Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62  ***

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#271

Beitrag von Trix-Tr4 » 12.10.2017, 00:23

Hallo Arno,
danke für die Info und das Foto. Es bestätigt unsere bisherigen Recherchen.

Klaus + Nico

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#272

Beitrag von Trix-Tr4 » 13.10.2017, 01:45

Hallo liebe TR Gemeinde,
nach kurzer Pause hier zunächst noch ein Nachtrag zum Bericht über die Lenkrad Renovierung vom 08.08.2017. Nach längerer Recherche und Suche nach dem richtigen Lack, konnte die Arbeit fortgesetzt werden.Für unser Vorhaben sollte ein Polyurethan Bootsklarlack hochglänzend die richtige Wahl nach Auskunft eines Holzbau Ing.und Freundes sein.
Das Produkt von International Compass war vom Preis-Leistungsverhältnis und Gebindegröße überzeugend.
Doch zuerst haben wir mit Holzwachs einige Beschädigungen ausgefüllt.
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Jetzt kann das Lenkrad in 6-8 Schichten lackiert werden. Die Dritte haben wir hinter uns. Es mußte allerdings nach der 2. und 3. Lage wieder angeschliffen werden, bevor weiter lackiert wird. Den Lackauftrag erledigten wir allerdings mit dem Pinsel, da bei so vielen kleinen Lackaufträgen der Reinigungsbedarf einer Spritzpistole unverhältnismäßig hoch und damit auch kostspielig gewesen wäre.

Die nächste Aktion galt noch einmal dem Verdeck mit der Aluleiste auf dem Scheibenrahmen.Hier waren noch einige Anpassungen nötig um die richtige Position zu bekommen, Die Paßgenauigkeit war bekanntermaßen grotten-schlecht. Lochungen erweitern, nachfeilen biegen und Falze nachdengeln. Ein wahnsinns Aufwand. Manchmal wünschz man sich hier die deutsche Gründlichkeit bei der Fertigung So nach dem Motto, Werkstück anhalten, Schrauben einführen, festziehen und "Paßt"!
Na ja wir haben es einigermaßen hinbekommen, dis auf die Druckknöpfe an den Endstücken und das endgültige Eindichten. Das folgt wenn die Türen mit Scheiben eingebaut werden.
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Das Boot sollte jetzt noch komplettiert werden ( bis auf die Radhausverkleidungen). Es fehlte noch die Rückwand zum Tank, diese stellten wir aber selbst her, mit einer beschichteten Hartfaserplatte. Eine zuvor angefertigte Karton-Schablone war hier unser Hilfsmittel. Angezeichnet und mit der Stichsäge ausgeschnitten, ein wenig Korrekturgefeilt und schon konnten wir die Schraublöcher stanzen. Mit Blechmuttern und Rosettenschrauben befestigten wir das Ganze.
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Ein weiterer Meilenstein wurde erreicht. Die Türen wurden eingebaut, ein wenig fummelig aber es klappte, denn wir hatten beim Ausbau vor dem Lackieren nichts verstellt. Dennoch brauchte es eine Weile bis das gewünschte Spaltmaß erreicht war. Leider mußten wir feststellen, daß rechte Fensterheber unbrauchbar geworden war. Das Kurbellager ist völlig ausgeschlagen. Ich hoffe, daß die Lieferung bald erfolgt.
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Das war es mal wieder fürs Erste. Der nächste Bericht wir spannend, dem Motor soll wieder Leben eingehaucht werden.
Wir wünschen Allen ein super Wochenende mit astreinem Cabrio-Wetter. Bald sind wir auch wieder dabei!

Grüße aus den Baumbergen

Klaus + i.V.Nico
Zuletzt geändert von Trix-Tr4 am 13.10.2017, 23:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#273

Beitrag von wie » 13.10.2017, 07:54

Trix-Tr4 hat geschrieben:
13.10.2017, 01:45
Für unser Vorhaben sollte ein Polyerethan Bootsklarlack hochglänzend die richtige Wahl nach Auskunft eines Holzbau Ing.und Freundes sein.
Habe ich damals auch genommen und hält nach wie vor einwandfrei.

Gruß
Achim

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#274

Beitrag von Trix-Tr4 » 13.10.2017, 23:49

Hallo Liebe TR Gemeinde,

hier noch ein kleiner Zusatz für die Lenkrad Resto. Habe nun die 4. Lackschicht aufgetragen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
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Damit haben wir die Halbzeit erreicht, weitere 4 Schichten sollen noch folgen!
Das erst mal vorab.

