Speicheräder auswuchten?

Felgen, Reifen, Distanzscheiben...
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Speicheräder auswuchten?

#1

Beitrag von TR3-57 » 20.03.2017, 07:34

Moin!

Ich habe gerade meine Räder mit neuen Reifen bestücken lassen. Dabei ist mir aufgefallen, dass an den Innenseiten der Felgen z.T. aussergewöhnlich
viele Klebegewichte angebracht worden waren. Dazu noch Schlaggewichte an den Innenseiten der Felgenränder.
Meine Frage: In wieweit macht das auswuchten von Speichenrädern überhaupt Sinn , da die (Speichen-)Felgen sich beim fahren walken und
somit sich der "Schwerpunkt" permanent verschiebt.....(?)
Oder habe ich da einen Denkfehler?
Ich bin mir zudem nicht sicher, ob der Reifenmensch über großartige Erfahrungen mit Speichenrädern verfügt......

Bei der "alten" Bereifung waren pro Felge ein bis zwei Schlaggewichte angebracht.

Gruß!

Heiko
Mit Gruß aus der Grube :top: !
TR3 Bj.57

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Re: Speicheräder auswuchten?

#2

Beitrag von runup » 20.03.2017, 07:45

Servus Heiko
Speichenräder sollte man ca alle 3 Jahre (prüfen) zentrieren lassen und dann können sie auch richtig gewuchtet werden.
Bei uns im Süden der Region( MUC) wird dies sehr gut von MOR in Holzkirchen durchgeführt.
Gruß
Manfred

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Re: Speicheräder auswuchten?

#3

Beitrag von Schnippel » 20.03.2017, 07:53

Hallo
und das sind in km ?
Die Leute brauchen km Angaben.
Wenn jemand in drei Jahren nur 1000 km fährt, ist das wie ich meine ein wenig zuviel des Guten.

Munter bleiben
Ralf
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Re: Speicheräder auswuchten?

#4

Beitrag von Triumphator » 20.03.2017, 08:14

..von HAWEKA http://www.haweka.com/spannmittelwuchte ... loesungen/
gibt es einen Spezialeinsatz für Wuchtmaschinen. Mein Reifenhändler hat den und wuchtet seitdem sehr gut alle unsere Räder.
Da hat es vorher genauso ausgesehen, wie du beschrieben hast. Speichenräder lassen sich mit Standardaufnahmen nicht oder nur rudimentär wuchten.

Grüsse

Wolfgang
Triumph ist wenn man trotzdem lacht....

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Re: Speicheräder auswuchten?

#5

Beitrag von runup » 20.03.2017, 09:01

Ralf-Schnippel
Als fast ALLWISSENDER hättest Du auch die KM ca? SCHREIBEN können ! Oder :-D

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Re: Speicheräder auswuchten?

#6

Beitrag von gelpont19 » 20.03.2017, 09:10

Moin zusammen,

...die tiefgeschüsselten sind ein Problem, wenn de power auf die Räder bringst, dann reissen nach einiger Zeit / Km die nach innen verschränkten gerne. Da muss man ein Auge drauf haben. Die klassisch aussengespeichten - am besten kein Chrom, sondern lackiert, haben die längste Haltbarkeitsdaten.
Eine gute Speicherei kontrolliert beim Reifenwechsel auch Seiten- und Höhenschlag (Angaben im WHB). Wenn de dann noch einen modernen Reifen (195er, 205er) fährst, ist das präzise Wuchten mit den von Wolfgang angegebenen Adaptern kein Problem. Für Reifenfredis, die das nich jeden Tag machen, musste denen noch die Gebrauchsanweisung von HAWEKA vorlesen !!
Man muss das Rad beim Verschrauben in der Wuchtmaschine leicht entlasten, damit sie richtig im Konus sitzen.
Wenn das alles so gemacht ist, sind die Wuchtgewichte minimal. Ich fahre mit den Rädern auch 190 Km/h ohne das da was schlägt...
Ca. 5 - 7,5 TKm / Jahr

win
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Re: Speicheräder auswuchten?

