Pulvern von Motoranbauteilen

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Pulvern von Motoranbauteilen

#1

Beitrag von Schnippel » 19.06.2020, 06:21

Hallo,

hier mal ein Beispiel was für ein Unsinn das Pulvern von Motorteilen ist.
Auf dieser Motorplatte wurde ca 0,9 mm Material aufgebracht.
Die Nockenwellenhalterung hatte sich im Betrieb eingearbeitet und gelockert.

Bis denn
Ralf
motorplattepulver.jpg
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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#2

Beitrag von Fuzzy » 19.06.2020, 08:51

Mmmmhhh,
ganz ehrlich, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Ich habe die Platten für vorn und hinten grundiert und schwarz lackiert. Jeweils 1K mit der Rolle. Allein optisch gefällt mir das Ergebnis wegen der Schichtdicke nicht. Das ist schon schön geworden, aber sieht irgendwie so zugeschmiert aus. Das ist das was mich beim Pulvern irgendwie auch immer stört.

Durch deinen Thread hat sich jetzt auch noch bestätigt, dass das technisch auch noch mist ist.

Ursprünglich wollte ich die Platten nach dem Strahlen einfach galvanisch Verzinken. Ist zwar nicht original, aber stellt für mich aus technischer Sicht den optimalen Zustand dar.
Mal sehen, vielleicht wird nochmal gestrahlt und verzinkt.

@Ralf, danke für die Info


Gruß,
Jörg

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#3

Beitrag von pi_power » 19.06.2020, 12:42

Ich würde nix mehr pulvern, selbst Fahrwerks-Teile nicht. Es bilden sich häufig kleine Haarrisse in der Pulver-Schicht, unter der es dann unbemerkt gammeln kann.

Marc
Hauptsache Frisur hält!

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#4

Beitrag von Triumphator » 19.06.2020, 14:03

...und die Frisur hält auch ohne Pulver...
Triumph ist wenn man trotzdem lacht....

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#5

Beitrag von TR674 » 19.06.2020, 15:27

Hallo.
Alles was aufeinender liegt und zusammengeschraubt werden soll ( ausser Blechteilen ) sollte sowieso blankgeschliffen und eventuell erst danach nachlackiert werden.
Gruesse, Marius

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#6

Beitrag von Derfel » 19.06.2020, 20:25

.... auch den Rahmen würde ich nicht Pulvern. Wenn da mal was sein sollte, dann... große Sch.... 8-O . Der Schweißer wirds verfluchen.

Gruß Roman
Wer einatmet muß ausatmen
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Übrigens, mein Hund war reinrassiger Engländer :(

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#7

Beitrag von Fuzzy » 19.06.2020, 22:40

Bei den Anbauteilen war original halt nur mit schwarzem Lack drüber "genebelt". Bei mir war da nirgendwo Grundierung drunter.
Klar, das ist schön dünn, aber ......

Ich weiß auch nicht so richtig.
Bei den Anbauteilen
entweder
galvanisch verzinken >>>optisch nicht original
oder
galvanisch verzinken und mit dünn, schwarz lackieren. >>>optisch nahe am Original. Die Haftung könnte Probleme machen.
oder
dünn grundieren & lackieren

Beim Rahmen und den großen Brocken klassisch grundieren & lackieren, aber das ist eine andere Geschichte.


Gruß,
Jörg

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#8

Beitrag von bkhe » 20.06.2020, 00:42

hallo,

hab mich an meine lehrzeit erinnert und nachgelesen.
es gibt beim galvanisch verzinken zwei arten der metallveredelung: gelb chromatisieren oder blau passivieren.
darauf hält auch farbe gut, muß man aber nicht, sieht beides in natur gut aus.
es gibt doch sicher hier welche die mit chemie/galvanik zu tun haben und etwas dazu sagen können/könnten?
ansonsten -->internet machts möglich.
z.b.: https://galvaniko.de/behandlungsverfahr ... verzinken/

