TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

Zylinderkopf, Nockenwelle, Ventile, Kipphebel, Motorblock, Pleuel, Kolben, Kurbelwelle, Auspuff, Krümmer...
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dakwo74
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TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#1

Beitrag von dakwo74 » 03.02.2019, 09:41

Hallo TR Freunde,

s. Thread: viewtopic.php?f=10&t=14739&p=170783&hil ... ht#p170783

s. Thread: viewtopic.php?f=10&t=15315&p=167231&hil ... ht#p167231

Prüfstand Ergebnis (01.07.2017): (Teil I)
138 HP @ 5.385
204 Nm @ 3.035

Prüfstand Ergebnis (19.04.2018): (Teil II)
142 HP @ 5.355
213,5 Nm @ 3.790

Der Grund für den 280° NW hatte ich im oben genannten Beiträge bereits erwähnt. Ganz einfach, mehr Drehzahl. Den vorderen Bereich (Delle @ 2.000) habe ich nun mit die EFI Anlage beheben können. Das war die Gemischaufbereitung verschuldet.
Delle Drehmomentkurve.JPG

Prüfstand Ergebnis (02.02.2019): (Teil III)
166 HP @ 5.700
227 Nm @ 4.300
Leistungsdiagramm.JPG
Der Motor läuft effizienter und die Leistung entfaltet sich perfekt. Eine saubere und konstante Drehmoment Kurve ist das Ergebnis. Sehr gute Gasannahme. Niedrige Verbrauch und bessere Abgaswerte kommen dazu, stehen aber nicht in dem Vordergrund. Der Charakter des 6-Zylinders geht mit eine EFI Anlage nicht verloren.

Die neue Kent 280° NW hat sicherlich 10 PS gebracht. Die EFI Anlage der Rest (14 PS). Wir haben bewusst nur bis 5.700 gedreht. Die EFI Anlage begrenzt das Ganze so ab 6.200. Die NW hat in eine Probefahrt mal die 6.500 gedreht. Aber für mich hat es gereicht. Parallel mit der Zündung gespielt. Der läuft jetzt bei 31 Grad. Vielleicht ist noch etwas drin. Das wollte ich aber nicht ausreizen.

Paar Details zu EFI Anlage:
1. CR Throttle Bodies mit 6 Einzelne Drosselklappen
2. Steuergerät ECUMASTER Black
3. Wasted Spark Zündung
4. Pierburg Vorpumpe, externe Swirlpot, Bosch Hauptpumpe
EFI with ECUMASTER.JPG

Grüße Jochem
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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#2

Beitrag von V8 » 03.02.2019, 10:28

Ein Diagramm wie gemalt!

Was man sieht ist, dass das Drehmoment eines Verbrennungsmotors kaum zu steigern ist.
Dieses Märchen dürfte vom Tisch sein. Es geht nur darum, untenrum wenig zu verlieren!

Schon die erste Messung brachte ja 204Nm, die letzte 227Nm, grad mal 10% mehr!
Sicher ist die Drehzahl massiv gestiegen, aber man sieht auch, dass die neue Kurve
enorm hohe Werte schon bei den ursprünglichen 3000rpm Maximum hat!
Dieser Motor hat, wie ich immer sage, untenrum keine Leistung verloren, sondern
obenrum massiv gewonnen!

Die CR Manifolds sind innendrinn auf das Maß der CP aufgeweitet, gibt also keinen Grund
die leistungsmäßig irgendwie anders zu betrachten als die CP.

Was man nicht sieht ist dass der Motor mit 6 Drosselklappen und 280er Kent einen
stabilen Leerlauf behalten hat.

Die Leistungskurve zeigt die Radleistung. Für die korrekte Motor-Leistungskurve müßte man
den Verlauf der angezeigten Schleppleistung als X-Achse nehmen. Das Diagramm wird gekippt.
Damit würde die Kurve bei 5700rpm noch steigen. Der Motor feuert also ziemlich
sicher über 170 PS raus. Ist etwas mehr, als ich mit 165PS prognostiziert hatte.

So heiss wie Jochem grad ist, werden 180 PS die nächste Hürde sein, die anzupeilen ist.
Dürfte mit den 78er MAZDA Kolben und etwas Kopfarbeit durchaus möglich sein.
Die Kolben allein sind für 10PS gut......