Grüße aus den Baumbergen

KLaus + i.V. Nico

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#275

Beitrag von Kamphausen » 14.10.2017, 09:16

Danke für den Tip mit dem Lack...das steht mir auch noch bevor..
Laut Datenblatt muß man alle 2 bis 3 Schichten nur schleifen:

http://www.yachtpaint.com/MPYACMDatashe ... 160419.pdf

"Schleifen erst nach jeder 2. ­- 3. Schicht."

Wie häufig hast Du das gemacht und mit welcher Körnung?

Peter
Sei immer du selbst. Außer du stehst einer Frau gegenüber, die gerade "Aha?!" gesagt hat.

Dann lieber nicht.

TR6 PI (CP) ´72

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#276

Beitrag von Trix-Tr4 » 15.10.2017, 00:26

Hallo Peter,
die ersten zwei Schichten habe ich so unverdünnt aufgetragen und danach mit 120er Papier geschliffen. Besser wäre gewesen die erste Schicht verdünnt aufzutragen. So mußte ich eine Menge anschleifen/ abschleifen da doch einige Unebenheiten zu füllen sind.
Nach der dritten Schicht habe ich 240er Papier verwandt.
Die vorletzte Lage werde ich mit 600er Papier bearbeiten. Das Schleifen ist bei dem Moto-Lita ziemlich aufwendig, da die Rückseite die welligen Vertiefungen hat.
Nach den Schleifvorgängen habe ich das Lenkrad mit Druckluft abgeblasen und danach mit Nitro-Verdünnung abgewischt.
Der Lackauftrag erfolgte mit einem guten Lackpinsel in kurzen Zügen und satt (wenig Lack auf dem Pinsel, dafür öfter kurz die Spitze benätzen) aufgetragen. Das Ziehen des Lackes wie z.B. beim Fenster lackieren in langen Zügen gibt kein gutes Ergebnis, da der Lack schnelltrocknend ist.
Ich hoffe Dir so Mut gemacht zu haben uznd wünsche Dir ein gutes Ergebnis.

Grüße aus den spätsommerlichen Baumbergen.

Klaus + Nico

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#277

Beitrag von Trix-Tr4 » 17.10.2017, 01:20

Hallo liebe TR Gemeinde,
der neue Motorstart sollte ja noch folgen. Nach dem Jahreswechsel 2014/2015 ist der Motor fast 3 Jahre nicht gestartet worden, daher sind wir sehr vorsichtig vorgegangen.
Zunächst befüllten wir das Angregat mit Öl und Kühlflüssigkeit. Danach drehten wir den kompletten Antriebsstrang mehrfach mit der Hand durch.
Mit neuen Zündkerzen und lt. Bob's, voreingestelltem Vergaser, war der Bereich schon einmal erledigt.
Nun mußten noch das Ventilspiel eingestellt werden und der OT gesucht werden.Alles war recht einfach erledigt, nur der OT sollte sich als Hemmschuh beweisen.
Nachdem das Ventilspiel erledigt war testeten wir die Funktion der Ölpumpe und die Durchlässigkeit der Schmierwege. Damit es keine Riesensauerei gibt, wenn das Öl durch die Nockenwelle gepresst wird deckten wir alles mit alten Bettlaken ab.
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Das größere Problem sollte nun folgen. Die Suche nach dem OT Zündzeitpunkt. Dazu drehten wir die Kerze aus dem 1. Zylinder und führten einen steifen Draht in den Zylinder um so festzustellen, wann der Kolben auf dem höchsten Punkt angekommen ist. Danach konnten wir die Zündung einstellen.
Bild Bild

Bild

Auch das zog sich hin, da wir mit der OT Suche kein Glück hatten, da wir vom falschen Kolbenhub ausgegangen sind, denn der 4-Takter hat den Kolben ja 2Xmal oben nur mit unterschiedlichen Ventilstellungen.(Einmal das Auslaßventil und das Einlaßventil betreffend).
Wir hatten beim Zusammenbau des Motors den Verteiler versehentlich mit einer 180 Grad Verdrehung eingebaut (es gibt leider keine eindeutige Führung oder Aufnahme um dieses zu vermeiden), so daß die Zündung zum offenen Auslaßventil hin folgte. Das führte zu den konfusesten Verpuffungen.
Das konnten wir nach einigen vergeblichen Startversuchen nur feststellen, indem wir den Kopfdeckel entfernten. Gott sei Dank hatten wir entsprechende Starthilfe-Fahrzeuge vor Ort sonst wäre unsere Batterie massiv überfordert gewesen. Nach erfolgter Korrektur des Verteilerantriebes konnten wir erneut starten und dann endlich den lange vermißten kernigen
Sound eines TR4 zu hören. Überglücklich fielen wir uns in die Arme.

