TR3A - moderner Simmerring

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beaver
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TR3A - moderner Simmerring

#1

Beitrag von beaver » 24.07.2014, 18:31

Hallo Freun.de,

ich habe mich im Winter ja u.a. zum Abdichten des Motors mit der neumodischen Simmerringkombination, welche MadMarx entwickelt hat, entschieden.

Im Zuge des Ausbaus habe ich dann ja die Schwungscheibe geschrottet und die Erleichterte von Bastuck mit den original Schrauben eingebaut.

Spätestens jetzt weiss ich, warum in der Anleitung zum Simmerringeinbau der Vermerk stand, dass man auf die Länge der Schrauben achten soll. Die erleichterte Schwungscheibe hat nämlich eine geringere Dicke am Flansch und somit schauten die Schrauben 1,3mm raus..... habe ich seinerzeit nicht geprüft, da ich in der Annahme ging, dass die Originalschrauben schon i.O. sein würden. :kopfklatsch

Bereits nach wenigen Kilometern wurde der kleine Grüne arg inkontinent.... Nach 3h erneutem Motorausbau war der Simmerring der Übeltäter:

Bild

Total geschreddert.

die Schrauben haben ihn einfach aufgeschält - das Tragbild an den Schraubenenden war eindeutig...

Bild

ich dachte ich teile das mal mit Euch.... nu ist ein neuer Ring drin und ich werde am kommenden Wochenende in Heppenheim sehen, ob alles dicht bleibt....

Gruss,
Thomas

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#2

Beitrag von beaver » 04.06.2018, 08:01

Sodele, auf der Suche nach diesem Fred war ich....
nun, gut 4 Jahre später, zeigt sich der TR3 auf einmal stark inkontinent. Beim Ölablassen fand sich dann am Magnet der Ölablassschraube Folgendes:

Bild

Die Feder im/hinter dem Simmerring scheint sich gelöst zu haben und wurde von der KW rausgearbeitet.... ich hoffe, das Ganze ging ohne größeren Schaden auf den Laufflächen von statten. Hat dieser Fehlerbild schonmal jemand beobachtet?

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#3

Beitrag von MadMarx » 04.06.2018, 13:51

es ist die zweite feder, die ich in diesem zustand sehe.

bei dem anderen fall (USA), war der simmerring nicht eingeklebt worden, hat sich im laufe der zeit nach hinten gearbeitet, wurde dann von der schwungscheibe nach und nach dünn gerieben.
als folge hat sich die dichtlippe abgelöst und die feder wurde dann vom gewinde der KW geschreddert.

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#4

Beitrag von beaver » 04.06.2018, 13:59

Eingeklebt war er seinerzeit mit Würth Motordichtmasse Spezial 250. Mal schauen was sich mir am Wochenende für ein Bild bietet...

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#5

Beitrag von MadMarx » 04.06.2018, 14:04

die spezial 250 ist meines wissens schwach klebend, denn die verwende ich für dichtflächen, die sich leicht trennen lassen sollen.

ich benutzt an der stelle dirko grau, das wie pech klebt. alternativ geht auch die amerikanische variante RTV black.

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#6

Beitrag von beaver » 04.06.2018, 14:15

Danke für den Tip. Ich werde Dirko Grau verwenden.

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#7

Beitrag von tr_tom » 06.06.2018, 07:10

beaver hat geschrieben:
04.06.2018, 08:01

...

Bild

...
Das Bild ist irgendwie abhanden gekommen !?
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Re: TR3A - moderner Simmerring

#8

Beitrag von Schnippel » 06.06.2018, 07:25

Hallo

ich setzte diesen Wellendichtring tiefer in das Gehäuse ein.
Darum drehe ich das Gehäuse tiefer aus, als auf der Zeichnung angegeben.

Bis denn
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Re: TR3A - moderner Simmerring

#9

Beitrag von MadMarx » 06.06.2018, 07:29

dann lauert aber die gefahr, daß die lippe auf dem gewinde reitet.

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#10

Beitrag von Schnippel » 06.06.2018, 08:38

Hallo

1-1,5 mm mehr ist das nicht.
Der Ring wird dadurch besser gehalten.

Bis denn
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Re: TR3A - moderner Simmerring

#11

Beitrag von MadMarx » 06.06.2018, 11:20

ich habe 1,5mm abstand zum gewinde eingehalten, zudem schwenkt die lippe noch ca. 0,5mm nach innen bei der montage. somit bleibt nur 1mm reserve....dann gibt es noch das spiel der anlaufscheiben, thermische dehnung der KW.

ich denke, meine berechnung bildet die schmerzgrenze ab.

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#12

Beitrag von beaver » 11.06.2018, 18:01

so - der alte SR ist draussen. Folgendes Bild bot sich mir:

Bild

Bild

Bild

Bild

ich vermute jetzt, dass sich aus welchem Grund auch immer die Feder zwischen Simmerring und Welle geschoben hat, diesen langsam aber sicher aufgerieben hat, und dann, als sich das Sägezahnprofilzeigte hängen blieb und zerriss. zum Glück fand sich das meiste der Feder wieder im SR und am Magnet der Ölablasschraube.

habe bei der ganzen Aktion gleich auf Aluminiumölwanne umgerüstet (bessere Flächenabdichtung bei Verwendung der Korkdichtung), das Differential am Deckel auch noch abgedichtet (wenn man das Dirko Grau schonmal in der Hand hat) und die Kardanwelle abgeschmiert.

jetzt lass ich das alles mal schön trocknen und am Donnerstag kommt wieder Öl in beide Einheiten. Wenn dann trocken, bin ich happy. Ist halt schade, dass der Ring nur ca. 4000km gehalten hat.

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#13

Beitrag von MadMarx » 11.06.2018, 18:08

in der tat sieht es so aus, als ob die feder abgerutscht wäre.

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#14

Beitrag von MadMarx » 20.06.2018, 16:34

mir kam da ein gedanke.
die feder wird zugeschraubt.
wenn ich das tue, dann drehe ich die feder erst ein bis 2 umdrehung gegen die schraubrichtung, damit die feder vorspannung bekommt.
erst dann schraube ich sie zusammen. jetzt ist es umöglich für die feder sich zu lösen.

könnte es sein, daß der eine oder andere, die feder ohne gegendrehung zuschraubt, was dann bedeutet, die feder versucht immer die verschraubung zu öffnen.

wäre das eventuell ein plausibler versagensmechanismus?

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Re: TR3A - moderner Simmerring

#15

Beitrag von Schnippel » 20.06.2018, 19:24

Hallo Chris,

das sehe durchaus genau so.
Ich denke allerdings, wenn man es nicht so macht, dreht die sich sofort beim Einsetzen wieder auf.
Auch kenne das auch gar nicht anders als wie du das beschrieben hast.
Ich habe früher ab und an die Federn bei einer Wellendichtringsorte gekürzt um etwas mehr Vorspannung zu bekommen.

Bis denn
Ralf
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