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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#3

Beitrag von gelpont19 » 03.02.2019, 17:25

Moin Jochem,

...erstmal Gratulation zu deinem Vorgehen und Achtung vor der Energie die du reinsteckst....
Eins verstehe ich allerdings nicht (vielleicht altersbedingt)
Leistungsdiagramm Jochem Feb 2019.jpg
Ich sehe zwar unten die Zahlenwerte, kann sie aber in der Grafik nicht wiederfinden. Hab ich da was mit der Optik oder stimmte die grafische Darstellung der "Kiste" nicht ??

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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#4

Beitrag von Kamphausen » 04.02.2019, 00:33

96KW am Rad....
25KW Verlust...

steht doch da..

Glückwunsch...war aber auch ne schwere Geburt :) und der härtete Teil kommt erst noch....

Peter

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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#5

Beitrag von dakwo74 » 04.02.2019, 06:52

Hi Win,
...erstmal Gratulation zu deinem Vorgehen und Achtung vor der Energie die du reinsteckst....
Eins verstehe ich allerdings nicht (vielleicht altersbedingt)
Danke, und nein, das ist nicht altersbedingt. Aber Peter hat es erkannt.

Hier nochmal:
Leistungsdiagramm_1.JPG
Grüße Jochem
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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#6

Beitrag von dakwo74 » 04.02.2019, 06:55

Was man nicht sieht ist dass der Motor mit 6 Drosselklappen und 280er Kent einen
stabilen Leerlauf behalten hat.
Hallo Andreas, das hast du sehr gut erkannt. Das kann ich nur bestätigen.

Grüße
Jochem
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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#7

Beitrag von gelpont19 » 04.02.2019, 09:38

O.K. - erkannt - is ne andere Darstellung des Diagramms als bei Maha...

win
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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#8

Beitrag von AndreasP » 07.02.2019, 17:05

Hallo,
mit der alten NW hatte der Motor schon 200 Nm bei 2150 U/min.
Und mit der 280° Kent noch etwa 160 Nm.
Entweder lese ich die Diagramme falsch, oder unten rum ist doch einiges auf der Strecke geblieben.

VG Andreas

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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#9

Beitrag von dakwo74 » 07.02.2019, 17:48

Hallo Andreas,
sehr gut beobachtet...ich hatte schon gedacht wie lange es dauert bis jemand das auffällt.

Leider vergleichen wir hier 2 verschiedene Prüfstände und damit auch die Kurve wie sie angefahren wird.
Wichtig ist der Form der Kurve und die Höchstleistung bzw. Höchstdrehmoment.
Fairerweise sollte ich den Prüfstand nochmal wiederholen, bei denen ich bereits war.

Aber, die Diskussion/Interesse in diesem Thread hällt sich im Grenzen.
Von daher glaube ich nicht das jemand sich überhaupt dafür interessiert.

Jochem
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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#10

Beitrag von Kamphausen » 07.02.2019, 19:07

Was "wichtig" ist, liegt ja bei jedem selber...
Manche wollen nen Drehmomentmonster, um ohne Schalten aus der Serpentine raus beschleunigen zu können, andere Kriegen den Kick, wenn ihnen auf der Gerade danach jemand bei 4000U/Min in den Rücken tritt...

Ich gehöre zu Letzteren...

Wer noch mehr Drehmoment haben will, kann ja auf Elektroantrieb umbauen...

Peter

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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#11

Beitrag von V8 » 07.02.2019, 19:46

AndreasP hat geschrieben:
07.02.2019, 17:05
mit der alten NW hatte der Motor schon 200 Nm bei 2150 U/min.
Und mit der 280° Kent noch etwa 160 Nm.
Entweder lese ich die Diagramme falsch, oder unten rum ist doch einiges auf der Strecke geblieben.
Yep! Ein bisserl wird der Unterschied dadurch verstärkt, dass das frühere Diagramm die normierte, höhere Leistung anzeigt,
aber in der Tat, wer bei 2000rpm mit Vollgas fährt, muss wohl auf etwa 10PS verzichten.
Der Motor leistet nur noch 45 statt vorher 55 PS.

Allerdings muss man wissen, dass mit Weber DCOE und passenden Trichtern der Motor bei der Drehzahl und Vollgas
einfach nur hustet. Man muss dann zumindest auf 28er Trichter runter gehen, wenn es halbwegs laufen soll.
Daher kommen wahrscheinlich auch die Dellen im Drehmoment bei den 4-Zylindern im Thread.