Die Freude hielt nicht lange, es bahnte sich das nächste Problem an, wie könnte es denn auch anders sein.
Jetzt wünschen wir aber allen noch einige schöne Sonnentage aus den Baumbergen.

Klaus + i.V. Nico

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#278

Beitrag von wie » 17.10.2017, 07:17

Trix-Tr4 hat geschrieben:
15.10.2017, 00:26
Das Schleifen ist bei dem Moto-Lita ziemlich aufwendig, da die Rückseite die welligen Vertiefungen hat.
Ich hatte deshalb für die Rückseite vorwiegend Schleifpads genommen. Durch den weichen Kern passen die sich ganz gut den Vertiefungen an.

Gruß
Achim

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#279

Beitrag von Trix-Tr4 » 17.10.2017, 23:58

Hallo Achim,
gute Idee, manchmal ist man ein wenig Betriebsblind. Aber gibt es die auch in feiner Körnung, 240er, 400er oder auch 600er? Hatte mir allerdings vorgenommen, für die letzte Lage Schleifflies vom Lackierer zu besorgen.

Danke nochmal und Grüße aus den Baumbergen
Klaus

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#280

Beitrag von Trix-Tr4 » 20.10.2017, 00:54

Hallo liebe TR Gemeinde,

wir hatten es ja schon im letzen Bericht angedeutet daß sich ein weiteres Problem herausstellte. Wie konnte es auch anders sein (so zumindest die Reaktion einiger TR-Kenner), die neue Wasserpumpe war undicht. Sie drückte unterhalb des Schmiernippels aus einer Entlüftungsöffnung Kühlwasser heraus. In dem Reklamationsgespräch mit dem Händler, wurde uns geraten das zunächst zu ignorieren, und den Motor warm werden zu lassen, nach ca . 50 Km würde sich das Problem erledigen, da das verbaute Dichtmaterial dann aufquellen und dsamit dichten werde.
Der TR wurde zwar nicht gefahren, aber mit Fahrsimulation über 15 Minuten erwärmt. In dieser Zeit verlor er 1,5 Liter Kühlflüssigkeit. Das war deutlich zuviel. Als letzte Chance haben wir über Nacht die Pumpe abkühlen lassen und am folgenden Morgen erneut gestartet, in der Hoffnung, daß sich das Dichtmittel nunmehr der Hauptaufgabe widmet. Leider weit gefehlt war es nicht andem.
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So stand für uns der Austausch an. Mit Eingang der neuen Wapu konnten wir erneut die Flucht der Laufräder testen und korrigieren. So stellten wir mit dem Messen eine Differenz von ca. 10mm fest. Allerdings war diese Differenz nur an der Riemenscheibe der Wapu festzustellen.
Mit der Drehbank haben wir die Innenseite der hutförmigen Riemenscheibe bearbeitet. Die Wellenaufnahme verkürzt (Vorsicht, hier darauf achten, daß die Gewindewelle der Wapu noch herausschaut und eine Verschraubung zuläßt). Danach die kegelartige Wellenaufnahme noch ein wenig ausgefräst, so daß der Seegering im Wellengehäuse der Wapu bei Drehungen nicht getroffen wird.
Bild Bild

Das Ergebnis kann sich blicken lassen und die Wapu so wie das ganze System ist zudem auch dicht.
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Ein neues Thema sind wir danach angegangen. An unserem Tag der offenen Tür wurden wir darauf aufmerksam gemacht, daß der Vergaser Überlauf, fahrlässig nah an der Auspuffanlage austritt.
So haben wir an den Überläufen jeweils eine metallummantelte Benzinleitung angebracht, nach unten abbgeleitet und am hinteren Teil des Rahmens auslaufen lassen.
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Bild

Und nun ruft die Matratze nach mir
.
Spätsommerliche Grüße aus den Baumbergen.
Klaus + I.V.Nico
Zuletzt geändert von Trix-Tr4 am 20.10.2017, 08:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#281

Beitrag von tr_tom » 20.10.2017, 04:42

Hallo Klaus,
hallo Nico,

das mit dem Überlauf ist ja sehr aufwendig gelöst.