gruß
Karlheinz

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#9

Beitrag von Kamphausen » 20.06.2020, 01:11

Fuzzy hat geschrieben:
19.06.2020, 22:40
Bei den Anbauteilen war original halt nur mit schwarzem Lack drüber "genebelt". Bei mir war da nirgendwo Grundierung drunter.
Klar, das ist schön dünn, aber ......
Gruß,
Jörg
Und da das ja nur 50 Jahre gehalten hat, muß man´s jetzt ordentlich machen?
Bei Schönwetterfahrern kann das auch nackt bleiben und wer gelegentlich auch mal im Regen fährt, bei dem dürfte auch ne dünne Schicht Brantho-Korrux 3in1 Spray reichen...

Zur Not: https://www.tr-marktplatz.de/triumph-tr ... iert-ID579

Peter
Gruß Peter

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TR6 PI (CP) ´72, Spitfire MK4 1500 EZ 4´78, GT6+ ´70, MX-5 ´91

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#10

Beitrag von Fuzzy » 20.06.2020, 09:02

Ja Peter, genau so ist es.
Aber so wie es gemacht war, ist es in meinen Augen Pfusch. Das musste ja auch nicht lange halten. Wer den TR damals auch im Winter gefahren ist, da waren die vergammelten Anbauteile nach 6-8 Jahren das kleinste Problem .....
Aber warum bei der Restauration den selben Pfusch nochmal machen?

Darum hat ja der eine oder andere auf Pulvern zurückgegriffen, mit dem grottigen Ergebnis, das Ralf oben gezeigt hat.

Und klar, hätten die damals schon Brantho 3 in 1 gehabt, wäre das sicher schon viiiiieeeel besser gewesen.

Ich bin immer ein Freund von einfach und ausreichend gut.
Da ist Brantho 3in1 aus der Spraydose ist auf jeden Fall auch eine einfache und gute Variante die auf Grund des Farbmaterials viel besser ist als das Original. :top:


Gruß,
Jörg

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#11

Beitrag von bkhe » 21.06.2020, 21:19

"Ich bin immer ein Freund von einfach und ausreichend gut."

...dann haucht halt ne dünne schicht schwarz glänzend drüber, hat vorher auch schon über 40 jahre gehalten...
wirds im ölnebel auch weitere 40 tun und dann ist der tr und der mensch wahrscheinlich auch geschichte.
noch einen schönen abend.

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Re: Pulvern von Motoranbauteilen

#12

Beitrag von Fuzzy » 21.06.2020, 21:56

Klar das kann man machen.
Wie gesagt, jeder wie er mag.

Klassischer Lack allein, ohne Grundierung, finde ich Murks. Auch wenn das neu schon so war. Das war vor 40 oder 50 Jahren schon Murks auch wenn diese Teile wahrscheinlich dann nur sch... aussehen und nie durchrosten werden. Viele TRs haben ja oft auch nicht lange gehalten. Waren halt damals schon preisgünstig und entsprechend günstig hergestellt.
Aber klar, bei einem Stehzeug, einer Trailor-Queen, einem Schönwetter Eisdielen-Racer wird das eine Weile halten.
Auch wenn diese Lackschicht empfindlich sein wird.

Darum finde ich Peters Vorschlag mit Brantho 3 in 1 aus der Spraydose einen guten Kompromis. >>>Ist laut Herstellerbeschreibung seidenmatt, sehr resistent, kann ohne Grundierung lackiert werden und kann jederzeit mit sich selber ohne anzuschleifen nachlackiert werden. Wird z.B. auch bei Komunalfahrzeugen wie Schneepflügen verwendet.

Ich denke das werde ich mal ausprobieren.

Aber wie gesagt, da wird jeder sein eigenes Rezept haben. Nur halt nicht zu dick, siehe Beitrag 1.
Und auch klar, eine Wissenschaft muss man deswegen nicht daraus machen.


Gruß,
Jörg

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