Wie ich geschrieben habe, wäre es eine gute Idee gewesen, die Verdichtung anzuheben.
Aber machen wir uns nix vor, etwas wird der Motor trotzdem verlieren.
Nur schaut man mal auf die Vierzylinder sieht man, dass die da mit 27 PS auskommen müssen
und auch nicht völlig kraftlos wirken.

Schaut man sich aber die Leistung bei 6000 rpm an hat der EFI etwa 170 PS
und der Vergaser nur noch 120. Diese 50 PS machen den eigentlichen Unterschied
und vor allem auch dieser schöne Durchzug wie eine E-Lok.

Also untenrum (wo man eh kein Vollgas sinnvoll fahren kann) 10 PS verloren und
in der Spitze einen ganz anderen Motor bekommen, der locker 6500 rpm dreht.

Letztlich geht es aber nicht um die Zahlenwerte sondern die Tendenz, wichtig
finde ich den Bereich ab 3000-3500, wo man bei sportlicher Fahrt die untere
Grenze für Vollgas setzt und dann ein möglichst weites Drehzahlband.
An den 25PS Mehrleistung in der Spitze gibt es nix zu meckern, das ist ziemlich gut.

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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#12

Beitrag von gelpont19 » 08.02.2019, 09:33

dakwo74 hat geschrieben:
07.02.2019, 17:48
...Fairerweise sollte ich den Prüfstand nochmal wiederholen, bei denen ich bereits war.

Aber, die Diskussion/Interesse in diesem Thread hällt sich im Grenzen.
Von daher glaube ich nicht das jemand sich überhaupt dafür interessiert.

Jochem
Jau - ich finde das auf jeden Fall interessant.
Fragen : Wieviel haste für den EFI Umbau jetzt ausgegeben (ohne NW)
@ Andreas : Auf welche Verdichtung würdest du denn erhöhen ?

Bin genau wie Peter mehr Anhänger der Drehzahllösung - nur - es bleibt nach wie vor ein Langhuber. Ich habe meinen Motor 1- 2 mal an die 6.000 gedreht, aber 5.500 reichen mir, da kommt dann (wohl bei nem Vergaser) nich mehr viel. Ausserdem weiss ich, dass die Resonanzfrequenz der KW bei 6.000 liegen soll (auch ohne den Wurmfortsatz) Auch mit ner feinstgewuchteten KW würde ich den Bereich nicht unbedingt jeden Tag anfahren wollen.
Wenn ich beim Beschleunigen zwischen 2.500 und 5.000 bleibe habe ich immer 190 - 210 Nm zur Verfügung, das ist für mich o.k. - so schön es auch ist den Druck bei höheren Drehzahlen zu fühlen.

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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#13

Beitrag von Triumphator » 08.02.2019, 10:06

Hi Jochem,

nicht traurig sein.
Diejenigen, die sich mit dem 6er Motor befassen und auch solche Umbauten in Erwägung ziehen, wird es interessieren.
Aber das ist sicher ein ganz kleiner Teil der Leserschaft hier. Deshalb auch die wenigen Kommentare.
Da ich einen 3er habe und mit dem Auto für meine Zwecke zufrieden bin (nach ein paar grundsätzlichen Verbesserungen vornehmlich in der Elektrik), ist das für mich nicht relevant. Mich amüsiert aber immer, dass es Leute gibt, die scheinbar nur schrauben, aber nicht viel fahren, wo doch das Offenfahren mit niedriger Drehzahl und nicht so hoher Geschwindigkeit das Roadsterfahren auf Landstrassen ausmacht. Auch sind m.E. die Motoren als Langhuber nicht für die hohen beschriebenen Drehzahlen im „Normalbetrieb“ gedacht.
Bei Rennmotoren ist das anders, die werden aber auch ständig revidiert.

Aber jeder soll es so machen, wie er es mag.

Grüsse

Wolfgang
Triumph ist wenn man trotzdem lacht....

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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#14

Beitrag von V8 » 08.02.2019, 10:24

gelpont19 hat geschrieben:
08.02.2019, 09:33

@ Andreas : Auf welche Verdichtung würdest du denn erhöhen ?