Toll!

Bei meinem alten (nicht überholten Vergasern) war die Überlauföffnung nur durch ein kleines Blech abgedeckt. Man hätte gar keine Chance gehabt, dort eine Leitung anzuschließen.

Heute könnte ich auch eure Lösung umsetzen...

Gruss
Thomas
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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#282

Beitrag von Trix-Tr4 » 28.10.2017, 00:43

Hallo liebe TR-Gemeinde,
getreu dem Motto "erst mal gucken,wegwerfen kann man immer noch" haben wir uns der Lichtmaschine angenommen, da trotz laufender Maschine die Ladekontrolle ein Dauerrot abgab. Uns schwante schon nichts Gutes nach dem Ausbau des Aggregates, als wir die verarbeiteten Schlitzschrauben sahen.Genau zwei hielten das Gehäuse zusammen.Nachdem die Riemenscheibe mit einem Abzieher entfernt war.versuchten wir die beiden Schrauben zu lösen. Eine ging recht einfach, aber die Zweite Schraube hatte es echt in sich. Diese saß fest, selbst mit einem Schlagschrauber war nichts zu machen. Also kam die Puksäge zum Einsatz, die aber mit Erfolg. So ließ sich das Gehäuse wenigstens schon mal öffnen. Selbst mit den stärksten Zangen und teilweise aufbohren bewegte sich nichts.
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So spannten wir dann die Schraube an Stelle des Gehäuses in den Schraubstock und drehten das Gehäuse um die Schraube. Das ging. Jetzt mußte aber eine neue Schraube her, da die Alte krumm und angebohrt war. Leider war keine zu bekommen, da zu speziell. Also blieb uns nichts anderes übrig, als mit einer abgelängten Gewindestange in Schraubenlänge versehen mit einer selbstsichernden Mutter, diese zu ersetzen. Für die metrische Gewindestange mußte dort ein neues Gewinde geschnitten werden. Da 6mm zu klein war nahmen wir 8mm. Als die zerlegte Lichtmaschine vor uns lag entdeckten wir auch die Ursache für die Fehleranzeige der Kontrollleuchte. Es hatte sicht ein Kabel an den Kohlen gelöst. Diese bestellten wir bei B. in L.neu.
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Durch einspannen in die Drehbank konnten die Kollektoren vorsichtig mit einem Schleifflies poliert werden.
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Das vordere Lager haben wir nicht entnommen sondern nur gereinigt und neu gefettet.
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8mm Gewindeschnitt im Gehäusedeckel. Hier muß man acht geben, daß man mit der Bohrung nicht zu stark den Deckelrand überschneidet, sonst kann die Schraube nicht eingeführt werden, da diese am Gehäuseinnenrand anliegen oder überstehen würde.

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Nach der Reinigung aller zerlegten Teile, konnte die Lima wieder zusammengesetzt werden.
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Jetzt fehlt nur noch das Lüfterrad, welches nach strahlen und Lackieren für den Einbau angeschraubt wird. Riemenscheibe und Lüfterrad haben in der Wellenaufnahme eine Kerbe, damit diese auch von der Welle bei Drehung mitgenommen werden. Um dieses zu gewährleisten mußten wir einen zu großen Abstand zwischen Wellenlager und Wellenkeil mit einer Abstandscheibe mit 15 mm Bohrung, überbrücken.
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Bild


Mit allerlei Nebenschauplätzen war jetzt endlich mal wieder der TR an der Reihe. Langsam nähern wir uns dem Endziel.

Am kommenden WE geht es weiter
Nächtliche Grüße aus den Baumbergen

Klaus + i.V.Nico

PS: Das nächste Thema wird der Einbau des Kühlergrills. Ein spannendes Thema.
Zuletzt geändert von Trix-Tr4 am 31.10.2017, 01:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#283

Beitrag von Eckhard » 28.10.2017, 09:11

Einfach gut wie ihr arbeitet. Und dann noch eine EMCO Maximat Super 11 zur Hand. Besser geht es nicht