#7

Beitrag von Triumphator » 20.03.2017, 09:26

...Tacho...?
Triumph ist wenn man trotzdem lacht....

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Re: Speicheräder auswuchten?

#8

Beitrag von gelpont19 » 20.03.2017, 09:50

Wolfgang - natürlich ist bei mir der Tacho durch Hr. Willems (NL) angepasst. Abweichung zu GPS 1- 3 % je nach Geschwindigkeit, er war schon mal schneller ... :(

win
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Re: Speicheräder auswuchten?

#9

Beitrag von runup » 20.03.2017, 14:33

Servus Heiko
evtl, HILFE
Oldtimerreifen MÖLLER in Quikborn-Halenberg

Gruß aus dem Süden der Region

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Re: Speicheräder auswuchten?

#10

Beitrag von Hardtop » 20.03.2017, 16:20

Herr Oster von der Radspannerei Köhler hat mir empfohlen Speichenräder die im Nomalbetrieb genutzt werden alle 40-50.000 km nachspannen zu lassen. Neue Räder erstmalig nach 10.000km.
Aus Unwissenheit waren meine über 100.000 km nicht nachgezogen worden, hatten Schläge bis zu 1cm und reichlich Gewichte. Nach dem Nachspannen, Schlag gegen Null und Gewichte um 10-20gr.

Markus
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Re: Speicheräder auswuchten?

#11

Beitrag von Triumphator » 20.03.2017, 16:57

@win: ist dein GPS so schnell?
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Re: Speicheräder auswuchten?

#12

Beitrag von hneuland » 20.03.2017, 20:03

gelpont19 hat geschrieben:Wolfgang - natürlich ist bei mir der Tacho durch Hr. Willems (NL) angepasst. Abweichung zu GPS 1- 3 % je nach Geschwindigkeit, er war schon mal schneller ... :(
win
:-o was mich brennend interessieren würde - wie haben die damals bei Triumph den Tacho überhaupt justieren können als es noch kein GPS gab?

Horst

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Re: Speicheräder auswuchten?

#13

Beitrag von Triumphator » 21.03.2017, 08:26

Hi Horst,

nach meinen jahrelangen Recherchen zur Justierung von historischen Geschwindigkeitsanzeigern kann ich dir mitteilen, dass Triumph - wie alle anderen auch in dieser Zeit - mittels Sextanten und Erdumdrehungsgeschwindigkeit - die erdnahe Geschwindigkeit errechneten. Der Bezugspunkt war der Nullmeridian, der 1884 von der Sternwarte Greenwich festgelegt wurde. Der französische Hersteller von Tachometern "Jaeger" nutzte dieses Verfahren schon sehr früh, weil ja bekanntlich der Nullmeridian durch Paris führt. Smiths war Lizenznehmer von Jaeger.

Geschwindige Grüsse

Wolfgang
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Re: Speicheräder auswuchten?

#14

Beitrag von BayernTR7 » 21.03.2017, 09:15

Ich gebe Dir vollkommen Recht Wolfgang.
Was noch zu ergänzen ist, Frankreich respektive Paris liegen näher am Äquator als England, London. Die Umfangsgeschwindigkeit ist deshalb in Frankreich deutlich höher als in England. Deshalb erreichten wohl französische Autos mit kleineren Motoren höhere Geschwindikeiten, während die Engländer dafür mehr Leistung brauchten. Z.B. Renault Alpine vs TR6. Das musste natürlich bei der Tachokalibrieung berücksichtigt werden.

Oder habe ich da was falsch verstanden?
:giveup
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Peter

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Re: Speicheräder auswuchten?

#15

Beitrag von gelpont19 » 21.03.2017, 09:17

Wolfgang bei der Kalibrierung des Urmeters....

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win
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