist. Viel Ventilspiel macht eingeschlagene Sitze und wer Ringe hat, darf sich immer noch über eingeschlagene Sitze am Ventil freuen. Ich mache ja immer sehr schmale Sitze und habe deswegen immer das Interesse das Ventilspiel am unteren Limit zu halten. Dann wird das Ventil schön langsam auf den Sitz abgelegt.
Ich gebe zu bedenken, dass ein knapp eingestelltes Ventil diese auch früher öffnen und später schließen lässt. Ich habe festgestellt, dass die Rampen nicht so genau gearbeitet sind. Da kann das Ventil schon ziemlich lange mit einem sehr geringen Spalt unterwegs sein und durchbrennen (Auspuff) Ich weiß nicht, warum man sich hier von den Vorgaben weg bewegen muss. Mich stört das Klappern gar nicht….
Gyula
US -TR6 -Bj. 74 - 9,75:1 - 280° Kent NW - 2x SU HS6 - 123 Zündverteiler (USB)
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