Eckhard

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#284

Beitrag von Trix-Tr4 » 31.10.2017, 01:24

Hallo liebe TR Gemeinde,
es fehlt ja noch die Fertigstellung der Lima. Eine Abstandsscheibe für die Verschraubung der Lima Welle, um Lüfterrad und Riemenscheibe zu halten, mußte noch her
Diese konnte aus dem großen Teilefundus genommen werden. Mit einem Kegelbohrer habe ich die Öffnung auf 15mm geweitet, und eine Bohrung für den Führung- sicherungskeil
mit der Bohrmaschine hergestellt.
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Bild

Hiernach komplettierten wir die Lima und bauten sie ein. Um für weitere Motoreinstellungen die Riemenführung komplett und kurzfristig nutzbar vorzuzbereiten. So haben wir gerade den nächsten Termin gefüllt, da die Ladekontrollleucht bei laufen dem Motor nicht abschaltet.
Nun ja es reißt nicht ab!
Wir wünschen hier zunächst ein schönes WE.
Klaus + Nico i.V.

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Re: Vorstellung und Restauration TR 4 BJ 62

#285

Beitrag von Trix-Tr4 » 08.11.2017, 01:42

Hallo liebe TR-Gemeinde,

der Moment auf den Nico und ich 2 Jahre und 8 Monate, oder deutlicher jeder ca.1100 Stunden, hingearbeitet haben ist erreicht. Der "TR" hat wieder einen kompletten Body.
Das erst mal vorweggenommen, jetzt aber im Einzelnen.

Die folgenden Schritte für den Einbau der Motorhaube konnten wir nur zu Dritt vornehmen. In der Vorbereitungszeit schnitten wir kleine Kartonagen aus stabiler Wellpappe ca. 15X15 cm groß. Diese benötigten wir als Kantenschutz (unsere Spaltmasse im Haubenbereich fallen klein aus) beim Ausrichten der Haube. Zudem legten wir ausrangierte Handtücher als Polster unter die angeschraubten Haubenscharniere, die vorab an den Innenkotflügeln handfest verschraubt wurden.Bei dem Auflegen der Haube zu Dritt steht auf den Seiten jeweils ein Träger und der Dritte vorn. Dort wird auch zuerst abgesenkt und aufgelegt, aber weiter festgehalten. Danach wird an den Seiten das Teil langsam herabgelassen, immer mit Blick auf die seitlichen Spalten wobei die Pappkarten den Abstand und Schutz zu den Kotflügeln wahren.
Bild

Nun kommt der spannende Moment der Wahrheit, sind die Spaltmasse gleichmäßig?

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Ich glaube wir können mit dieser Einstellung zufrieden sein.

Nun sollte die Verschraubung erfolgen. Das sich dabei Einiges wieder verschieben kann ist auch eine neue Erfahrung!
Etwas nützliches dazu hatten wir vorher schon im Forum erfahren. Nämlich den Kühlergrill und die Scheinwerfer als fast Letztes einzubauen. Da die Bullaugen den unbeschwerten Zugang zu der Scharnierverschraubung der Haube ermöglichen und man nicht von Unten mit verdrehten Armen arbeiten muß.
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Bei liegender Haube werden die Schrauben ziemlich fest angezogen und danach kommt das Kontrollöffnen. Langsam wird die Haube angehoben, um zu sehen ob etwas schleift, und danach, wie bei uns auch, noch einmal korrigiert und dann erst fest angezogen.

Ein durchaus spannender Moment ist der Einbau und insbesondere die Einstellung des Haubenschlosses. Hier dazu ein Tip eines Freundes wie es einfach geht:

Man nehme eine Messerspitze mit Abschmierfett und fülle damit die Haubenschloßfalle.
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hiernach senken wir langsam die Haube bis der Führungsdorn die Schloßfalle berührt und seinen "Stempel"- Abdruck hinterläßt. Der wiederum zeigt uns wohin der Dorn korrigiert werden muß. Dann folgt das spannende Finale. Langsam die Haube senken, einrasten ( wenn nicht, Führungsdorn ein paar Umdrehungen herausschrauben) und dann mit sanfter Gewalt den Öffnungsbowdenzug der Haube wieder zum Öffnen betätigen. Es folgte einer der wenigen Momente, an dem auf Anhieb etwas funktioinierte.
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Das Wesentliche ist nun erreicht, jetzt folgt noch der Feinschliff mit diversen Chromteilen und Zubehör und sonstigem Inventar.

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Und mit diesem Anblick lehnen wir uns zunächst zurück, bis zum nächsten Wochenende.

Grüße aus den nur ofenwarmen Baumbergen

Klaus+i.V.Nico

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