Ich habe meinen Motor 1- 2 mal an die 6.000 gedreht, aber 5.500 reichen mir, da kommt dann (wohl bei nem Vergaser) nich mehr viel. Ausserdem weiss ich, dass die Resonanzfrequenz der KW bei 6.000 liegen soll (auch ohne den Wurmfortsatz) Auch mit ner feinstgewuchteten KW würde ich den Bereich nicht unbedingt jeden Tag anfahren wollen.
Bei der IG hab ich dazu geschrieben:
"Was hier auf jeden Fall noch in den Fingern juckt ist natürlich die angepasste Verdichtung.
Wenn der Motor mit der 270er NW früher nicht geklingelt hat, ist jetzt natürlich mit der
280er Leistung verschenkt, denn damit kann man höher verdichten.

Überschlagsweise lässt sich das berechnen, wenn man nicht die rechnerische Verdichtung
berücksichtigt (der Hubraum pro Zylinder incl. Brennraum wird zusammengedrückt auf den Brennraum).
Statt dessen nimmt man die tatsächliche Verdichtung. wenn der Kolben zur Verdichtung nach oben fährt
ist ja das Einlassventil noch offen, beispielsweise noch 60 Grad Kurbelwinkel. Das ergibt eine Verdichtung
meist so um die 8:1. Die neue, schärfere Nockenwelle macht das Einlassventil noch später zu und man darf
erwarten, dass man ohne Klingelei die Verdichtung auf den früheren Wert anheben darf.

Der Vorteil ist vor allem, den Motor aus niedrigen Drehzahlen kraftvoll zu halten. In diesem Fall wurde es ja
sogar besser, weil der Motor früher eine Delle in der Leistung bei niedriger Drehzahl hatte, die ausgebügelt wurde.
Das wird beim nächsten upgrade nicht mehr der Fall sein und deswegen sollte man da ein Auge drauf haben"

Ich hatte den Drehzahlbegrenzer bei optimistischen 7000rpm und nachdem der Motor mehrmals den Begrenzer überlebt hat
habe ich jetzt auf 6500 zurück gestellt. Die dreht der TR6 aber ab und zu. Das Schöne ist man kann, der Motor dreht locker
dahin, aber man muss es nicht! Für die Resonanz haben wir den Schwingungsdämpfer. Ich bin sicher, wenn man nur kurz in
den Bereich dreht, schadet das nix. In der TC fahren viele die originale Crank, die ist besser als ihr Ruf. Ich sehe in den Kolben
den schwächsten Punkt.

Drehmoment und Drehzahl hängen zusammen wie Strom und Spannung bei der Elektrizität.
Das Eine ist wertlos ohne das Andere.
Unsere Frontscheinwerfer haben ca 60 Watt, sind 5 Ampere bei 12 Volt.
Kein Mensch wird bezweifeln, dass 60 Watt zu Hause in der Lampe genau so hell leuchten und
da haben wir 220 Volt und nur 0,3 Ampere.

200 Nm sind ne feine Sache und ab Leerlauf verfügbar auch ne Sache, die jeder mag, vom Traktorfahrer
bis zum Formel1 Renner, nur man kriegt es halt nicht, wenn man andere Faktoren mit berücksichtigen muss.
200 Nm bei 6000 rpm erzeugen nun mal eine ganz andere Leistung als 200Nm bei 2000rpm, da sind es nur 55PS
und bei 6000 sind es deren 170. Deswegen muss man den ganzen Bereich im Auge halten. kein Mensch will im
Alltag mit einem nervösen Renner anfahren, aber genau so wichtig ist für uns sportlich eingestellte Fahrer, dass
das Teil nicht bei 4500 verhungert, sondern richtig losballert.
Ich fahre jetzt über 25.000 Km mit dem Motor, der regelmäßig über 6000 dreht, klar wird der nicht so lange halten
aber bislang ist der noch richtig frisch und abreissen oder brechen tut da nix!

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Re: TR6: "Leistung wird im Kopf gemacht" Teil III --> Kent 280° NW und EFI Umbau

#15

Beitrag von AndreasP » 08.02.2019, 14:48

Hallo Andreas,

der regelmäßig über 6000 dreht

Da auch du mit dem Motor auf dem Prüfstand warst, würde mich das Diagramm interessieren.
Dann weiß ich, wo ich stehe, und was noch zu machen ist.

VG Andreas

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