Unmarkiertes Steuerkettenrad 4 Zylinder

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RobertB
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Re: Unmarkiertes Steuerkettenrad 4 Zylinder

#16

Beitrag von RobertB » 27.10.2018, 09:50

Hm, zumindest die Kent und baugleichen Nockenwellen werden auf 103 Grad eingestellt, das macht dann schon einen spürbaren Unterschied. :-?

Und die werden von gefühlt der Hälfte der TR Fahrer eingesetzt, sind also eher Standard als Exoten. :-D

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Re: Unmarkiertes Steuerkettenrad 4 Zylinder

#17

Beitrag von gelpont19 » 27.10.2018, 11:11

Moin Robert,

...die Masse der US-TR fährt sicher Standard, man kann aber nicht sicher sein. Deshalb ist die Möglichkeit der Identifizierung über die Höhe des gemessenen Lube gegeben, wenn auch nicht 100%ig. Aber auch dafür braucht man nur 1 Messuhr. Wenn man ein exaktes Mass von Überschneidung, Steilheit etc. haben will, braucht man neben 2 Messuhren auch eine Drehvorrichtung / Drehbank, wie Gyula das seinerzeit mal gemacht hat. Das aber bedingt natürlich enormen Aufwand - da würde ich eher zu ner neuen NW tendieren, besonders wenn Abnutzungserscheinungen ins Auge fallen.

win
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Re: Unmarkiertes Steuerkettenrad 4 Zylinder

#18

Beitrag von Schnippel » 27.10.2018, 11:13

Moin,
ich rede hier von original Nockenwellen TR 4 und deren Nachbauten aus dem Handel.
Das eine aktuelle Kent mit 104 Grad eingestellt wird ist klar,steht auch so in der Anleitung,je nachdem was gerade aktuell ist ! Weißt du das ?
Die Kontrolle mit Messuhr und Ventilspiel anschließend zeigt es
Sicherlich ist auch hilfreich die Nockenwelle im Zweifel zu ziehen und nach der Bezeichnung an der hinteren Lagerfläche zu suchen.
Und wenn man die genauen Steuerzeiten weiss z.B. 35/65 vom 143 PI 35+65+180/2-35=105= Einstellung nach OT

Munter bleiben
Ralf
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Re: Unmarkiertes Steuerkettenrad 4 Zylinder

#19

Beitrag von V8 » 27.10.2018, 20:19

Die beschriebene Aktion, die Spreizung einfach zu vermuten und dann einfach den Einlassnocken auf z.B. 110 Grad zu stellen, ist mehr oder weniger die erweiterte Übersetzung der Werksempfehlung.

Neben der Tatsache, dass vorab schon erhebliche Fehler auftreten können (die BASTUCK oder Kent kriegt 103 Grad, also 5 weniger) finde ich die Aktion kniffelig und man macht leicht weitere Fehler.

Ich habe vor Jahren für unseren IG Stammtisch genau das mal vorgeführt. Wir wollten lernen, Nockenwellen einzumessen und das ist nun mal eine der bekannten Methoden.

Die Krux ist die Positionierung des Einlassnockens. Der Punkt „maximaler Hub“ kann nicht direkt gemessen werden, das würde viel zu ungenau. Man muss daher bei etwa 5mm Hub messen und zwar die auflaufende Flanke und dann die ablaufende Flanke. Jeweils muss jemand die Kette auf der losen Seite ordentlich spannen. Beide Gradzahlen werden notiert. Dann wird der kleinere vom größeren Wert abgezogen. Die Differenz wird durch zwei geteilt. Der kleine Wert wird durch das Ergebnis erhöht. Das Endergebnis ist die Spreizung! Merkt Ihr was? Spätestens da guckt man in entgeisterte Gesichter. Dazu kann die Gradscheibe so oder so rum beschrieben sein, was das hier nochmal kompliziert! Natürlich macht man das anschließend normalerweise mehrmals, weil man anschließend die Nocke los schraubt und verdreht, weil der Wert noch nicht stimmt und das Spiel geht von vorn los! Fettige Finger, Papier mit Flecken, ein Kuli der nicht schreibt und und und…..

Wie es einfach geht habe ich hier früher mal ausführlich beschrieben, Kamphausens Motor hab ich so eingestellt und der geht ja bekanntlich wie die Hölle und unser IG Stammtisch fand das auch besser. Ich setze den Kopf auf (geht auch ohne) und stelle die Nocke auf gleiche Überschneidung beider Ventile. Jetzt einfach Kurbelwelle auf TDC bzw. den gewünschten Vor- oder Nachlauf, Kette auflegen, alles festziehen und der Drops ist gelutscht!

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Re: Unmarkiertes Steuerkettenrad 4 Zylinder

#20

Beitrag von HarryConti » 28.10.2018, 14:46

Die Aktion hat Andreas an meinem in Aufbau befindlichen Motor ebenfalls durchgeführt. Zunächst wurde der TDC ermittelt und markiert, anschließend mit beschriebener Methode die Nockenwelle eingestellt. Mit einstellbarem Nockenrad ging es noch einfacher und vermutlich noch genauer.

Herzlichen Dank nochmal an Andreas
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